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Dieses Thema hat 193 Antworten
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Maggi Offline




Beiträge: 36.829

10.10.2016 07:06
#76 RE: Gedichte antworten

Zitat
Woher habe ich nur dieses Gedichtlein?


Steht doch drunter.

--
Blog
Brille? Schielmann

Elric Tengwar Offline




Beiträge: 1.791

14.10.2016 12:17
#77 RE: Gedichte antworten

...was ich noch ganz dringend loswerden wollte:


Ein Mensch, der ein Motorrad lenkt
Ist klug, wenn er dabei bedenkt,
Dass das Gebild' aus Menschenhand
Erfahrung fordert und Verstand

Denn sieh: es ist auf keinen Fall
Bloß Gummi, Kunststoff und Metall
Glas, Blech und Lack, kurzum: "Materie"
Kein totes Ding aus einer Serie

Kein Aggregatskonglomerat
Aus Elektrizität und Draht
Das nicht verspürt, wenn man es quält:
Oh nein, ein Moped ist beseelt!

Drum, Mensch, behandle das Getriebe
Mit Kennerschaft, gepaart mit Liebe

Geschmeidig fahren, sprich: zu "gleiten"
Bedingt hinwiederum beizeiten
Und ganz besonders bei noch kalten
Motoren lastfrei hochzuschalten

Gib Acht stets auf die Sraßenbreite
Lass unten die gummierte Seite
Spar nicht am Öl! Und nicht am Fett
Behandle Dein Motorrad nett

Dann dankt es Die auf seine Art
durch Mopedtreue -

- gute Fahrt!

PepPatty Offline




Beiträge: 5.385

14.10.2016 21:08
#78 RE: Gedichte antworten


Sauber!!

Grüße PepPatty

Falcone Offline




Beiträge: 96.666

15.10.2016 10:19
#79 RE: Gedichte antworten

Klasse.
Das Gedicht könnte direkt aus einem Motorradlehrbuch der 50er Jahre stammen. Da war so was ja en vogue

Grüße
Falcone

manx minx Offline




Beiträge: 9.567

15.10.2016 11:07
#80 RE: Gedichte antworten

da hoert man foermlich die stimme des melittasprechers dazu!

https://www.youtube.com/watch?v=pAOSf0iIKx4

(so ab 2:40 min)

schapoh, altes monokel!

Muck Offline




Beiträge: 6.528

15.10.2016 19:08
#81 RE: Gedichte antworten

Zitat von manx minx im Beitrag #80
da hoert man foermlich die stimme des melittasprechers dazu!

So a Oidweiberkaffee is ja ur grauslich. Da is noch a Cola besser.

manx minx Offline




Beiträge: 9.567

15.10.2016 19:28
#82 RE: Gedichte antworten

der kaffee scho. aber die werbung is so brutal, dass scho wieder leiwaund is.

Brundi Offline



Beiträge: 29.628

15.10.2016 19:52
#83 RE: Gedichte antworten

Zitat von Falcone im Beitrag #79
Das Gedicht könnte direkt aus einem Motorradlehrbuch der 50er Jahre stammen. Da war so was ja en vogue


Lang, lang ist's her!

Grüße
Brundi

Falcone Offline




Beiträge: 96.666

15.10.2016 19:56
#84 RE: Gedichte antworten

Gar nicht. ´s ist wie grad gestern.

Grüße
Falcone

Brundi Offline



Beiträge: 29.628

15.10.2016 20:03
#85 RE: Gedichte antworten

"Fühlt sich an, als sei es gestern gewesen".. war der Standardspruch meines Uropas!

Grüße
Brundi

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

15.10.2016 22:21
#86 RE: Gedichte antworten

Versuchslabor

Um des Forschers Ruhm zu mehren,
und der Wissenschaft zu Ehren,
sterbt ihr einen schlimmen Tod,
Eure Schreie in der Not
erreichen keines Menschen Ohr,
Ratten im Versuchslabor.

Festgeschnallt auf kalten Tischen,
keine Chance zu entwischen,
bringt Euch des Menschen Hand den Tod,
in euren Augen Angst und Not,
steht so vielen noch bevor,
Ratten im Versuchslabor.

Lacke, Farben, giftige Stoffe,
weil der Mensch auf Fortschritt hoffe,
verbrannt, zerstückelt und geschunden,
Elektroden im Gehirn gefunden,
Der Nobelpreis steht bevor,
Ratten im Versuchslabor.

Todgeschunden, weggeschafft,
alles im Dienst der Wissenschaft.
Folterqualen mannigfaltig,
Forscher phantasiegewaltig,
Im Erfinden von Todesarten,
jedes Mitleid er verlor,
Ratten im Versuchslabor.

Stets will ich nur dafür Leben,
Euch die Freiheit wieder geben,
alles setz` ich dafür ein,
Ihr sollt einmal glücklich sein,
ein langer Kampf wird es zuvor,
für Ratten im Versuchslabor!

Für all die Vergessenen in deren Schuld wir stehen!

(Verfasser unbekannt)

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

20.10.2016 23:47
#87 RE: Gedichte antworten

Leises Rascheln

Leises Rascheln, Abendzeit
und ein Igel ist bereit
geht in dieser dunklen Nacht
auf die Suche mit Bedacht

Leise schiebt er hin und her
Blätterberge und noch mehr
sucht nach Futter und Quartier
deshalb raschelt es so hier

Sehen kann man ihn ja nicht
diesen kleinen goldigen Wicht
doch es ist des Herbstes Zeit
und der Winter nicht mehr weit

(Gerhard Ledwina*1949)

manx minx Offline




Beiträge: 9.567

21.10.2016 07:28
#88 RE: Gedichte antworten

seine stacheln haengt der igel
abends an den kleiderbuegel.
denn legt er sich mit stacheln hin,
gibt's aerger mit der igelin.

(manxman, *im letzten jahrhundert)

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

23.10.2016 23:43
#89 RE: Gedichte antworten

Das erste Mal

An diesem Tag ist es endlich soweit,
zum ersten Mal wird es geschehn.
Ich fühle es, ich bin nun bereit
bis zum Äußersten heute zu gehn.

Ich steh' vor der Tür, mir zittern die Hände.
Nun los, denk ich, worauf noch warten!
Dann steck ich den Schlüssel ins Zündschloß behende
und versuche den Wagen zu starten.

Mit energischem Griff am Starter gedreht,
das Brummen des Motors mein Lohn.
Kupplung und erster Gang eingelegt -
das Auto hüpft freudig davon.

Den Berg hinauf mit zwanzig Sachen,
die Straße mein neues Revier.
Ich und nervös? Da kann ich nur lachen.
Nervös ist der Mann neben mir.

Ich fühle den Rausch der Geschwindigkeit
und schalt' in den zweiten Gang.
Bis ans Ende der Welt fahr ich heut,
oder zumindest die Hauptstraße lang.

Davon habe ich viele Jahre geträumt,
ich bin wie ein Vogel so frei.
Mein Auto ist nun mein bester Freund
und ihm schwöre ich ewige Treu'.

(Poldi Lembcke *1955)

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

01.11.2016 13:22
#90 RE: Gedichte antworten

Allerheiligen

Denkt an die Toten , die in Friedhöfen liegen begraben,
die das oft nicht leichte Leben hinter sich gelassen haben.
Sie haben uns aus ihrem Leben Erinnerungen hinterlassen.
Es ist schmerzlich für uns Menschen, den Tod zu erfassen.

Wenn wir an ihn denken, läßt er uns meistens schaudern;
deshalb vermeiden wir gerne, über das Thema zu plaudern.
Auch wenn wir den Tod tabuisieren, so holt er uns doch ein,
führt uns vom Menschsein hin erst zum vollendeten Sein.

Lassen wir uns im Dieseits die Lebensfreude nicht rauben,
denn der Tod ist nicht das Letzte, das dürfen wir glauben!
Für uns lebende Menschen ist der Weg zum Sein oft weit.
Wir hoffen, daß die Verstorbenen schauen der Herrlichkeit.

(Leo Seiter - 1949)

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