Zitat von ziro im Beitrag #175Du könntest die Kante am Kopf doch überall wegnehmen, nur rund um Deine Schrauben läßt Du das Material stehen. Wie so ein Kleeblatt...
Dann ginge wirklich zu viel Verdichtung flöten. Auch läge dann die Kopfdichtung frei. Ausserdem wäre sie dann beim Anziehen empfindlicher für Verwindung und die verbleibenden Laschen würden sich stärker in die Dichtung ziehen.
Gruß Carsten
Moin,
Du sollst ja nicht senkrecht abschneiden, sondern nur anschrägen. Da liegt keine Dichtung frei. Ist auf der Drehmaschine nicht zu machen, eben wegen der Schrauben, aber mal ernsthaft drüber nachdenken würde ich . . . . . nach der ersten Probefahrt.
Hallo Carsten, es wird noch viel Sinn aber auch noch mehr Unsinn geblubbert werden - bis Aschermittwoch. Jetzt unterhält man sich mittlerweile schon über Zelte. Zeit zur Technik zurück zu kommen! Die Archillesversen an Deinem Motor sind der Lastfälle "ansaugen und füllen" der Zylinder. Vergiss die Lastfälle "verdichten und verbrennen". Meiner Meinung nach hast Du da schon exzellent vorgedacht und es bedarf dort keiner nennenswerten Änderung! Lieber eine kleinere Verdichtung als eine miese Zylinderfüllung mit klopfendem Motor. Nun ist ja Deine Adapterplatte so gut wie fertig, und es ist müßig weiter über diese fertige Platte zu diskutieren. Obwohl da, (wo es noch machbar ist) doch notwendigerweise ein symmetrischer Konus und Radius angebracht werden müßten. Ich bin überzeugt, das Du jetzt nach allen Diskussionen für diese Platte eine andere Schraubenaufnahme wählen würdest damit Du zukünftig vernünftige Übergänge machen könntest. Denn die Zetawerte an dieser Stelle können durch eine sinnvolle Geometrie bis fast zu 2 ZEHNERPOTENZEN (1 bis 0.05) variieren. Die VDI Jungens haben dazu in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts umfangreiche Versuche gefahren. Gruß Willi
Das ist alles richtig, ich sehe das auch ein. Auch sieht das auf Skizzen gut aus. Aber setzt euch doch bitte mal hin und skizziert das 1:1. Vorgegebene Werte sind dabei: 1. Bohrung 96mm 2. Maximaldurchmesser Zylinderkopfdichtung 84mm 3. Verdichtung etwa Originalwert. 4. Originalstichmass Zylinderkopfschrauben incl. Unterbringung der Schraubenköpfe 5. Stärke der oberen Adapterplatte (jeder mm macht den Motor höher und wegen des erforderlichen Doms den Kolben schwerer). 6. Stichmass der Zylinderschrauben incl. Unterbringung der Köpfe. Sie müssen ausserhalb der Zylinder liegen. 7. Einplanung zweier Kopfdichtungen.
Eine Massstabsgerechte Skizze zeigt schnell, wo die Grenzen liegen. Wenn man den W-Zylinderkopf verwenden will ist´s halt eng.
Zitat von ziro im Beitrag #175Du könntest die Kante am Kopf doch überall wegnehmen, nur rund um Deine Schrauben läßt Du das Material stehen. Wie so ein Kleeblatt...
Dann ginge wirklich zu viel Verdichtung flöten. Auch läge dann die Kopfdichtung frei. Ausserdem wäre sie dann beim Anziehen empfindlicher für Verwindung und die verbleibenden Laschen würden sich stärker in die Dichtung ziehen.
Gruß Carsten
Moin,
Du sollst ja nicht senkrecht abschneiden, sondern nur anschrägen. Da liegt keine Dichtung frei. Ist auf der Drehmaschine nicht zu machen, eben wegen der Schrauben, aber mal ernsthaft drüber nachdenken würde ich . . . . . nach der ersten Probefahrt.
Gruß
Wännä
TAAAADAAAAAAAAAAA!
Hach Wännä!
Carsten, Du machst dat schon. Schließlich stehst Du an der Fräse und hast lange über alles nachgedacht. Und solange Du Gegenargumente gegen unser Geschwafel hast, paßt das doch. Ich finde es unglaublich, was Du da baust.
Eine Massstabsgerechte Skizze zeigt schnell, wo die Grenzen liegen.
Genau. Ich bin überzeugt, ALLE wollen, daß dieses außergewöhnliche Projekt im Rahmen dieser Grenzen und der nun schon vorhandenen Teile optimal an den Start gehen und dann auch ein Erfolg werden kann! Gruß Willi
sorry, wenn ich nochmal drauf zurück komme, aber die Zeta-Werte sind in diesem Fall irgendwie nicht so ganz relevant.
Wenn Du angenommenerweise durch ein Rohr vom Durchmesser der Zylinder etwas strömen läßt und baust dann eine solche "Adapterplatte" mit scharfen Kanten ein, dann stellt sich tatsächlich ein gewisser Widerstand ein. Der ist aber sehr gering, weil die Durchmesserunterschiede klein sind. Rechnet man z.B. den idealen Carnotschen Stoßverlust oder wie beim Rechenansatz einer scharfkantigen Meßblende, so wird selbst dann kein wirklich großer Widerstandsbeiwert heraus kommen.
Im Verbrennungsmotor ist aber die Situation eine völlig andere: Das Gemisch strömt über die Einlaßventile in den Zylinder und der größte Verlust entsteht bei der anschließenden Verwirbelung dieses Strahles oder dieser Strahlen (beim Vierventiler). Ob da dann noch eine scharfe Kante in zwei Zentimetern Entfernung zum Hauptstrahl ist oder nicht, ist ohne Belang. An dieser Stelle strömt zu diesem Zeitpunkt nichts. Es gibt im Zylinder keine Rohrströmung, wie in der Anlagentechnik. Die kann sich dort gar nicht aufbauen.
Die Zylinder sind quasi Behälter, in die durch einen oder zwei Stutzen etwas einströmt. Um die Einströmverluste niedrig zu halten, ist über die Jahrzehnte hinweg die Ventiltellerform optimiert worden, aber die engste Stelle bleibt freilich die engste Stelle. Da kommt man nicht drumrum. Mit mehreren Ventilen lassen sich die Querschnitte erhöhen, aber irgendwann ist die Grenze, die Zylinderköpfe moderner Hochleistungsmotoren sind eh schon schweizer Käse.
Beim Austritt aus den Auslaßventilen stellt sich ebenfalls im Zylinder keine wirkliche Rohrströmung ein. Die Gas entweichen erstmal überkritisch, also mit Schallgeschwindigkeit und entsprechendem Lärm durch die geöffneten Ventile. Wenn dann der Druck im Zylinder abgesunken ist, kommt die Ausschubphase durch den Kolben, wobei aber die Gase immer in Richtung der Auslaßventile müssen und sich an einer außenliegenden Kante kaum stören werden. Das ist einfach nur eine Zimmerecke, kein Hindernis.
@ Carsten, freu Dich über die Einschaltquoten. Hoffentlich hält die Mechanik den Bumms auch aus.
Hier geht es nicht um Zylinderköpfe wie Schweizer- oder Meßblenden nach "idialen Carnotschen Stoßverlusten" oder sonstigem Käse. Hier geht es schlicht darum ein Gasgemisch möglichst Verlustfrei in einen Zylinder zu füllen! Gruß Willi
ich verfolge diesen Fred mit Spannung. Du dokumentierst (freiwillig) die Entstehung eines ungewöhnlichen Motors. Anstatt das zu honorieren und zuzuhören, versuchen einige Leute das Ding madig zu reden. Die Beweggründe verstehe ich nicht.
Also die Einschaetzung, das Projekt werde von einigen hier madig gemacht, kann ich nicht nachvollziehen. Als bekennender Nichtschrauber verstehe ich das so, dass Carsten sich mit offenkundigem Sachverstand ein sehr ambitioniertes technisches Projekt vorgenommen hat. Da er das hier im Forum so detailreich vorstellt, gehe ich davon aus, dass er auch Reaktionen, Anregungen und -ja auch- Kritik und den Hinweis auf moegliche Schwachstellen erwartet (und eben nicht nur "blinde" Anfeuerung). All dies ist dann ja auch durch offenbar auch versierte (mich mein ich nicht) Kollegen erfolgt. Alle haben aber doch zum Ausdruck gebracht, dass die dem Projekt Erfolg wuenschen. Ich sehe da jetzt kein Problem und hoffe weiter, dass es amEnde das wird was Carsten sich vorgestellt hat.
Hallo Joggi, danke für diese Zeilen! Genauso trifft das in meinen Augen zu. Da hat Arthur, glaube ich, etwas mißverstanden.
Hier sind eingige Leute unterwegs, die richtig Plan haben. Was Carsten da baut ist super klasse. Sich allein schon da ranzutrauen! Carsten hat aber selber auch schon geschrieben, dass es Tage gibt, an denen man lieber nicht weiterbaut, da es einfach nicht rundlaufen will. Dann hört man besser auf und macht am nächsten Tag weiter.
Genauso können sich in der Planung auch Fehler einschleichen. Da ist keiner von frei. Und viele Augen sehen nun mal mehr oder betrachten es auch mal von einer anderen Seite. Und so kann man neue Ideen erlangen oder evtl. Fehler frühzeitig erkennen und abändern.
Das was hier an Ideen und Vorschlägen kam, hat Carsten alles widerlegen können oder seine Gründe gehabt, warum er es eben nicht so macht. Und das ist doch gut so, wenn man drüber schreibt/spricht.