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Wännä Offline




Beiträge: 17.454

05.12.2008 10:05
#586 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

In Antwort auf:
7. Werbung mit der Anpreisung von Renditen muss verboten werden.
8. Der Schutz der Gelder der Menschen muss durch die Bankinstitute so sichergestellt werden, dass sie entsprechend dem gefahrenen Risiko dafür geradestehen müssen.

Moin,

sowas funktioniert nicht. Die Geldanleger sind derart geil drauf, irgendwo ein Superding zu drehen und allen die lange Nase zu zeigen. Die Hinweise werden doch gemacht von den Bänkern. Auftraggeber sind doch die Kunden.

Werbung ist Werbung! Auf die kann man immer reinfallen - egal, ob nun ein Mädel mit seiner Figur wirbt, oder ein Bänker mit seinem "Finanzprodukt" (Unwort des Jahres ).

Vielleicht könnte man das Risiko ein wenig verschieben, daß wirklich nur die Risikogeldanleger damit reinfallen und nicht das Volk mitblechen muß, was mal gerade so eben ein kleines Sparbuch hat. Ansonsten finde ich, sollen sich die Leute nicht so anstellen. Vor ein paar Jahren hieß es noch groß: "Wir müssen ermöglichen, daß mehr Leute auch an Risikokapital kommen, um sich Existenzen etc. zu gründen"

Was ist draus geworden? Sieht man doch.


Gruß

Wännä

Falcone Offline




Beiträge: 109.890

05.12.2008 10:27
#587 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

Fondue, obwohl ich mich ja auch durchaus mit der Thematik beschäftige, reicht mein Wissen nicht, um die Folgen dieser Punkte absehen zu können. Spontan habe ich aber den Eindruck, dass da in eine gewisse Panik verfallen wird und nun die Überregulierung einsetzt, die die wirtschaft abwürgt. Ganz weit im Hintergrund schwebt da schon ein bisschen der Sozialismus, oder?
Dass Aktienmärkte sich am tatsächlichen Wert der Firmen orientieren müssen, finde ich schon ok. Dass die spekulativen Wetten wie Optionsscheine etc. stark eingeschränkt oder gar unterbunden werden, ist wohl auch richtig. Aber solange unsere Renten auf wackeligen Füßen stehen (und auch generell) finde ich es richtig, dass man sich selbst um die Altersvorsorge kümmert. Und da muss die Geldanlage gegeben sein. Warum also beispielsweise nicht für eine Rendite werben?

Alles geschieht immer in Wellenbewegungen. Schießt es übers Ziel hinaus, wird gegengeregelt, bis das Gegenteil genauso wenig funktioniert. Aber das ist eben ein Naturgestz und lässt sich nicht durchbrechen.

Grüe
falcone

montcorbier Offline




Beiträge: 13.023

05.12.2008 10:54
#588 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten


Ich hätte eine Lösung des Finanzproblems!

Alle derzeit in den Manageretagen tätigen großkopferten Entscheidungsträger komplett aus ihren Diensten entfernen, einhergehend mit Herabstufung ans Band mit Akkordarbeit und dementsprechendem Gehalt.
Da gäbe es -sofern sie jemals wieder in der Vorstandsetage säßen- Kündigungen um die Aktionärsdividende zu steigern nicht mehr...

>Der Fisch fängt vom Kopfe an zu stinken!<

Die frei werdenden Managerstellen mit Leuten besetzen, welche praktische Erfahrung "von der Pieke" des jeweiligen Unternehmens ansammeln durften, also die Internas innerhalb des Unternehmens auch wirklich kennen (nicht nur vom Hörensagen).

Beteiligung der Angestellten/Arbeiter am Gewinn und an grundlegenden Entscheidungen!

Der Laden würde laufen. Bin ich mir sicher!


Inhabergeführte Unternehmungen sind mir beispielsweise auch wesentlich sympathischer als AGs.


Gruß
Monti



----------------------------------------------------
No FUTURE!

knorri2 Offline



Beiträge: 4.674

05.12.2008 11:00
#589 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

Als Chef eines deutschen Autobauers sollte ich mir mal eine Frage stellen:

Wenn die Hälfte meiner Belegschaft aus täglich kündbaren Leiharbeitern besteht und ich in den letzten Jahren ausschließlich
Neueinstellungen mit befristeten Arbeitsverträgen gemacht habe, warum kauft dann keine Sau neue Autos?

Haben andere Unternehmen in Deutschland etwa dieselbe Personalpolitik gefahren wie ich? Scheiße. Ganz Nebenbei habe ich den Größtenteil
meiner Produktion nach Osteuropa geschafft um die Gewinnspanne ein wenig zu optimieren.....ja und? Haben doch alle in Deutschland so gemacht.

Das heißt: Der Deutsche hat via Steuergelder über EU-Beihilfen meine Ansiedlung in Ungarn oder Tschechien (und damit seine Entlassung) finanziert. Der Deutsche kriegt jetzt nur noch befristete Arbeit. Der Deutsche kauft jetzt auf einmal kein Auto mehr. Frechheit. Dann fragen wir mal an, ob der Deutsche nicht Lust hat, wiederum über Steuergelder seine "wichtigste Industrie" weiterzufinanzieren.......

Sind die Banken die alleinigen Verbrecher??????

Knorri

phaedrus Offline




Beiträge: 4.501

05.12.2008 11:22
#590 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

Danke Knorri, du sprichst ein wahres Wort aus.

Ich fahre einen alten Corsa mit mehr km auf dem Tacho als mir lieb ist. Ich hätte gerne ein neues Auto, nur leider nicht das notwendige Bargeld.

Jetzt hat mein Arbeitgeber angekündigt 25% der Belegschaft kündigen zu wollen ...

Wer jetzt glaubt, ich werde mich jetzt verschulden, um ein neues Auto zu kaufen, der irrt.
Es gibt doch viele, die nicht wissen, ob sie am Ende des nächsten Jahres noch einen Job haben und halten sich deshalb mit grossen Ausgaben zurück, was wiederum zum Einbruch der Wirtschaft führt, was wiederum dazu führt, dass der Jobverlust wahrscheinlicher ist. Es ist ein sich selbst verstärkender Mechanismus, der nur durchbrochen werden kann, wenn den Leuten eine Zuversicht gegeben werden kann.

Andreas

Photographiert wird auf Film, alles andere ist bloß digital.
Mitglied VfDKV

piko Offline




Beiträge: 16.462

05.12.2008 11:59
#591 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

In Antwort auf:
... ein Bänker mit seinem "Finanzprodukt" (Unwort des Jahres )

Jaja, die Banker und ihre "Produkte" ... diese Bezeichnung geht mir auch auf den Zeiger - gaukelt es doch lediglich Produktivität vor - die verwalten Geld, nicht mehr und nicht weniger!
"Produkte" wurden scheint's erfunden um irrsinnige Renditen zu rechtfertigen?
Ich werde meine Beiträge hier demnächst auch als Produkte bezeichnen ...

piko

warum einfach wenns auch kompliziert geht

Steve Dabbeljuh Offline




Beiträge: 12.197

05.12.2008 13:01
#592 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten
Mal ein "kleiner" Nebenaspekt:
In Antwort auf:
Rund 72.000 deutsche Haushalte haben es im vergangenen Jahr geschafft. Sie sind aufgestiegen in die Liga der Millionärsfamilien. 434.000 gab es davon Ende 2007 – und damit über ein Fünftel mehr als noch im Jahr zuvor. So hat es zumindest die Unternehmensberatung Boston Consulting Group ausgerechnet. In ihrem soeben veröffentlichten „Global Wealth Report“ beschreibt sie die Welt der Reichen und Superreichen.

Ähnliche üppige Steigerungsraten gab es nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Über den ganzen Globus verteilt können sich inzwischen fast elf Millionen Haushalte der Gruppe der Millionäre zurechnen, über eine Million mehr als im Jahr zuvor. Ihr Gesamtvermögen legte um 9,9 Prozent auf rund 109,5 Billionen Dollar zu. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen war im Juni auch der „World Wealth Report“ des Beratungsunternehmens Capgemini in Zusammenarbeit mit Merrill Lynch gekommen. Er hatte einen Vermögenszuwachs von 9,4 Prozent errechnet. [...]
Doch auch wenn man den Wechselkurseffekt herausrechnet, so bleibt als Ergebnis doch, dass die Vermögenden ihr Geld überaus erfolgreich mehren konnten. In Deutschland stieg ihr verwaltetes Vermögen in Euro gerechnet immerhin um 3,6 Prozent auf 4,8 Billionen Euro.
[...]
Die Millionärsfamilien machen weltweit etwa 0,8 Prozent aller Haushalte aus. Ihnen gehören jedoch über 35 Prozent des Vermögens. Während sie ihren Reichtum 2007 deutlich mehren konnten, schrumpften die Konten der nicht-vermögenden Haushalte – also jener Familien, die weniger als 100.000 Dollar besitzen – der Studie von Boston Consulting zufolge um satte 23,3 Prozent. Zwar ist auch die Zahl dieser Haushalte zurückgegangen (auch hier wirkte der Wechselkurseffekt), allerdings wesentlich weniger, nur um 17 Prozent.

Und wo leben die Reichen? Dafür gibt´s natürlich auch eine Statistik - und zwar zum Anteil der Haushalte,
deren monatliches Nettoeinkommen über 7500 € liegt. Hier die Top 10 (von den veröffentlichten Top 20):

1) Landkreis Starnberg - 15,21 %
2) Hochtaunuskreis - 14,7
3) Main-Taunus-Kreis - 14,02 %
4) Landkreis München - 12,71 %
5) Landkreis Ebersberg - 12,61 %
6) Rheinisch-Bergischer Kreis - 9,32 %
7) Landkreis Erlangen-Höchstadt - 9,18 %
8) Rhein-Pfalz-Kreis - 8,95 %
9) Landkreis Dachau - 8,85 %
10) Landkreis Mainz-Bingen - 8,68 %

Fühlt sich jemand zugehörig ? Ich kenne gute Spendenadressen...

P.S.
Soll ich abwarten, ob´s kommt, oder lieber jetzt schon sagen, welche Reaktion auf solche Berichte
ich als Beleidigung aller Normalintelligenten empfinde und nur noch armselig und übelkeitserregend ?

(Nur schon mal so viel: Fängt mit "Neid" an und hört mit "debatte" auf...)

wastl Offline




Beiträge: 4.920

05.12.2008 13:33
#593 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

@phaedrus:

der nur durchbrochen werden kann, wenn den Leuten eine Zuversicht gegeben werden kann.

genau !
dann geh mal zu deinem cheffe und bitte ihn für deine neuanschaffung auto zu bürgen.
( indem er dein gehalt auf dauer der ratenzahlungen sicherstellt )

und mach ihn begreiflich das diese vertrauensbildende maßnahme auch seinen job sichert.

...oder so...

bring alles her, ich leiste ihm gesellschaft solange er seine ziegenmilch trinkt

phaedrus Offline




Beiträge: 4.501

05.12.2008 13:49
#594 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

Zitat von wastl
@phaedrus:
der nur durchbrochen werden kann, wenn den Leuten eine Zuversicht gegeben werden kann.
genau !
dann geh mal zu deinem cheffe und bitte ihn für deine neuanschaffung auto zu bürgen.
( indem er dein gehalt auf dauer der ratenzahlungen sicherstellt )
und mach ihn begreiflich das diese vertrauensbildende maßnahme auch seinen job sichert.
...oder so...


Wird wohl ein Traum bleiben ...

Gut dass mein Mopped gerade mal 2 Jahre alt ist, das wird noch ein wenig halten.
Wollte nur ausdrücken, dass die Befreiung von der KFZ Steuer niemanden, der in einer ähnlichen Lage ist, von hinter dem Ofen in den Verkaufsraum von VW, Opel, Ford, etc locken würde
Steuersenkung ist OK für alle die, die einen sicheren Job haben, aber ich verzichte gerne auf eine Steuerermäßigung, wenn dadurch mein Job sicherer würde ...

Gruß aus der Provinz

Photographiert wird auf Film, alles andere ist bloß digital.
Mitglied VfDKV

wastl Offline




Beiträge: 4.920

05.12.2008 13:58
#595 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

hab gerade gehört das die autoindustrie in amerika gerade um unterstützung durch den staat ansteht.
es ist die rede von 70 bis 150 milliarden dollar ( wieviel nullen ? )

ob das mal reicht ?

bring alles her, ich leiste ihm gesellschaft solange er seine ziegenmilch trinkt

Kaimann Offline



Beiträge: 4.882

05.12.2008 14:01
#596 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

Zitat von Steve Dabbeljuh
Mal ein "kleiner" Nebenaspekt:


Hier wird ein weiteres Problem unserer Gesellschaft (neben der bereits erwähnten Überbewertung des Wertes von Arbeit) angesprochen:

Die "ungerechtfertigte Vermehrung" von Kapital.

Ohne hier exakte Berechnungen vorlegen zu können, stört es mich doch ganz immens, daß es eine Reihe von Menschen gibt, deren Besitz sich immer weiter vergößert, ohne daß sie dafür auch nur das geringste leisten müssen:
Die allseits beliebten Großaktionäre.

Wie kann es sein, daß ein Herr Erbe reich und reicher wird, indem er über Aktien und Beteiligungen Gewinne erwirtschaftet, ohne je einen Finger gekrümmt zu haben. Also Macht ausübt, die er nie erlebt oder erarbeitet hat.

Und ist das Kapital erst groß genug, vermehrt es sich schneller, als man die Vermehrung ausgeben oder verbrauchen kann. Und das zahlt oder erwirtschaftet irgendwer (z.B. Du und ich).
Hier endet meine Toleranz gegenüber dem Kapitalismus.

Das Elend beginnt aus meiner naiven Sicht einmal mehr mit den Banken und der Zinswirtschaft. Erst die Erzielung von Zinsen macht arbeitsfreies Leben überhaupt möglich.
Mal ganz naiv gesagt: Erbe ich ausreichend Kapital, kann ich von den Zinsen leben und zugleich noch reicher werden. Also arbeiten andere für mich und meinen Machtgewinn und mein Luxusleben.

Was kann man tun?

Zinsgewinne begrenzen , also progressiv besteuern? Vererbung riesiger Einkommen verhindern?
Verzinsungen generell verbieten (z.B. gewinnfreie Staatsbanken, die Gelder sicher verschließen und / oder wirtschaftlich sinnvoll verleihen, aber weder Zinsen zahlen noch einnehmen?

Zur Sicherheit: Ich gönne jedem reichen Menschen seinen Reichtum, wenn er ihn selber erarbeitet hat (vergl. Bill Gates). Ich gönne ihn aber nicht dem Erben der 6. Generation, der mit dem goldenen Löffel im Hintern geboren ist und außer prassen, kommandieren und Zinsen kassieren nichts kann....

Der Trend aber, daß sich das Kapital auf immer weniger Eigner konzentriert, ist so vorgegeben und sollte gestoppt werden.


MfG

Kaimann

knorri2 Offline



Beiträge: 4.674

05.12.2008 15:03
#597 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

So ist das Leben der "oberen" Zehntausend. So war es schon immer und so wird es immer sein.

Der große Unterschied zu früher ist das Leben der "unteren" Zehntausend. Sozialhilfe gab es früher nicht und gibt es in anderen Ländern bis heute nicht. Nicht das ich grundsätzlich gegen den Sozailstaat bin, aber Sozialleistungen ohne Gegenleistung der Empfänger.....da hab ich so langsam den Kanal von voll.

Das Millionäre automatisch immer reicher werden, das ist nix Neues und auch nicht schwer. Aber daß Hunderttausende von der sogenannten "Mittelschicht", und dazu zähl ich mal 99% der Leute in diesem Forum mit dazu, mit durchgezogen werden, das ist unser Hauptproblem.

Ich will nicht von Einzelschicksalen sprechen, oder von Leuten, die ihr Leben lang malocht haben und einen Anspruch auf Hilfe haben. Nein, ich rede von den Heerscharen von Knalltüten, die direkt von der Schule in die Sozialhilfe gehen, weil sie es schon so von den Eltern gelernt haben und die älteren 7 Geschwister es auch so gemacht haben. Wir haben nicht nur Ausländer in der 3. Generation hier. Mittlerweile haben wir Sozialhilfeempfänger in der 3. Generation.

Früher wurden die Reichen immer reicher (wie heute) und die Armen, wenn sie zu faul oder zu dumm, oder beides waren, sind verreckt. Unterschied: Monarchie. War der Obrigkeit mehr als egal. Irgendwie auch nicht richtig.

AAAABER:

Heute: "Demokratie". Die Stimme eines obdachlosen Vollblutalkoholikers ist genausoviel Wert, wie die Stimme von Dir und mir.......eigentlich erschütternd. Aber für unsere Politiker halt wahnsinnig wichtig.

Und ausschließlich diese, unsere Mittelschicht, finanziert diese ganze Scheiße hier. Und wird dabei immer weniger.

Bis es knallt........



Knorri

manx minx Offline




Beiträge: 10.776

05.12.2008 15:35
#598 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

In Antwort auf:
Heute: "Demokratie". Die Stimme eines obdachlosen Vollblutalkoholikers ist genausoviel Wert, wie die Stimme von Dir und mir.......eigentlich erschütternd.


tja, wie das eben so geht mit die grundlagen vonne demokratie: jedes einzelne mitglied hat dieselben rechte und pflichten vor dem gesetz. alles andere waere humbug. denn alle anderen modelle bedingen ein gremium, das die mitgleider der gemeinschaft in buerger erster klasse und solche zweiter klasse einteilt. und wer kann sich schon anmassen, sowas entscheiden zu koennen?

manxman

knorri2 Offline



Beiträge: 4.674

05.12.2008 15:59
#599 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten

jedes einzelne mitglied hat dieselben rechte und pflichten vor dem gesetz


IST DAS SO?


So sollte es eigentlich sein. Ich hab nur das Gefühl, daß dem schon lange nicht mehr der Fall ist. Mit dem Bürger "erster" und "Zweiter" Klasse hast Du Recht, wer solls entscheiden. Aber wenn Du zu der Gruppe gehörst, die nur bezahlt, die permanent beschnitten wird, die dauernd für irgendwelche Fehltritte anderer aufkommen darf, die aber dafür immer weniger Rechte hat, dann fängst Du das Zweifeln an.


Knorri



Steve Dabbeljuh Offline




Beiträge: 12.197

05.12.2008 16:28
#600 RE: auch mal zur Finanzkrise Antworten
Das wird aber in letzter Zeit anstrengend hier, man kann sich ja auf gar kein Feindbild mehr verlassen...

Cayman wechselt chamäleonhaft die Farbe vom Neoliberalen zum Kapitalismuskritiker, zumindest teilweise,
während Knorri in die Bresche springt und die Opelaner-sind-zu-teuer-Logik in anderer Richtung fortsetzt.

Zu letzterem möchte ich gar nicht viel mehr sagen als MaMix, der bereits mit wenigen Worten einen wesentlichen Punkt benannt hat. Was mir spontan noch dazu einfällt:
1. "obdachlose Vollblutalkoholiker" gehen selten wählen und liegen uns auch nicht übermäßig auf der Tasche,
da ja obdachlos. Wer ihre Hintergründe und Lebensgeschichten kennt, kann in der Tat erschüttert sein,
aber über ganz andere Dinge.
2. Die "Knalltüten", die nicht wollen, obwohl sie könnten, und weder 1€-Jobs vermittelt bekommen
noch sanktioniert werden, sind in der Minderheit. Hartz IV hat entsprechende Mittel & Wege.
Aber wo soll man sie arbeitstechnisch unterbringen - in Lagern und Steinbrüchen ?
3. Was soll mit denen geschehen, die nicht mehr "durchgezogen" werden sollen ?
Sollen sie als künftig obdachlose Alkoholiker unser Straßenbild bereichern ?
Oder unsere überfüllten Knäste noch etwas voller machen ? Für welche Kosten müssen wir dann aufkommen ?
Oder welche Lösung darf´s sein ?

Mit einem gewissen Anteil an "Idioten" müssen wir wohl leben - oben wie unten.
Wobei die unten oft nicht anders können, die oben schon.

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