ich habe mir eine simple Vorrichtung gebastelt, mit der ich überprüfen kann, ob das Ritzel, die Schwingenachse und die Hinterachse in einer Linie stehen. Dazu sollte man allerdings die Federbeine ausbauen, was eigentlich kein großer Aufwand ist.Wenn alle drei Punkte in einer Linie liegen, wird die Kettenspannung so eingestellt, dass die Kette kurz vor "stramm" ist. Auf diese Weise kann man sicher sein, dass auch beim (theoretischen) maximalen Einfedern nie zuviel Kettenspannung entstehen kann und damit zuviel Belastung auf der Ritzellagerung.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Zitat von Lonzoglunz im Beitrag #152ich habe mir eine simple Vorrichtung gebastelt, mit der ich überprüfen kann, ob das Ritzel, die Schwingenachse und die Hinterachse in einer Linie stehen.
Kommt mir irgendwie bekannt vor Achja aus der Datenbank (Klaus)
ja, in der Tat, da hat jemand die gleichen Überlegungen wie ich angestellt, nur noch etwas praktischer mit der Abstands-"Lehre" zwischen den beiden Federbeinaufnahmen. So ein einfaches Hilfsmittel ist schnell mal eben hergestellt.
Gruß
Lonzoglunz
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wer nichts weiß, muss alles glauben.
ich habe eine generelle Frage zum Kettenwechsel. Soweit ich es in verschiedenen Foren gelesen habe, wird bei den meisten Motorrädern eine offene Kette verbaut, die nach dem Einbau mit eine Hohlnietschloss vernietet wird.
Gibt es einen Grund, warum bei der W empfohlen wird, die Schwinge auszubauen und einen Endloskette zu verbauen?
Ich habe vor zwei Jahren eine offene Kette an meinem Gespann verbaut und musste feststellen, daß das vom Zeitaufwand ungefähr gleich ist. Ich hatte die offene Kette an meinem Gespann nur verbaut, weil ich zum Schwingenausbau immer den Beiwagen abschrauben muss.
Der Vorteil beim Schwingenausbau, man kann gleich mal die Lager überprüfen und Lager und Achse mal neu fetten und es empfiehlt sich, die Schwinge innen zu konservieren, indem man z.B. Kettenspray durch die Öffnungen der Kettenspanner in die Schwinge sprüht.
-- Blog Ich springe hoch, ich springe weit, warum auch nicht, ich hab' ja Zeit. Frei nach H.E.
ich habe letztes Jahr auch den Kettensatz erneuert und bin froh, das ich die Schwinge ausgebaut habe. Zum einen war es an der Zeit, das alte Fett zu entfernen und durch neues zu ersetzen. Die beiden Nadellager und die Achse waren in einem Top Zustand. Aber die beiden Dichtringe nicht mehr, die waren verschlissen und ich habe sie erneuert. Auch das Innere der Schwinge, und ganz besonders die linke Seite war extrem rostig. Gut an dem wirklich gammeligen Gewinde der Kettenspanner Schraube zu sehen. Ich habe die Schwinge so gut es ging ausgeblasen und mit Aceton gespült. Und nach dem trocknen beide Seiten durch die Gewindebohrung mit Fertan Holraumwachs eingesprüht.
Was schätzt ihr, wie lange ein Kettenwechsel mit Schwingenausbau beim ersten Mal dauert? Geschraubt wird bei mir vor der Haustür ohne Hebebühne. Werkzeuge habe ich alle da. So ganz ungeübt bin ich beim Schrauben auch nicht.
Das erste Mal für Dich und/oder das erste Mal an Deiner W? Schwer einzuschätzen, aber 3-4 Stunden denke ich sollte beim ersten Mal geplant werden. Wenn’s das erste Mal an der W ist, wirst Du vermutlich mit dem Ritzel kämpfen (Verlängerung nötig). Beim lösen der Bremsstange achte auf die kleine Scheibe direkt hinter der Feder - sie hat kein Standard-Maß. Ansonsten: Falcone und ich hatten einen Kettenwechsel sehr ausführlich dokumentiert und Falcone hat das in die DB gestellt. Edit: Falcone war schneller … Edit-II: Kettenwechsel mit Schwingenausbau
Am längsten dauern eigentlich die Putzarbeiten, die man in diesem Zusammenhang erledigt oder erledigen sollte. Oft wird das ja auch noch in Verbindung mit einem Reifenwechsel gemacht.
Und dran denke, bevor man das Hinterrad ausbaut, die Ritzelmutter lösen, sprich, wenn die Kette noch drauf ist und man den Fußbremshebel noch blockieren kann. Sonst wirst Du keine CHance haben die Ritzelmutter zu lösen.
Ich habe heute die Schwinge wieder eingebaut, das hat keine halbe Stunde gedauert ohne Hinterradeinbau.
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Und übrigens: Wenn es keinen der genannten Gründe für den Schwingenausbau gibt, spricht absolut nichts gegen ein Nietschloss. Hab ich bei der S 1000 RR bereits zweimal gemacht und man musste schon sehr genau hinsehen, um das Vollnietschloss von den anderen Kettengliedern zu unterscheiden. Das ist dann praktisch eine Endloskette.
Ich gehe mal davon aus, dass ein Hohlnietschloss noch deutlich einfacher zu verbauen ist
Ich würde nach dem Schwingenausbau und ohne Hinterrrad mal an der Schwinge rütteln. Wenn die sich seitlich bewegt musst bei der Montage Scheiben beilegen. Bei mir waren die Laschen für die Schwingenaufnahme nicht richtig angeschweisst (zu weit Auseinander) und die Schwinge wurde mit dem Anziehen der Mutter nicht richtig fest. Das minimale Spiel* machte die Fahrt bei über 130 zum Abenteuer. Ausserdem war die Bohrungen an den Laschen auf einer Seite leicht oval durch das Spiel. Ich habe mir dann eine dickere Abdeckscheibe gedreht und eingebaut. Durch das Anziehen ab Werk sind aber die beiden Laschen nicht mehr parallel, weil die zusammengezogen werden. Beim nächsten Schwingenausbau werde ich die beiden Laschen mit einer Gewindestange oder mit einem Wagenheber auseinander bzw. parallel drücken und eine noch dickere Scheibe verbauen.
*das Spiel merkt man nur ohne Hinterrad und ohne Dämpfer und kann man auch mit einer Fühlerlehre auf der rechten? Seite messen. Mit der Fühlerlehre merkt man auch, dass die Laschen nicht parallel sind.
Zitat von Serpel im Beitrag #163Und übrigens: Wenn es keinen der genannten Gründe für den Schwingenausbau gibt, spricht absolut nichts gegen ein Nietschloss. Hab ich bei der S 1000 RR bereits zweimal gemacht und man musste schon sehr genau hinsehen, um das Vollnietschloss von den anderen Kettengliedern zu unterscheiden. Das ist dann praktisch eine Endloskette.
Ich gehe mal davon aus, dass ein Hohlnietschloss noch deutlich einfacher zu verbauen ist
Gruß Serpel
Oder - so machen es manche Fahrer von Oldtimer-Grand-Prix-Motorrädern: Man nutzt ein Clip-Schloss und verklebt den Clip mit Silikon (natürlich auf entfettetem Blech und Clip). Vorteil: geht schnell aufzumachen. Hat sogar bei meiner bärenstarken SR gehalten…