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Dieses Thema hat 193 Antworten
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Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

15.09.2016 23:46
#61 RE: Gedichte antworten

54zjcqleb2j.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ach, und ich hatte den Ton auf leise.

Soweit so gut
Zyklop

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

15.09.2016 23:51
#62 RE: Gedichte antworten

He Maggi noch wach, ist bald Mitternacht, ich gehe jetzt schlafen u. wünschten euch ‚gute Nacht !

Soweit so gut
Zyklop

PepPatty Offline




Beiträge: 5.385

15.09.2016 23:51
#63 RE: Gedichte antworten

Cool, wa??



@Maggi Du hast mal wieder nix verstanden.

Grüße PepPatty

Maggi Offline




Beiträge: 36.829

16.09.2016 00:06
#64 RE: Gedichte antworten

Zitat
Du hast mal wieder nix verstanden.


Macht doch nix, Hauptsache ist doch, Du hast den Durchblick.

--
Blog
Brille? Schielmann

Nisiboy Offline




Beiträge: 4.622

16.09.2016 00:18
#65 RE: Gedichte antworten

Ich wünsche allen, die gern mal Lyrisches genießen, eine gute Nacht:

http://tobschall-online.de/katrin/ged_moep.htm

Leider ist as gestalterisch kein Leckerbissen.

Grüße aus dem Norden

Nisiboy

PepPatty Offline




Beiträge: 5.385

16.09.2016 11:19
#66 RE: Gedichte antworten

Grüße PepPatty

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

17.09.2016 18:02
#67 RE: Gedichte antworten

Silvester bei den Kannibalen

Am Silvesterabend setzen
Sich die nackten Menschenfresser
Um ein Feuer, und sie wetzen
Zähneklappernd lange Messer.

Trinken dabei – das schmeckt sehr gut –
Bambus-Soda mit Menschenblut.

Dann werden aus einem tiefen Schacht
Die eingefangenen Kinder gebracht
Und kaltgemacht.
Das Rückgrat geknickt,
Die Knochen zerknackt,
Die Schenkel gespickt,
Die Lebern zerhackt,
Die Bäuchlein gewalzt,
Die Bäckchen paniert,
Die Zehen gesalzt
Und die Äuglein garniert.

Man trinkt eine Runde und noch eine Runde.
Und allen läuft das Wasser im Munde
Zusammen, ausnander und wieder zusammen.
Bis über den feierlichen Flammen
Die kleinen Kinder mit Zutaten
Kochen, rösten, schmoren und braten.

Nur dem Häuptling wird eine steinalte Frau
Zubereitet als Karpfen blau.
Riecht beinah wie Borchardt-Küche, Berlin,
Nur mehr nach Kokosfett und Palmin.

Dann Höhepunkt: Zeiger der Monduhr weist
Auf Zwölf. Es entschwindet das alte Jahr.
Die Kinder und der Karpfen sind gar.

Es wird gespeist.

Und wenn die Kannibalen dann satt sind,
Besoffen und überfressen, ganz matt sind,
Dann denken sie DER geschlachteten Kleinen
Mit Wehmut und fangen dann an zu weinen.

(Joachim Ringelnatz 1883-1934)

Maggi Offline




Beiträge: 36.829

17.09.2016 18:23
#68 RE: Gedichte antworten

Liedchen

Die Zeit vergeht,
Das Gras verwelkt,
Die Milch entsteht,
Die Kuhmagd melkt.

Die Milch verdirbt.
Die Wahrheit schweigt.
Die Kuhmagd stirbt.
Ein Geiger geigt.

(Ringelnatz)

--
Blog
Brille? Schielmann

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

23.09.2016 01:32
#69 RE: Gedichte antworten

Was mir Angst macht,
ist nicht die Unterdrückung der Bösen,
sondern es ist die Gleichgültigkeit
der Guten.
Denn die Dunkelheit lässt sich nicht
durch die Dunkelheit verjagen,
das kann nur das Licht allein.
Der Hass lässt sich nicht durch
den Hass verjagen; das kann nur
die Liebe allein.


(Martin Luther King 1929 - 1968)

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

26.09.2016 18:28
#70 RE: Gedichte antworten

Herbst
Astern blühen schon im Garten;
Schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen, die den Tod erwarten
Durch des Frostes Henkerbeil.
Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
Unbewegt im blauen Duft.
Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.

Detlev von Liliencron (1844 – 1909)

Joggi Offline




Beiträge: 1.772

26.09.2016 18:56
#71 RE: Gedichte antworten

Zum Vortrag kommt im Dämmerlicht
Ein traurig klingend Herbstgedicht.
Mahnung an vergangene Wonnen,
an Stunden, die zu schnell veronnen.
Ein weiteres Jahr steht auf der Kippe
Und wenn Zyklop so weiter macht
lenk ich die W über sie Klippe.

Nach der Herbstdeprie ist vor der Herbstdeprie, oder andersrum.

Gruß Joggi

Gruß
Joggi

manx minx Offline




Beiträge: 9.567

26.09.2016 19:00
#72 RE: Gedichte antworten

@ joggi:

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

03.10.2016 21:02
#73 RE: Gedichte antworten

Der Wert des Nichts

Viele Speichen treffen die Nabe,
die Leere dazwischen macht erst das Rad.

Lehm formt der Töpfer zu ein Krug,
die Leere darinnen macht das Gefäß.

Stein für Stein baut der Maurer,
die Leere darin macht das Haus.

Die Natur bildet die Form eines Kopfes,
die Leere darin macht seinen Wert erst aus.

Lebensweisheit von Lao Tse x v.Chr

Zyklop Offline




Beiträge: 1.628

09.10.2016 22:24
#74 RE: Gedichte antworten

Fleisch und Blut

Er steht ihr gut, der runde Bauch
weiß nicht, das den Teufel im Leibe sie trägt
strahlt was warm mütterliches aus
was schaden könnte wird fürsorglich verschmäht.

Er wuchs auf , mit Tiefen und mit Höhen
Kindheit und Jugend plätscherten dahin
hatte wenige Freunde, keine Hobbys zum frönen
so manches im Leben, machte nicht wirklich Sinn.

Seit vielen Jahren sitzt er hinter Gittern
brachte zwei Menschen aus Habgier um
angeblich kann er sich nicht erinnern
seine Mutter fragt sich bis heute „warum“?

Eine Bestie von Kind, hat sie groß gezogen
pervers und eiskalt in dem was er tut
hat verzweifelt ihn für immer verstoßen
und bleibt doch, ihr eigen Fleisch und Blut...

(Anonym 1968)

Luja-sog-i Offline



Beiträge: 9.857

10.10.2016 06:54
#75 RE: Gedichte antworten

Zitat von Maggi im Beitrag #60

Zitat
Eines meiner Lieblingsgedichte ist dieses:

Mir wird jetzt auch einiges klarer...




Dann ist's doch gut!

Woher habe ich nur dieses Gedichtlein? Hmmm???



Es murmeln die Wellen, es säuselt der Wind
sie schaukeln im Spiele den Nachen geschwind.
Wir schreiten hinunter das Ufer entlang
und singen am Ruder den Morgengesang.

Der Himmel ist heiter, das Wasser ist hell
es springen die Lämmer am rauschenden Quell.
Wir hören die Vögel im sonnigen Grün
wo duftend die Blumen zu Tausenden blühn.

Wir folgen den Wellen mit lachendem Sinn
die plätschernd wissen am besten, wohin;
noch strahlt uns der Morgen mit rosigem Licht
wir kennen die Sorgen des Lebens noch nicht.

O Morgen, o Jugend, wie eilst du vorbei
gleich singenden Kindern im blühenden Mai;
wie spielen die Lüfte, wie Welle im Tal
wie Blüten und Düfte enteilt dein Strahl!

Und wachsen die Schatten und nahet die Nacht
in ernster, in stiller, erhabener Pracht,
dann kehren wir wieder dem Vaterhaus zu
und landen am Ufer und gehen zur Ruh


Text: nach Guido Gössen - Franz Graf Pocci (1807-1876)
Musik: Carl Maria von Weber (1786-1829) aus Oberon




Gruß
Monti

--------------------------------------------------
https://www.youtube.com/watch?v=wCVIs9Hro30
VOX POPULI, VOX DEI

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