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 Autos
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Katzenklo Offline



Beiträge: 1.443

03.12.2020 10:07
#2686 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Guten Morgen,


habe mich bislang nicht zum Thema Elektroautos geäußert, wenig Ahnung davon, war für uns nie Thema, kein Interesse.

Dahinter steckt ein sehr deutliches Unbehagen gegenüber dieser Technik. Grund ist weniger, daß da ein Elektro- statt Benzin- oder Dieselmotor unter der Haube ist. Vielmehr gegenüber den ganzen Begleiterscheinungen, die das mit sich bringt.

z.B. gönne ich mir bislang den Luxus, ohne Smartphone durch die Welt zu gehen. Ist eine Sache meiner persönlichen Lebenseinstellung, möchte ich so weitermachen, solange es irgendwie geht. Was ich so gehört habe, wäre das mit Elektroauto sehr, sehr schwierig (Ladesäulensuche, v.a. unterwegs).

z.B. sind nach meinem Eindruck die meisten Elektroautos vollgestopft mit Elektronik - wahrscheinlich nicht, weil das alles sein muß, sondern weil man sich bei der Konstruktion dachte "das machen wir auch gleich mit, dann kommts moderner daher". Die Technik wird einfacher, die Bedienung nicht. Ich bin ein Fan von analoger Bedienung von Geräten und möchte mich im Alltag so wenig wie möglich mit Menüführungen usw. beschäftigen. Macht mir einfach null Spaß.

z.B. geht für mich bei Elektroautos generell das Gefühl, ständig überwacht zu werden, einher. Kann es jetzt nicht ins Einzelne erklären, da bin ich kein Fachmann. Natürlich sind auch moderne Autos mit Verbrenner sehr weit, was das Datensammeln angeht (Navi-Speicherung, Speicherung der Fahrdaten). Aber ich glaube, die Überwachung/automatische Updaterei usw. bei Elektroautos ist noch mal 'ne andere Hausnummer. Will ich nicht.

z.B.: und, ja, Autofahren geht mich immer noch mit einem Stück Freiheit einher. Man hat das Gefühl, man könnte (obwohl mans fast nie macht) spontan hinfahren, wohin und wie weit man will. Tankstellen gibts überall. Und keiner kann mir übers Internet mein Auto lahmlegen oder das Auftanken verweigern (Stichwort Renault Zoe). Solange ich Geld in der Hosentasch' hab', kann ich überall tanken. An die Zapfsäule ran, volltanken, Geld auf den Tresen und tschüss. Muß nicht mal angeben, wer ich bin. Schön.

Mir ist schon klar, daß das, was ich jetzt beschrieben habe, recht diffus und nicht fundiert ist. Aber es geht eben darum, zu beschreiben, was dieses Gefühl des Unbehagens erzeugt. Gefühle spielen ja bei größeren Anschaffungen schon eine große Rolle. Ohne irgendein "Habenwollen" nützen alle Umweltargumente usw. nichts, da sitzt das Geld nicht locker.
Vielleicht versteht Ihr, wie ichs meine.

Mit analogen Grüßen



Katzenklo

Einer muß den Job ja machen!

Wisedrum Offline




Beiträge: 7.728

03.12.2020 10:24
#2687 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Mein Verständnis für deine Ablehnung hast Du. Sehe reine E-Kisten ebenfalls nicht als glückseligmachenden Stein der Weisen in meinem Fall an. Den dürfen sich gern andere an die Backe binden, die sich mehr von ihm erhoffen und mit seiner neben anderen (Reichenweiten)limitierung leben wollen, als ich es mir vorzustellen vermag und möchte. So sieht's derzeit und auch in für mich nicht absehbarer Zukunft aus.

woolf Offline




Beiträge: 9.810

03.12.2020 10:44
#2688 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Ein Auto ist ein Auto, also eine Drecksschweinekiste, die mich von A nach B bringen soll.

Ob elektrisch oder nicht, ist mir egal.
Wenn elektrisch dasselbe kann und tatsächlich umweltfreundlicher ist, dann meinetwegen auch das. Dann meinetwegen sogar etwas teurer.

Tante Edith: "dasselbe können" beinhaltet, "das kann, was ich brauche".

Für alles andere gibt es Motorräder.

Grüße,
W-olfgang

Gelernter Misanthrop.

Wisedrum Offline




Beiträge: 7.728

03.12.2020 11:39
#2689 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Zitat von woolf im Beitrag #2688
Ein Auto ist ein Auto, also eine Drecksschweinekiste, die mich von A nach B bringen soll.



Beim Anspruch an das Auto, mich und noch einiges andere bei Bedarf warm, trocken und gemütlich von A nach B zu bringen, klinke ich mich ein.

Sehe in ihm aber nicht die Kiste, als die Du es betrachtest. Es ist mir mindestens so viel wert wie meine Motorräder. Keine heilige Kuh aber wie die 2Räder ein Fahrzeug, das ich gern mag und ebenso gern mit ihm fahre. Könnte ich sicherlich in einem E-Auto auch. Doch danach ist mir nicht. Mir reicht Teilzeitstromern.

Falcone Offline




Beiträge: 107.237

03.12.2020 11:42
#2690 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Ich finde deine Stellungnahme sehr interessant. @Katzenklo

1. Ohne Smartphone ist ein aktuelles, übliches E-Auto allerdings wirklich nur eingeschränkt nutzbar. Es fängt damit an, dass du einiges an Informationen und Nutzung über das Smartphone abrufst und geht hin bis zur Bedienung über Smartphone. wie z.B. das gerade jetzt im Winter durchaus sinnvolle Vorheizen vor dem Start, solange das Auto noch Strom zapft. Diverse Apps über die Erreichbarkeit von Stromsäulen sind natürlich auch nützlich - aber das nutzen Verbrennerfahrer ja auch: Tankstellen-App. Die Ladesäulen werden aber natürlich auch vom Auto selbst angezeigt. Fazit: Es ist durchaus möglich, ein E-Auto nahezu uneingeschränkt ohne Smartphone zu benutzen, ein Smartphone ist aber hilfreich.

2. Ja, ein E-Auto ist ganz klar ein fahrender Computer. Zusätzliche features kosten den Hersteller wenig oder nix. Man muss sie aber nicht nutzen. Zum Teil musst du sie sogar kostenpflichtig buchen - wenn du diesen zusätzlichen Luxus haben willst. Du kannst so ein E-Auto auch benutzen, indem du es mit der Fernbedienung öffnest, dich hinters Steuer setzt und es einfach einschaltest und damit losfährst. Licht und Scheibenwischer einschalten und bedienen sind in aller Regel (Tesla mal außen vor) genauso einfach zu machen wie bei Verbrennern auch.
Aber du kannst natürlich auch sehr viel Komfort genießen, wenn du willst. Du musst nicht.
Überbordende Elektronik beim Auto ist mir durchaus suspekt, beim Motorrad noch mehr. Der ganz große Unterschied ist jedoch, dass beim Verbrenner diese Elektronik über Stellmotore im Endeffekt immer irgendwas mechanisches verstellt - und da gibt es dann die Defekte. Die Programme lassen sich nämlich hier wie dort ganz schnell resetten oder neu aufspielen, die Schnittstellen zur oder die Mechanik an sich sind das Problem. Und die sind beim E-Auto weitaus geringer. Fazit: Ja - sehr viel Elektronik, aber weit weniger anfällig.

3. Ja, die Überwachung findet statt. Du kannst sie aber beeinflussen und fast gegen Null fahren. Dann verzichtest du aber auf einige Funktionen. E-Autos und aktuelle Verbrenner unterscheiden sich da aber kein bisschen. Fazit: Die Überwachung hat nix mit E-Mobilität zu tun, sondern ist ein generelles Problem neuer Autos.

4. Das geht alles mit E-Autos ganz genauso. Lediglich der Zeitfaktor beim Laden spielt eine Rolle. Klar kann eine Zapfsäule besetzt oder defekt sein - wie beim tanken auch. Mit leerem Tank sitzt du dann genauso auf dem Trockenen wie mit leerer Batterie. Einen Ersatzkanister mit Strom gibt es allerdings nicht, das muss ich zugeben. Dafür gibt es aber überall 230-Volt-Steckdosen. Fazit: Man sollte sein Nutzungsprofil gut abklopfen, bevor man sich für ein E-Auto entscheidet.

Das mit der Freiheit ist übrigens relativ. Für mich ist es auch ein Stück Freiheit, immer jederzeit von zu Hause mit voller Batterie losfahren zu können und keine Tankstelle zu brauchen und auch nicht nach den derzeitigen Spritpreisen schielen zu müssen.

Zuletzt noch das Geld. Derzeit müssen dank Förderung E-Autos nicht teurer als vergleichbare Verbrenner sein. Wenn es für dich aber ohnehin nicht in Frage kommt, derzeit einen Neuwagen zu kaufen, dann ist die Überlegung Verbrenner oder E-Auto natürlich von vorne herein müßig. Obwohl: Es gibt (auch wieder dank Förderung) auf einmal erstaunlich viel günstige gebrauchte E-Autos auf dem Markt.

Die Gründe für den Kauf sind letztendlich vielfältig. Alleine Umweltaspekte oder alleine Kostenersparnis sind nicht stichhaltig und widerlegbar. Es wird eher eine Mixtur von Gründen sein, die zum E-Auto greifen lässt - nicht zuletzt das Interesse an der Technik. Und die ist nun mal sehr überzeugend. Ich wage mal zu schreiben: Wer erst mal E-Auto gefahren hat, ist oftmals oder sogar meistens für einen Verbrenner verdorben. Und dann komm dummerweise das "Habenwollen" wie von selbst.

Deswegen mein Tipp: Leih dir bitte kein E-Auto aus.

Grüße
Falcone

Luja-sog-i Offline



Beiträge: 14.288

03.12.2020 11:46
#2691 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Wie sieht es mit Wertverlust bei E-Mobilen aus? Ist es genauso wie bei Verbrennern, da hat man sein Neuwägelchen noch nicht gesehen, lediglich der Name ist in den Papieren eingetragen, aber das Gefährt hat damit schon 20% Wertverlust. Schlimmer kann man sein Geld kaum vernichten.


Gruß
Monti

O tempora, o mores!

Falcone Offline




Beiträge: 107.237

03.12.2020 11:53
#2692 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Warum sollte es da anders sein? Der Zweitkäufer kann also ggf frohlocken.

Grüße
Falcone

Wisedrum Offline




Beiträge: 7.728

03.12.2020 11:58
#2693 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Ihre derzeitigen Förderprämien tun ein übriges beim Wertverlust, der manchen E-Auto Interessenten eher zum Neuwagen greifen lässt, als zu einem gebrauchten E-Auto mit schnell 'überholter' Technik mit noch magerer Reichweite und langsamen Laden. Möglicher Batterieverschleiß noch nicht dabei betrachtet.

Luja-sog-i Offline



Beiträge: 14.288

03.12.2020 12:06
#2694 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Zitat von Falcone im Beitrag #2690


Deswegen mein Tipp: Leih dir bitte kein E-Auto aus.


Doch! Doch! Doch! Ich kann ihm dann zeigen, wenn der Leihwagen denn ein Tesla sein sollte, wo er beim kurzen Abstellen des Fahrzeugs nicht mehr in den Wagen kommt, da dieser selbständig verriegelt. Ohne Smartphone und Einschalten von Tesla aus der Ferne entriegelt der Wagen auch nicht mehr. Kommt mir zwar "spanisch" vor, denn wenn der Wagen im "Funkschatten" steht und ihn Tesla aus der Ferne trotzdem freischalten kann, dann kann ich es absolut nicht nachvollziehen. Der "Funkschatten" und die Unterbrechung des Datenstroms zu Tesla vom Wagen aus waren doch die Ursache des Verriegelns?! Eine Adresse im Städtchen kann von dem Wagen nicht angefahren werden, da streikt er und macht diese "Fisimatenten".
Lustiger Weise habens genau auf dem Gelände dieser Adresse/Firma nun eine "Stromtankstelle" hingebaut. Ok, einige wenige meter vom besagten Eingang des Gebäudes entfernt, aber genau diese meter machens wohl aus, ob der Wagen "dicht" macht oder nicht.

Irgendwie haben wir den Tesla dann mit einem "Sensor", welcher sich in der rechten Ecke der Windschutzscheibe liegt, unter Zuhilfenahme des "Autoschlüssels" (ein Transponder in Tesla Wagenform) auch schon entriegelt, zumindest kamen wir ins Auto rein... Fragt mich nicht nach Sonnenschein! So ein überteuert' Mistkübel.


Gruß
Monti

O tempora, o mores!

W-iedehopf Offline




Beiträge: 6.686

03.12.2020 12:19
#2695 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Zitat
Wer erst mal E-Auto gefahren hat, ist oftmals oder sogar meistens für einen Verbrenner verdorben.



Stimmt nicht.
Mein Chef ist wieder umgestiegen auf Verbrenner ( Mercedes )
Dabei hat er sich extra eine eigene E-Ladesäule für senen Tesla aufs Firmengelände ( direkt vor meinen Fenster ) bauen lassen.
Seine Beweggründe weiß ich nicht.

Mit dem Fuhrparkbeauftragten hab ich allerdings mal gesprochen.
Der fand die Karre Scheiße.
Die nächste Werkstatt war in Stuttgart, ein paar mal mit allerletzter Kraft nach Hause gekommen, Wartezeiten beim laden unterwegs...

Ob es letztendlich das war oder andere Gründe, ich weiß es nicht.

Am Geld kanns auf jeden Fall nicht liegen.

Luja-sog-i Offline



Beiträge: 14.288

03.12.2020 12:23
#2696 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Mein Co. hat sich nach dem Tesla auch für einen dieselnden Neuwagen mit Stern entschieden. Der hat die Schnauze voll, der Tesla ist allerdings noch im Fuhrpark.
Was ganz schön ist, die "Spielereien" auf dem riesigen Tableau in Armaturenmitte.

Gruß
Monti

O tempora, o mores!

w-paolo Offline




Beiträge: 24.661

03.12.2020 14:36
#2697 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Da gehe ich fast vollkommen konform mit Katzenklos Sichtweise.

Ausserdem hatte er auch mal einen handgeschalteten Zweitakt-Blechroller namens VESPA PX 200,
was ihn nebenbei tendenziell sowieso schon sympathisch sein lässt.

Paule.

Es gibt nur einen Jahrhundert-Reifen !

Rolf Offline




Beiträge: 853

03.12.2020 14:48
#2698 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Unser E-Up war mal mein Firmenwagen und kostete 2014 28.000 € brutto (einige Extras, keine Förderung, aber die Mehrwertsteuer).
Der Restwert war damals nicht zu schätzen mangels Erfahrung. Die Batterie sollte nur ein paar Jahre halten und dann 10.000 € für eine neue.
2017 wurde der E-UP für 19.000 € (allerdings inclusive Wallbox) in die Nachbarschafts-Autogruppe übernommen.
Inzwischen beträgt der Wert bei über 60.000 km nur noch um die 9.000 €, da man für 14.000 € (Förderung schon abgezogen) einen neuen E-Up mit mehr Reichweite bekommt (wenn er denn geliefert wird).
Also ca. 3.000 € Wertverlust pro Jahr, bei extremen Randbedingungen. Nicht schön, aber auch nicht gewaltig und nach ein paar Jahren wird es besser aussehen.

Die Batterie hält munter weiter durch, die Betriebskosten sind extrem niedrig und er wird sehr gerne gefahren.

Zu den Zugangsspielereien: wir haben auch einen Scenic aus 2014 im Fuhrpark, mit ohne Schlüssel. Wenn die Batterie all ist (im Schlüssel oder im Auto) kommt ein winziger Notschlüssel zum Einsatz.
Das ist also nichts typisches für E-Autos, wie viele andere angesprochene Dinge auch.
Die Fehlerbeschreibung beim Tesla (Funkloch) scheint mir falsch zu sein. Man sollte evtl. mal die Bedienungsanleitung durchlesen.
Ohne eigene Wallbox sollte man sich (trotz inzwischen zahlreicherer Ladestationen) kein E-Auto zulegen.

Falcone Offline




Beiträge: 107.237

03.12.2020 15:36
#2699 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

... wobei ein flexibl nutzbares Ladekabel, dass neben einer 230-Volt-Dose auch an Starkstromdosen mit 400 Volt und bis zu 22 kW zapfen kann, durchaus eine Alternative ist, wie ich finde.

Grüße
Falcone

Caboose Offline




Beiträge: 9.532

03.12.2020 17:37
#2700 RE: Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie Antworten

Aber die Länge ....

Gruß, Caboose

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