Zitat von Falcone im Beitrag #1601Hast du dir denn nun den BT aufschwatzen lassen?
Ne - ich ich bin erstmal unverichteter Dinge abgezogen. Der Road Classic ist glaub ich serienmäßig auf der Guzzi V7. Da gibt es viele Berichte das der sehr "unrund" sei.
Bis jetzt fährt sich der BT46 völlig problemlos. Bei Nässe und Trockenheit ebenso in der Kurve stabil, aber ich warte ab ob er auch so zu Sägezahn neigt an Vorderreifen. Er soll das ja im Gegensatz zum BT45 besser machen.
-------------------------- "Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom." Albert Einstein
Im Youngtimer-Reifentest in der MOTORRAD wurde ja der Road Classic auf der Triumph Bonneville T 120 getestet, es gab doch einige Kritikpunkte: "leichtes Shimmy wahrnehmbar" und "leichtes Aufstellmoment in Schräglage" sowie "lenkt etwas träger ein".
Leicht verwunderlich, nachdem hier alle von diesem Pneu offensichtlich recht angetan sind
ZitatDer "Conti Road Attack 3" ... ist viel zu teuer
Das sehe ich auch so, obwohl ich den Reifen sehr schätze.
Eine T120 ist eben keine W. Das ist generell das Problem mit den Vergleichen bei unterschiedlichen Motorrädern und - in diesem Fall - sogar unterschiedlichen Reifengrößen. Bei der W habe ich bislang weder Shimmy wahrgenommen noch gibt es beim Bremsen in Schräglage Aufstellmomente. Lenkt etwas träger ein als der Conti stimmt hingegen. Der Conti fährt merklich agiler als der Michelin. Wenn man also Kurvenjunkie ist, solle einem das der Aufpreis eventuell wert sein.
So nun habe ich den BT46 auf der Tour nach Hildburghausen mal länger beobachten können. Er lenkt sich leichter ein als der Vorgänger, die Haftung ist mehr als ausreichend, ist auch bei hohen Geschwindigkeiten jenseits von 130kmh spurstabil, Nässe konnte nicht getestet werden, einmal ist er in einer Kurve eine Spurrille gefolgt, so das ich aufmachen musste. Luftdruck habe ich 2,7 hinten und vorne 2,4 gefahren, da die W in der kalten Tiefgarage stand.
Hoffe nun das sich der Sägenzahn , wie versprochen , nicht so stark einstellt.
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Zitatauch bei hohen Geschwindigkeiten jenseits von 130kmh spurstabil
Habe eben mal meine BlackBox mit den Fahrdaten von gestern ausgelesen und da gibt es auch keine Fehlermeldung bei der Höchstgeschwindigkeit ! 8888.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Habe vor ein paar Tagen auch den Bridgestone BT64 aufziehen lassen, nachdem der von Werk aus montierte Dunlop K300 in die Jahre gekommen ist und nicht mehr genug Profil übrig war. Als Grünschnabel (fahre Motorrad erst seit letztem Jahr) und nach wenigen kM mit dem bt46 kann ich nur sagen, dass er deutlich weniger Spurrillen folgt als der K300. Ansonsten tut er einfach was er soll
Zitat von OllZ im Beitrag #1613Luftdruck habe ich 2,7 hinten und vorne 2,4 gefahren, da die W in der kalten Tiefgarage stand.
Fahrt ihr alle so hohe Drücke?
Im Handbuch steht: vorne 2 Bar, hinten: 2,25 - 2,5 Bar (je nach Beladung). Die Werkstatt hat auch 0,3 Bar mehr reingedrückt, was mich zur Frage führt: Sind die Angaben im Handbuch eher nicht zu empfehlen?
Es kommt auf den Reifen an. Das Handbuch wurde im "letzten Jahrhundert" verfasst, die Reifenentwicklung ging weiter. Beim BT 45 waren 2,5 vorne und 2,8 hinten eine gute Empfehlung. Bei Conti und Michelin sind es eher 2,3 vorne und 2,5 hinten. Leider habe ich noch keine Erfahrung mit dem BT46, gehe aber davon aus, dass irgendwas zwischen Michelin und BT45 nicht ganz falsch sein wird.
Ich würde das an Hand der Fahreigenschaften festmachen:
1. vorne: Wenn du bei konstanter Schräglage Gegenkraft am inneren Lenkerende benötigst, ist zu wenig Druck im Reifen (oder dieser an den Schultern durch). Umgekehrtes gilt ebenso (dann etwas Luft ablassen). Bei korrektem Druck muss ein Motorrad kräftefrei um die Kurve gehen (nach dem Einlenken natürlich).
2. hinten: Wenn das Motorrad teigig einlenkt, ist zu wenig Luft im Reifen, wenn’s zu zackig geht, zu viel. Ist deutlich schwieriger herauszufinden, wo das Optimum liegt.
Generell warne ich vor zu wenig Luft in den Reifen; ist so ne moderne Seuche, dass jeder, der "was auf sich hält", mit utopisch niedrigen Drücken im Reifen prahlt. Angeblich werde die Haftung dabei so stark erhöht, dass man 60 Grad Schräglage fahren könne ...
Meine W800, die auch 650er schon, neigen bei höheren Geschwindigkeiten, so sie (mal) gefahren werden, durch zu wenig Luft vorne im Reifen zum Pendeln. Aus diesem Grund fülle ich beim Luftdruckkontrolieren in Intervallen nach Duktus eher etwas mehr Luft auf als den empfohlenen Wert, zumal sich bei den beschlauchten Reifen auch ohne Schäden stets Luft von allein verdünnisiert. Dieses ganze Schräglagen- zackig oder nicht Fahrlenkverhaltensding im Zusammenhang mit dem Luftdruck ist mir dabei egal bei meiner Art, die W zu fahren. Einzig, mit mehr Luft oder dem 'richtigen' Luftdruck im Reifen, rollt die W, auch zu zweit besetzt, leichter und lässt sich ohne Motorlauf besser rangieren. Beides gefällt mir.