Mein erster Gedanke bei dem Namen ,Indian Scout' ging natürlich in Richtung eines Nostalgiegerätes wie der ,Big Chief'.
Und dann die Ernüchterung. Wie sieht denn der Motor aus, schrecklich. Und Gussräder gehen gar nicht.
Ein paar Stunden später habe ich sie mir noch einmal genau angeschaut. Eigentlich ein sehr konsequenter und in sich schlüssiger Entwurf. Kein Bruch in der Gesamterscheinung. Amüsiert hat mich nebenbei, dass man bei den Gussrädern deutliche Anleihen bei YAMAHA genommen hat.
Insgesamt, warum nicht.
Übrig gebleiben sind zwei Negativpunkte: Das Monstrum von einem Kühler, optisch einfach furchtbar.
Und das Tankvolumen von gerade 3,3 US-Gallonen, umgerechnet etwa 12,5 Liter. Spätestens nach 200 Kilometern kann man die nächste Zapfsäule anlaufen. Vielleicht aber auch Absicht der Konstrukteure. Denn länger hält man es in der Sitzposition auf dem Bock bestimmt nicht aus.
Mit den bestimmenden Elementen des V-Motors und den übereinander liegenden Endschalldämpfern erinnert mich diese Maschine allerdings nicht an die historische ,Scout', sondern eher an die hier.
Aber wenigstens hat die neue ,Scout' keine häßlichen Fischschwänze ... .
Gruß, Caboose .
. Es ist immer wieder faszinierend, über Dinge zu staunen, die anderen Menschen Freude bereiten.
Zitat von Caboose im Beitrag #16Und das Tankvolumen von gerade 3,3 US-Gallonen, umgerechnet etwa 12,5 Liter. Spätestens nach 200 Kilometern kann man die nächste Zapfsäule anlaufen.
Paßt doch! In unserem Alter ist dann meistens der Gang zum nächsten Klo auch fällig!
danke für den link. die mopeds kommen echt gut, ich schliesse mich martins ansicht an. ich habe schon von einigen meiner harley-kunden positives feedback zu den mopeds und echtes interesse gehört. da scheint das erste mal seit langem wieder eine echte alternative zu harley-davidson am markt zu sein. man darf gespannt sein.
Zitat von martin58 im Beitrag #19.......... da scheint das erste mal seit langem wieder eine echte alternative zu harley-davidson am markt zu sein. man darf gespannt sein.
Moin,
gestern habe ich mich mit einem frischgebackenen Harley-Fahrer (Modellfliegerkumpel) unterhalten, der erst im Alter (~50) den Motorradführerschein gemacht hat. Superstolz auf seine Maschine, davon habe er immer schon geträumt usw. usw.
Er fragte dann so ein paar typische Motorradneuling-Fragen zu Kleidung und Dauer von Touren usw. Dabei kommentierte er auch die Sitzhaltung und irgendwas, was in Linkskurven anders ist, als in Rechtskurven (hab vergessen, was). Er habe auch nach Fahrten, die länger dauern, als eine Stunde, ziemliche Rückenschmerzen. Dabei lachte er aber.
Auf meine Eingabe, doch einfach mal mit mehreren Maschinen zur Probe zu fahren und sich die zu kaufen, die ihm am besten paßt, winkte er sofort ab. Es gäbe nur Harley, alles andere sei für ihn kein Motorrad. Auch mein Angebot, eine Runde mit der W zu fahren, lehnte er ab. Er werde sich schon an sein Motorrad gewöhnen und es eben langsam angehen lassen.
Tja, wenn die Marke einen solchen Status hat, dann gibt es wohl kaum Alternativen.
... wobei der angegraute Freizeit-Rocker neben dem Kult um das einzig wahre Motorrad noch gratis das begehrte und böseste Böse-Buben-Image mitbekommt ... dagegen kann selbst eine im mattesten Schwarz lackierte W nicht anstinken.
Zitat Tja, wenn die Marke einen solchen Status hat, dann gibt es wohl kaum Alternativen.
Stimmt, so ist das. Wenn Nike in den USA einen neuen Sportschuh heraus bringt stehen sozial eher schwache Amis um Häuserblocks Schlange um den völlig überteuerten Turnschuh zu kaufen. Mit Geld, dass sie sich über Monate zusammen gespart/geschnorrt/geklaut haben. Da hat die Marketing-Gehirnwäsche über Jahrzehnte voll eingeschlagen. Respekt...
Ähnliches habe ich mit Harley-Fahrern auch schon erlebt. Sprüche wie: "Wenn´s keine Harley gäbe würde ich gar kein Motorrad fahren, alles andere is nix.." machen mich mitlerweile nicht mehr perplex. Von Harley-Fahrern ist man sowas schon gewohnt. Und dann erfährste im Gespräch noch das sie noch nie vorher ein Motorrad hatten....
Also ich find die neue "Scout" eigentlich recht gefällig. Dass die "neue" wenig mit der Originalen zu tun hat liegt wohl auch daran, dass es wohl schwierig wird eine Authentische Scout mit Wasserkühlung, Gussrädern und ohne (mehr oder weniger frei liegenden) Rohrrahmen zu bauen. Verkaufen muss sich das Motorrad ja auch. Misst man sie also an modernen Choppern/Cruisern dann finde ich dass die Scout eine richtige Sahneschnitte ist.
Tatsächlich auffällig ist die ähnlichkeit zur Brough Superior...
Was mich überrascht ist dass der Motor seine max. Leistung bei 8100 Umdrehungen bringen soll. Villeicht kann man die Kiste direkt Sportlich fahren?
Also, wenn ich mich da mal kurz einmischen darf ....
Fahre nun seit drei Jahren ein Moped aus dem Polaris-Konzern - eine Victory eben. Geschmacklich kann man sich da sicher streiten aber die Technik ist auf dem neuesten Stand und sehr zuverlässig. Für eine Marke, die erst seit 2010 in Deutschland vertreten ist sind die Absatzzahlen mal gar nicht so schlecht. Einige Harley-Fahrer haben das auch schon erkannt und gewechselt. Was Drehmoment, Hubraum und PS angeht, so sind diese Victory`s jeder Serienharley, -Indian überlegen.
Wie Falcone das schon geschrieben hat machen die Jungs von Polaris mit Ihren Indian-Mopeds derzeit alles richtig.
Bei der Scout hab ich allerdings auch erstmal das Erscheinungsbild auf mich wirken lassen müssen. Liebe auf den ersten Blick ist es nicht - technisch aber vom Feinsten was die Amis zu bieten haben. Und sollte es nur an Rädern liegen - der Austausch gegen Speichen sollte in der heutigen Zeit machbar sein. Vermute mal, das sich die Zubehör-Fritzen auf dieses Modell stürzen und bald Alternativen zu Verfügung stehen.
Alles in allem sind diese Motorräder nicht mit einer W zu vergleichen und haben bestimmt eine andere Zielgruppe im Visier.