Zu hohe Drehzahl ? Oder zu viel Ventilspiel und das Platterl hat sich quer gelegt ? Bei der Laufleistung ist die Ventilführung sicher nicht zu eng gewesen. Oder zu warm geworden und dann hat's gezwickt.
Ventilsteuerung noch in Ordnung ? Ölkreislauf ? lg Andi
p.s. Die Macken im Kolben wären mir egal. Ventil tauschen, Ventilführung wenn notwendig? Und wichtig was gegen zu hohe Motortemperaturen unternehmen.
Bei zu hoher Drehzahl hätten eigentlich alle Ventile oder zumindest ein Ventilpaar betroffen sein müssen. Aus irgendeinem Grund hat entweder das Ventil im Schaft gefressen oder es hat sich ein Shim verkantet und das Ventil zu weit geöffnet. Wobei ich letzteres vermute.* Auf jeden Fall hätte man den Fehler schon vorher sehen können, ohne den Kopf abzunehmen, wenn das Ventil in dieser Position feststeckte. An eine zu hohe Temperatur glaube ich nicht so recht, schon gar nicht bei diesen Witterungsbedingungen. Der Brennraum sähe dann zudem anders aus. Wenn mit der Ölversorgung was nicht stimmt, ist erfahrungsgemäß zuerst das Pleuellager betroffen. Trotzdem natürlich das Ölsieb und den Druck prüfen.
Ich bin auch der Meinung, dass man den Kolben nicht austauschen muss.
* edit: Ist der Ventilschaft oben beschädigt und war der Shim noch an seinem Platz?
Zitat von Falcone im Beitrag #74 oder es hat sich ein Shim verkantet und das Ventil zu weit geöffnet. Wobei ich letzteres vermute.* [...] * edit: Ist der Ventilschaft oben beschädigt und war der Shim noch an seinem Platz?
Dann wurde der Shim* aber falsch eingelegt. Ein korrekt eingelegter Shim verkantet sich nicht. Wenn das Ventilspiel stimmt. Aber dann wäre ja nicht der Shim die Ursache, sondern das Spiel.
Richtig. Hatte ich schon zwei Mal. Einmal mit Motorschaden und einmal noch rechtzeitig wegen des veränderten Tickerns gemerkt. Betroffen ist beide Male das rechte Auslassventil des linken Zylinders. Ich habe mir zusammengereimt, dass es so passiert: Beim Ventile einstellen wird der Auslasskipphebel des linken Zylinders nach rechts weggeschoben, dann der Shim des rechten Ventils gewechselt. Normalerweise erfolgt dann, nachdem alle notwendigen Shims getauscht wurden, ein zweiter Messsdurchgang zur Kontrolle. Bei diesem sieht man dann sofort, ob der Kipphebel wieder richtig mittig auf dem Shim sitzt. Erfolgt dieser - aus irgendwelchen Gründen auch immer - nicht, kann der Kipphebel außerhalb des Shims oder zumindest nicht mittig auf das Ventil drücken. Bei meinem ersten Fall mit Motorschaden, bei dem ich den kaputten Motor kaufte, fand sich der Shim im Zylinderkopf. Bei dem zweiten Fall habe ich selbst diesen oben beschriebenen Fehler gemacht und wurde beim Probelauf durch ein anders klingendes Tickern aufmerksam. Nach dem Abnehmen des Ventildeckels sah ich einen leicht verkanteten Shim in seinem Sitz und einen nicht vollständig nach links zurückgeführten Kipphebel. Daraufhin reimte ich mir das zusammen. Und das ist jetzt der dritte Fall mit einem Problem am rechten Auslassventil des linken Zylinders.
(Vermutlich ist "die shim" richtig, es ist ja eine Scheibe. )
Die Einlaßventile sehen ungewöhnlich hell aus. Wenn du alles wieder zusammen hast, würde ich auf jeden Fall nochmal die Vergasereinstellung überprüfen. Ich bin auch der Meinung, daß du den Kolben weiter verwenden kannst. Mit etwas Glück reicht ein neues Auslaßventil. Aber das wird dir der Instandsetzer genau sagen können.
Da hast du ja Glück gehabt. Hm Ölkühler, braucht der W Motor glaube ich nicht. Gut im Gespann bei Vollgas auf der Bahn vielleicht, in Norwegen wahrscheinlich im Winter nicht.😁 Ein Ölkühler ist auch nur Rumpfuscherei um damit eine evtl zu magere Vergaserabstimmung behandeln zu wollen, jedenfalls ungeeignet.
Quark. Zwischen den Ventilen ist eine frische Macke und auf dem Kolben auch. Könnte auf einen Fremdkörper hindeuten. Dann müsste der Ventilteller auch eine Macke haben.