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Dieses Thema hat 87 Antworten
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 Reiseberichte / Motorradgeschichten
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Serpel Offline




Beiträge: 46.872

27.10.2012 19:20
#46 RE: w-iva la france Antworten

Zitat von SR-Junkie im Beitrag #41


Irgendwo auf einer tollen Bergstrecke ...

Moin Hans-Peter,

hier warst du auf der Schallenberg-Ostrampe mit Blick hinüber zum Schibegütsch.

Ne hochromantische Ecke zum Motorradfahren, leider ausm Engadin in einem Tag kaum zu machen (aber es geht ). Unser Erdmännchen hat es da besser.

Gruß
Serpel

SR-Junkie Offline




Beiträge: 4.980

28.10.2012 09:58
#47 RE: w-iva la france Antworten

Dienstag 18.09.2012

Das teure Hotel hat auch eine gute Seite: es gibt bereits ab 06:30 Frühstück. Ca. 07:30 bin ich dann auch schon losgekommen, habe zuerst noch eine Tanke gesucht und habe dann dem Navi gesagt, dass es bitte die Tour vorm Vortag fortsetzen möge. Nach ca. 30 Minuten in der Stadt, kam mir dann die eingeschlagene Richtung merkwürdig vor. Ich habe angehalten, auf der Karte geschaut und festgestellt, dass das Navi vermutlich wegen des Tankstellenbesuches, die Strecke entlang des Genfer Sees der von mir eigentlich gewählten Strecke über den Col du Mosses bevorzugen wollte.
Einmal mehr habe ich mich gegen das Navi durchgesetzt und habe gewendet.
Und der Col du Mosses – und hier besonders die Anfahrt aus dem Norden – hat das auch gerichtfertigt. Echt spitze, fast spektakulär: rechts, links, rechts, ….und das alles in schönen Schwüngen.


Passanfahrt

Leider habe ich am Pass kein Passschild zum Fotografieren gefunden.

Vom Col du Mosses ging es auf schöner, wenn auch unspektakulärer Strecke über Aigle und Bex nach Saint-Maurice.

In Bex war dann die Straße für die Weiterfahrt gesperrt und ich bin nach Gefühl weitergefahren und dabei auch durch den Ort „Vasselin“ gekommen. Ob das Zeug wirklich von hier kommt????


„Ein Sch…, wer dabei an …… Becks….. denkt“ :-)

Das Wetter am Vormittag war klasse. Beim Aufbruch war es mit 9 Grad noch etwas frisch, aber schon bald war es – wie auch an den Vortagen – schon wieder 20 und mehr Grad.
Was mir auf dem Weg vom Col du Mosses nach Aigle aufgefallen ist, sind die vielen Weinberge, die es in dieser Region gibt. Zum Teil schon bei weit über 700 Höhenmeter werden sowohl Weiß-, als auch Rotweine angebaut.


Bex-Berge

In Saint Maurice fängt schon fast die Anfahrt zum Großen St. Bernhard („großer Bernhardiner“) an. Die Anfahrt ist erst fast wie eine Schnellstraße. Hinter Bourg-St-Pierre sollte man nicht in den Tunnel, sondern lieber entlang des Gletscher-Sees Lac des Toules fahren. Dieser hat die gleiche milchig-grüne Farbe, wie die Gletscher-Seen, die ich im letzten Jahr in der Schweiz, z.B. am Grimsel, gesehen habe.


Passanfahrt

Langsam zogen Wolken auf, aber auch längere Lücken mit dann blauem Himmel waren noch da.
Oben am „Großen Bernhardiner“ waren dann ziemlich viele Möpp’se, Autos und WoMos und ich musste die W ein paar Mal hin und her rangieren, um einen scheinbar zufriedenstellenden Platz zu finden. Als ich mit dem ganzen Hin- und Her endlich fertig war und die W abstellen wollte, ist mir doch schon wieder „mein“ Tour-Missgeschick passiert: ich saß noch auf der Bank und wollte – wie immer – die W vor dem Absteigen auf den Seitenständer abstellen – nur dass ich diesen noch nicht ausgeklappt hatte.
Rumms – wieder am dritten Tag meiner Tour lag mir die W zu Füßen. Genau wie im letzten Jahr an der Tremola. Aber ich war schon viel entspannter, als noch im letztem Jahr (einen fast neuen Tank habe ich schon im Keller liegen, der Lima-Deckel ist schon (noch) verkratzt: nur der SR-Auspuff und der Ochsenaugenblinker sollte nichts abbekommen).

Dieses Mal hat mir ein wirklich freundlicher BMW-Fahrer beim Aufhaben geholfen.
Der Tank und der Auspuff haben überhaupt nichts abbekommen, der Blinker hat einen ganz feinen, fast nicht sichtbaren Kratzer (funktioniert aber Gott sei Dank noch). Nur der Kupplungshebel hat mal wieder gelitten. Dieses Mal ist die Kugel abgebrochen. Und der Lima-Deckel hat neue Kratzer an der alten Stelle bekommen.

Damit ich den Handschuh an der scharfkantigen Bruchstelle nicht aufscheuere, habe ich die Kugel wieder an den Hebel „getaped“ und die Kupplung während dem Rest der Tour meistens nur noch mit Zeige- und Mittelfinger bedient. Den mitgeführten Ersatzhebel brauchte ich nicht zu montieren.


Im Falle eines Fall(es), taped Hans-Peter wirklich alles

In den Geschäften am Pass habe ich mir dann einen Bernhardiner-Plüschhund als Maskottchen gekauft, der einen Teil der Tour (an trockenen Tagen) zwischen Windschild und Navi verbringen durfte.

In vielen Unterlagen wird der Kommerz am großen St.-Bernhard nachteilig erwähnt – also ich kann nur sagen, dass hier im Vergleich zum Stilfser Joch fast schon tote Hose herrscht.

Die Süd-Abfahrt hat dann (trotz des Umfallers) mehr Spaß gemacht, als die Nord-Anfahrt.


Passabfahrt – gr. St. Bernhard

Leider zog sich das Wetter immer mehr zu – auf den Bildern wird der blaue Himmel fehlen.
Auf dem Weg zum Kleinen St.-Bernhard bin ich dann durch sehr schöne Landschaften und durch schöne Dörfer gekommen.


Ortsdurchfahrt

Im Aosta-Tal gibt es auf 80 KM Länge mehr als 80 Schlößer und auffallend sind auch
immer wieder die toll mit Blumen geschmückten Häuser, Brücken und Ortsdurch-fahrten.

Über kleine Straßen und den Colle San Carlo bin ich zum Kleinen St.-Bernhard.

Dort hat es an der Passhöhe angefangen zu tröpfeln und nachdem ich unterwegs schon eine „Tankautomatenpanne“ hatte, hat mich irgendwie der „Blues“ gepackt. Am liebsten wäre ich einfach nach Hause gefahren.


St. Bernhard

Aber die Abfahrt vom Kleinen St.-Bernhard und dann die vielen Spitzkehren bei Sarre und die tollen Kurven nach La Thuile haben mich dann am Abend beim Schreiben des Tourenberichtes und anschauen der Bilder doch wieder etwas in Stimmung gebracht.


Passabfahrt – kl. St. Bernhard

Und ganz doll wurde auch die Anfahrt zum Col de Iseran. Diese Anfahrt aus dem Norden ist einfach phänomenal. Das einzige, was meinen Super-Eindruck wirklich geschmälert hat, sind diese „Retorten“-Ski-Dörfer rund um Val D’Isere.
Im Sommer sind die Dinger für mich echt ätzend – trotz des schönen Baustils mit viel Holz und Naturstein.


Ski-Retorten-Dorf

Oben auf dem Pass habe ich vier Mopp’s-Fahrer aus Würzburg und Umgebung getroffen. Wir haben jede Menge Bilder gemacht, ein bisschen gequatscht und dabei kam heraus, dass sich von einem der Sohn in diesem Jahr bei uns in der Firma als Azubi beworben hatte – leider erfolglos.


Wander-W am L‘Iseran

Was mir aufgefallen ist: sowohl am Kleinen St.-Bernhard, als auch am Iseran – es gibt überwiegend keine Seitenbefestigungen auf den Straßen und was mir zusätzlich auch noch aufgefallen ist: auch die W ist „Höhen-empfindlich“.
Das ist zwar nicht so schlimm ausgeprägt, wie bei der SR500. Aber Leistungsverlust ist ab ca. 2.100/2.200 Höhenmeter (bei feuchter Witterung scheinbar schon ab ca. 1.800/1.900 Höhenmeter) auch bei der W ein echtes Thema.
Ein bis zweimal dachte ich schon, dass ich den Gangsensor des zweiten Gangs vielleicht doch mal putzen sollte ….


Passabfahrt – L‘Iseran

In Bessans (auch einer dieser Ski-Retortenstädte – aber mit altem Ortskern) habe ich eine preiswertere Übernachtungsmöglichkeit als in der letzten Nacht gefunden.
Unterwegs hatte ich mir schon Brot, Wurst, Käse und Wein von Selbstverwertern, besorgt. Und so sitze ich jetzt frisch geduscht im kleinen Zimmer und esse, trinke, schreibe und hoffe, dass ich in dieser Nacht besser als in der letzten schlafen kann und dass der Wetterbericht von heute Morgen sich getäuscht hat und dass es heute Nacht NICHT anfängt zu regnen. Frühstück gibt es morgen frühestens um 08:00.

Und das war die Tour an meinem dritten Tag:

SR-Junkie - 1 kick only
heizt Du noch, oder W-andeSRt Du schon?

Brauchi Offline




Beiträge: 8.248

28.10.2012 13:50
#48 RE: w-iva la france Antworten

Brauchi

http://brauchisbikes.blogspot.com/

W650-Teile die ich abgeben kann

PeWe Offline




Beiträge: 21.529

28.10.2012 15:21
#49 RE: w-iva la france Antworten

...auch wieder aufgesaugt...Freue mich auf die Fortsetzung...

Grüße
PeWe

"...versuche nicht zu ändern, was Du nicht ändern kannst und erfreue dich an dem, was Du hast."

SR-Junkie Offline




Beiträge: 4.980

28.10.2012 18:29
#50 RE: w-iva la france Antworten

Weil ich heute keine VB-Tour machen konnte, habe ich noch g'schwind ein paar Bilder hochgeladen und kann den nächsten Touren-Tag einstellen .....


Mittwoch, 19.09.2012

Da ich schon lange vor dem Frühstück wach war, habe ich mir im französischen Fernsehen versucht den Wetterbericht anzuschauen. Die Bilder interpretierte ich als „überall Sonnenschein“ mit Ausnahme der Alpen und besonders der Gegend, in der ich mich befand. Mist.
Nach dem Duschen bin ich auf den Balkon meines Zimmers und siehe da: es hatte in der Nacht geregnet und die Wolken hingen „knapp über dem Dorf“. Gut, dass das Mopp’s über Nacht in der benachbarten Garage stehen konnte und ich es nachher im Trockenen startklar machen kann.


Morgen-Wetter

Ich werde mir mit der Abfahrt ordentlich Zeit lassen können. Aber erst mal geht es zum Frühstück. Und das war schon mal „was ganz besonderes“:
Ein aufgebackenes Croissant, zwei Stücke aufgebackenes Baguette, Käse bis zum abwinken, Marmelade (die aber wirklich sehr lecker war (Quitte oder Apfel)), ein 100-er Pack Nutella (Frühstücksportionen), 1 Kaffee, der so schwarz war, wie Motoröl,
dass nach 100.000 KM erst gewechselt wird und jede Menge hartgekochte, aber kalte Eier.
Ich habe mich dennoch ordentlich satt gegessen und dann das Mopp’s aus der Garage geholt. Da es immer wieder ein bisschen nieselte und es auch kühl war, habe ich ein dickeres T-Shirt unter die Kombi gezogen, habe alle Sachen verstaut, und den TaRu schon mal als große Kombination zusammengebaut – weitere Regenvorkehrungen habe ich erst mal keine getroffen.


W-etterfest?

Immerhin waren ab und an blaue Lücken in den Wolken zu sehen


Abfahrt

Auf der Fahrt von Bessans zum Col du Mont Cenis hat es immer mal wieder getröpfelt, oder ich bin durch die tief hängenden Wolken gefahren. Diese Feuchtigkeit in Verbindung mit unzähligen Bitumenstreifen und –flicken, sowie dem Schmutz der vielen Straßenausbesserungsarbeiten, haben die Fahrt zu einer ganz schönen Rutschpartie werden lassen und einmal ist mir auch beim Beschleunigen aus einer Kurve heraus das Hinterrad mächtig weggerutscht – glücklicherweise konnte ich das abfangen (auch wenn das meiner Hüfte ziemlich weh getan hat). Und schon wie in der letzten Nacht mit ziemlich schlechtem Schlaf, dachte ich ernsthaft daran, die Tour abzubrechen.
Was sich bei diesem Wetter wirklich klasse bewährt hat, ist der Visiermechanismus des Schuberth-C2: das Visier kann ca. 1 mm nach vorne gezogen werden – es schließt dann zwar nicht 100%, aber es hinterlüftet das Visier und bewirkte, dass meine Brille selbst bei diesem Wetter nicht angelaufen ist.

Über den Col de la Madeleine (Nationalpark Vanoise, Lanslevillard) ging die Fahrt zum Col du Mont Cenis.


Passschild

Und dort passierte es.





Der Himmel riss auf und blauer Himmel kam heraus. Gemeinsam mit dem tiefblauen Stausee – ein fantastischer Anblick und deswegen musste ich auch unbedingt pausieren.


Blauer Himmel

Am Stausee habe ich zwei deutsche Kradisten getroffen, die aus südlicher Richtung kamen und sich nach dem Wetter und Tankstellen im Norden erkundigt haben. Von ihnen habe ich erfahren, dass es im wenigen Kilometer entfernten Susa schon 23 Grad hatte.


Türkiser See



Wir haben über die Schotterstrecke über den Staudamm und zu dem verlassenen Fort hinter dem See gesprochen und die beiden erzählten von ihren Erlebnissen vom Vortag vom Colle delle Asslette und Colle Bourget, die ich mir wegen der angeblich sehr schönen Aussichten und der „Schottereinlage“ als Wegalternative für den heutigen Tag auch ausgewählt hatte.
Aber die beiden erzählten leider auch von mehr als 35 KM Schotterpiste mit ziemlich tief ausgewaschenen Spurrillen und entsprechend großen Pfützen und davon, dass sie für diese 35 KM mehr als 2,5 Stunden gebraucht haben.

Da mir die Hüfte vom Ausrutscher am Morgen immer noch W tat, habe ich beschlossen das mit dem Schotter zu lassen – sowohl der Weg zum Fort, als auch über die beiden Pässe.


Schotter

Die Gegend rund um diesen wunderschönen See ist durchzogen von unzähligen, scheinbar ausschließlich geschotterten Wegen. Ein Verbotsschild habe ich an keinem der Wege gesehen, die von der normalen Straße abgingen. Und die meisten Möpp’se, die mir in dieser Gegend begegnet sind, waren vom Typ Trans-Alp, GS, Africa Twin oder aus dem Hause KTM - scheinbar ein „Crossi-Paradise“…

Auf der Weiterfahrt bin ich an einigen verlassenen Dörfern vorbeigekommen und es war auffällig, dass viele ehemalige Bars und Restaurants entlang der Strecke schon über viele Jahre verlassen waren. War das wegen des Stausees, oder gibt es keine Touris mehr in dieser Region?


Verlassene Ortschaften

Über eine tolle Abfahrt bin ich nach S. Martino gekommen.


Abfahrt

Dort habe ich kurz pausiert und musste lächelnd an unser Forum denken …. :-)


Martin O

Von hier aus konnte ich bei zwischenzeitlich echt Klasse-Wetter in das Tal von Susa schauen, das unter bzw. in einer ordentlichen Dunstwolke lag.


Dunst über Susa

Über Susa ging die Fahrt nach Oulx – Wetter und Straßen haben dafür gesorgt, dass meine Stimmung immer besser wurde. An einen Abbruch der Tour verschwendete ich keinen Gedanken mehr.


„Bedder Wedder“

In Oulx hat es auffallend viele Straßen, die mit Kopfsteinpflaster gepflastert sind und sehr viele davon auch noch in Rot. Ich dachte, dass dies sicher ein reizvolles Motiv sei: rote Pflaster-Straßen und meine W im Farbton „Marzipan-Merlon“ – aber zum einen ist die ja so bepackt, dass man vom Tank fast nichts sieht und zum anderen habe ich auch keine so schöne Stelle zum Fotografieren gefunden. Aber versucht habe ich es:


Kopf(stein)-W

Durch wunderschöne Landschaften, aber leider auch durch „Retorten-Städte“ für den Winterurlaub, bin ich zum Col de Montegenevre, an dem ich leider kein Passschild gefunden habe.


In den Bergen

Unterwegs habe ich ein deutsches Paar getroffen, die in mit einer Reifenpanne am Hinterrad ihrer KTM liegen geblieben waren.
Ich habe angehalten und meine Hilfe angeboten – aber die beiden hatten über den ADAC bereits Unterstützung angefordert. Ich habe ihnen dennoch meine „Ersatz-Luft mit Dichtungsmittel aus der Dose“ angeboten. Aber sie wollten lieber auf die bereits bestellte Hilfe warten.
Ganz böse war ich darüber nicht – ich hätte auf meiner Tour sicher keinen Ersatz für das Dichtmittel besorgen können – und das Gespräch mit den beiden hat mir sehr deutlich gemacht, wie schnell ein schöner Tag, eine tolle An- oder Abfahrt eines Passes und somit ein ganzer Urlaub einfach „hin“ sein kann …..

Weiter ging meine Route nach Briancon mit seiner schönen Mittelalter- Altstadt.


Altstadt Briancon

An einer Tanke mit KTM-Vertretung habe ich nach dem Tanken den nächsten Tourenabschnitt im Navi aktiviert und eine kleine Pause gemacht.


In bester Gelände-Gesellschaft

Von Briancon aus ging es weiter im lockeren Kurvenschwung zum Col d‘ Izoard. Sehr schöne Aussichten, die Fahrt ging durch Lärchenwälder und meine Laune wurde noch mal besser. Gut, dass ich die Tour nicht abgebrochen hatte.


Kurvenschwung – Anfahrt zum Col d‘ Izoard

Natürlich bin ich unterwegs auch am „Refuge Napoleon“ vorbeigekommen. Aber die Fahrt hat so viel Spaß gemacht, dass ich es bei einem Foto von außen habe bleiben lassen.


Refuge Napoleon

Zu den Fahrten durch die Lärchenwälder kommen jetzt auch Streckenabschnitte durch Pinienwälder – dieser Duft: fast unbeschreiblich….
Am Col d‘ Izoard habe ich eine etwas längere Pause gemacht, den Obelisk als Gedenkstein der französischen Gebirgsjäger besichtigt und ein paar Ansichtskarten an die Familie und an gute Bekannte geschrieben.


Am Izoard

In einem der nächsten Dörfer habe ich die Karten gleich in einen Briefkasten geworfen. Schaun mer mal, wer eher daheim ist …


Kommentarlos – einfach nur schön

Die Abfahrt vom Izoard ging durch tolle Landschaften, auf Straßen häufig ohne Seitensicherung und einmal entlang eines Gebirgsbaches mit dem türkisestem Blau, dass ich je in der Natur gesehen habe ….


Türkis-II

Es gab tolle Schluchten und die Fahrt ging dann über Giullestre …..


Schlucht

… und von dort aus bei bestem Wetter zum Col der Vars.


Pass-See

Am Pass habe ich wieder zwei Deutsche getroffen. Der eine war aus Korbach und auf dem Heimweg von seinem Korsika-Tripp, der andere kam aus Aschaffenburg und war auch gerade auf dem Weg in den Süden.
Vom Col de Vars bin ich über Jausiers zum Col de la Resteford gefahren, von dem ich leider kein Bild habe.


Unterwegs in Frankreich

Und die weitere Strecke führte mich zum Col de la Bonette.


Bonette-Anfahrt

Und wenn man bei diesem Wetter am Bonette ist, dann MUSS man natürlich auch die Cime de la Bonette befahren – zum höchsten auf Straßen befahrbaren Punkt in Europa.


Höhepunkt … :-)

Zuerst war noch ein GS-Paar da, wir haben gegenseitig Bilder gemacht und über unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten gesprochen. Die beiden sind dann in Richtung Norden weiter und ich war absolut alleine. Das Knistern des abkühlenden W-Motors war das einzige Geräusch – sonst war absolut nichts zu hören.

Die Ruhe, der Ausblick – ein erhabenes Gefühl überkam mich und plötzlich ist mir „knockin‘ on heaven‘s door“ von Guns N‘ Roses (bzw. Bob Dylan) über die Lippen gekommen.

Ein echt wahnsinniger Moment.


Höchste Tour-Aussicht

Verschiedene Berichte, die ich im Vorfeld zu meiner Tour gelesen hatte, haben vor diesem letzten Stück gewarnt: schmale Strecke, ohne Talbefestigungen, …

Einiges davon stimmt – aber auf bestem und neuem Asphalt kommt man zu einem Aussichtspunkt, der nach meinen Erfahrungen in den Alpen nur überboten werden kann, wenn man zu Fuß oder am Seil unterwegs ist.

Auch die Abfahrt bietet An- und Ausblicke der Extra-Klasse. Einzig die fehlenden Talbefestigungen im oberen Teil der Strecke, hat mir manchmal ein etwas mulmiges Gefühl bereitet.


Höchste Abfahrt

Auch ein komisches Gefühl habe ich in dem verlassenen Soldatendorf bekommen, dass man auf der Abfahrt durchfährt. Hier kann man z.B. noch den Kleber und das Format der Fliesen in den Badezimmern und den Küchen sehen.


Verlassenes Militärlager

Auf der Abfahrt bin ich wieder durch einige „Ski-Geister-Dörfer“ gekommen, übernachte auch in einem solchen (ein „Hotel“ hat für Handwerker bereits geöffnet) und da ich unterwegs keine Selbstverwerter mehr gefunden habe, habe ich mein Abendbrot im Super-Markt gekauft. Jetzt sitze ich auf den Balkon meines Zimmers und genieße auf dem als Tischdecke umfunktionierten Handtuch mein Abendbrot.


Abendbrot

Was für ein Wahnsinns-Tag…

Und das war die Strecke heute:

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Brundi Offline



Beiträge: 33.192

28.10.2012 18:32
#51 RE: w-iva la france Antworten

Das

Zitat
auf den Bildern wird der blaue Himmel fehlen.

macht gar nichts. Dein Reisebericht ist super und die Bilder sind schön!

Vielleicht streichst du auf deiner nächsten Tour enfach mal den "dritten Tag"

Grüße
Monika

SR-Junkie Offline




Beiträge: 4.980

28.10.2012 18:36
#52 RE: w-iva la france Antworten

Zitat von Brundi im Beitrag #51
,,Das

Zitat
auf den Bildern wird der blaue Himmel fehlen.
macht gar nichts.



Am "nächsten Tag" kam das Blau wieder .... - siehe 19.09.

dabbel-U Grüße
Hans-Peter

SR-Junkie - 1 kick only
heizt Du noch, oder W-andeSRt Du schon?

Brundi Offline



Beiträge: 33.192

28.10.2012 18:41
#53 RE: w-iva la france Antworten

Während ich noch meinen Kommentar schrub, kam schon der nächste Teil deiner Tour.... den ich natürlich auch sofort verschlungen habe.

Grüße
Monika

Brundi Offline



Beiträge: 33.192

28.10.2012 18:49
#54 RE: w-iva la france Antworten

Zitat
zum Col de la Resteford gefahren, von dem ich leider kein Bild habe.



Bisher einziger kleiner Wermutstropfen deines Reiseberichts! Solche Bilder brauch man doch immer wieder mal zum Lösen irgendwelcher Passrätsel!

Grüße
Monika

Falcone Online




Beiträge: 111.845

29.10.2012 14:27
#55 RE: w-iva la france Antworten

Der Mont Cenis scheint ja wirklich eine Wetterscheide zu sein. Wir haben es mal andersherum erlebt: Von Susa kommend bei schönstem Sonnenschein bis hin zum See dann hinein am Col in die Wolken und auf einmal Glatteis und nur wenige Grad über Null.
Ich freu´ mich schon auf den nächsten Teil!

Und wenn du fertig bist, fange ich mit meinem Bericht von unserer diesjährigen Herbsttour an, der ist eben gerade fertig geworden.

Grüße
Falcone

SR-Junkie Offline




Beiträge: 4.980

29.10.2012 18:22
#56 RE: w-iva la france Antworten

Zitat von Falcone im Beitrag #55
.... wenn du fertig bist, fange ich mit meinem Bericht von unserer diesjährigen Herbsttour an....


Na dann spute ich mich mal

Donnerstag, 20.09.2012

Heute konnte schon ab 06:30 gefrühstückt werden. Das liegt daran, dass der überwiegende Teil der Gäste Handwerker sind, die das „Retortendorf“ auf die kommende Wintersaison vorbereiten.

Ich war in der Nacht schon mal wach und am Morgen auch schon so gegen 05:30. Und weil ich nicht mehr recht einschlafen konnte, habe ich dem Navi die aktuelle Tour beigebracht – da war am Vortag noch ein „Zwischenziel“, dass irgendwie geklemmt hat und wohin mich das Navi schon am Vortag immer wieder hinschicken wollte. Wo das Ziel wohl herkam? Eigentlich dachte ich, dass ich eine sehr genaue Vorbereitung getroffen hatte ….
Ca. 07:00 bin ich dann zum Frühstück. Das hatte Anleihen von einem typisch französischen Frühstück, aber es gab auch viel leckeres und frisches Obst und einen sehr leckeren Kaffee. Typisch Deutsch hab‘ ich mich ordentlich satt gegessen.

Gestartet bin ich dann ca. 08:15. Das Digi-Thermometer an der Stadtverwaltung im Dorf zeigte 4 Grad an. Mein Thermometer meinte irgendwas zwischen 8 und 10 Grad. Aber wenn ich so recht überlege, dann hat es mir an der ganzen Tour noch nie Temperaturen unter diesen 8 – 10 Grad und noch nie Temperaturen über 25 – 28 Grad angezeigt????

Von Auron aus ging es über Isola bis zu einer Abzweigung in Richtung Beuil, von wo aus ich in das „Gorges du Cians“ wollte. Ein Tal mit viel rotem Porphyr.

Auf sehr kleinen Straßen bin ich ca. 5 KM weit gekommen


„Talwärts“

Da stand dann plötzlich ein Bauzaun. Die Straße ist gesperrt.


Gesperrt

Direkt am Bauzaun führt nach rechts eine noch kleinere Straße weiter. Aber sicherheitshalber habe ich erst mal das Navi um Rat gefragt:

Dessen Antwort auf die Frage: „Plane Straßensperre für die nächsten 5 KM“:


Ideenlos – moderne Technik halt

Die gleiche Antwort bekam ich auch auf den Versuch eine 2 KM Umleitung zur Straßensperre zu planen.
So wie ich es früher und ohne Navi auch gemacht hätte, bin ich halt erst mal der nach rechts abbiegenden, kleinen Straße gefolgt.


Umfahrung

Die Landschaft war wunderschön und ich war absolut alleine unterwegs. Nirgends war eine Menschenseele oder irgendwelche Dörfer zu sehen – obwohl laut dem Wegweiser an der Sperre ja bald eine Ortschaft kommen sollte. Die Straße war manchmal so, wie auf dem Bild, manchmal aber auch nur ein besserer Feldweg.


Schluchtenblicke

Weil mir die Sache aber dann doch langsam etwas mulmig wurde, habe ich nach dem Bildermachen die Karte auf dem Navi mal groß gezoomt. Und siehe da:

Die Straße endet in dem angegebenen „Dorf“.

Ich bin am Ende der Welt.

Also habe ich mir die richtige Papier-Karte vorgenommen und habe mich um eine „großräumige“ Umleitung der Straßensperre bemüht. Von le Bollinette aus könnte man über Clouse vielleicht bin die Nähe von Rigaud kommen – also in die Mitte des Tals, das ich eigentlich komplett von Nord nach Süd durchfahren wollte. Aber auch diese Straße war auf der Karte nur als „kleiner, grauer Strich“ gemalt ….

Als weitere Alternative hätte ich komplett zurück gekonnt oder hätte einen großen Umweg in Kauf nehmen müssen, der mich dann fast bis nach Nizza gebracht hätte.

Ich habe mich für den „kleinen grauen Strich“ entschieden. Von Clouse zeigte dann sogar ein Wegweiser das gewünschte Ziel an – allerdings mit „kleinen Einschränkungen“.


Alternative

Aber die Gewichtsbeschränkung hat mich dann doch wohl eher nicht betroffen und sogar ein wenig beruhigt. Wenn Fahrzeuge bis zu 3.5 t da lang können ….


Gute Wege – schlechte Straßen

Die Straße war so, dass ich überwiegend im 2. Gang, ab und an auch mal im 3. Gang gefahren bin. Es war keine Schotter-Strecke, aber es war auch nicht viel besser. Vielmehr hatte der Weg neben vielen Frostaufbrüchen, Schlaglöchern und manchmal auch etwas Steinschlag, einen biologisch abbaubaren Straßenbelag.
Aufgebracht von unzähligen Schafen und Ziegen. Aber die Landschaft und die Ausblicke waren echt klasse.


Bergdorf – Ilonse

Das Wetter hat sich bewölkt, aber die Temperaturen waren immer noch ok. Die Straßenführung erforderte hohe Konzentration – viele Bilder konnte ich leider nicht machen.


Talwärts

Und auch wenn ich in einer wenig bewohnten Gegend war – es gab‘ auch hier ein normales Leben. Soweit das in dieser steinigen Gegend möglich ist.
Überrascht war ich z.B. von einem Friedhof mit „Hochgräbern“. Aber wenn ich mir dann den Boden in dieser Gegend angesehen habe, kam es mir dann aber doch auch wieder verständlich vor.
In dieser felsigen Gegend ist es sicher schwer, verstorbene Menschen „unter die Erde“ zu bringen. Warum also die Verstorbenen nicht in Hochgräbern beerdigen?
(Das Bild dazu ist nicht gezoomt)


Friedhof – Fontasse

Und dann habe ich noch zwei Ikonen der französischen Automobilindustrie gesehen – beide in einem sehr guten Zustand. Scheinbar ist das Thema „Winter und Salz“ in dieser Gegend kein Thema .


EnteR4

Der Zustand der Straßen besserte sich, als ich in „stärker bewohnten“ Gegenden gekommen bin und auch das Wetter schien sich bessern zu wollen.


Irre Abfahrt

Was schon mir schon aufgefallen ist: große Flächen der Felsen werden bereits rot – so wie ich es in einigen Berichten im Vorfeld meiner Tour gelesen hatte.


Porphyr-Aussicht

Der Himmel zog sich dann aber leider immer weiter zu und als ich endlich im Tal „Gorges du Cians“ angekommen bin, habe ich schon feste mit Regen gerechnet. Aber das Wetter hat gehalten.

Die Ansichten und die roten Felsen sind wirklich sehenswert.


Porphyr-Schlucht

Lange Zeit verlief die Straße und ein kleiner Bach direkt in einem schmalen Tal aus rotem Porphyr. Eine wirklich sehr schöne Gegend.


Porphyr-Schlucht-II

Von Beuil aus bin ich auf direktem Weg nach Guillaumes. Das zweite Tal – Goreges du Dalius – habe ich gar nicht mehr in Angriff genommen, obwohl man hier angeblich nicht am Talboden, sondern in den Bergen fährt und somit das Tal wunderbar von oben anschauen kann. Ich bin direkt nach Saint-Martin-d’Entraunes gefahren. Dieses Stück gehört wieder zur Route des Grandes Alpes. Und auf diesem Weg habe ich den Col de Valberg passiert. Das Wetter hatte sich wider Erwarten wieder richtig gut gemacht.


Berganfahrt

Was absolut auffällig ist: an der Route des Grandes Alpes ist das Zimmerangebot an B+B-Pensionen und von denen mit dem braunen Kaminfeuer auf grünem Kreis, wesentlich größer, als in den Gegenden, wo ich in den letzten Tagen war.
In Saint-Martin-d’Entrains habe ich die Route des Grandes Alpes wieder verlassen, bin also nicht zum Col de la Cayolle, sondern habe mich für die weniger bekannten Pässe Col de Champs und Col d’Allos entschieden, die mich dann aber auch wieder nach Barcelonette bringen sollten.

Und was soll ich sagen: die beiden letzten Pässe haben die wenigen Beschreibungen, die ich im Vorfeld zu ihnen finden konnte, absolut getoppt. Keine Pässe für Speedy’s und auch wirklich keine Pässe für Berg-Neulinge.


Unbekannt?

Die Straßenqualität, die Befestigungen an den Rändern – auf diesen beiden Pässen habe ich so ziemlich alles vorgefunden, was ich bisher von meinen Touren kannte. Von Top bis Flop, von Hui bis Pfui.


Kleine Straßen

Vom Col du Champs habe ich leider kein Pass-Bild. Aber ich weiß, dass der Straßenzustand für die Gänge 2 und 3, öfter auch 1 und ganz selten 4 gut war.

Die Landschaft ist aber auffallend anders. Karg begrünte Flächen und Pinienwälder gibt es noch in großer Höhe.


„hohes Grün“

Und das wird scheinbar auch zur freien Vieh-Haltung genutzt. Als ich ziemlich genau am höchsten Punkt des Passes stand, konnte ich weiter unten auf dem Weg eine größere Vieh-Herde sehen und ich dachte so bei mir: hoffentlich biegen die noch irgendwo ab.


Almaufgang

Aber diesen Gefallen haben mir die Rindviecher nicht getan und wir trafen uns auf dem Weg - ich natürlich auf der wenig befestigten Talseite.


Viehweg

Zwei Jung-Rinder spielten mit mir das Spiel „wer hat Angst vor dem schwarzen Hans“ und sind in entgegengesetzter Richtung der Herde vor mir „geflohen“. Und je näher ich ihnen gekommen bin, desto weiter haben sich die beiden von ihrer Herde entfernt. Also habe ich den Motor ausgemacht und angehalten – in der Hoffnung, dass die beiden dann an mir vorbei in Richtung ihrer Herde gehen würden. Leider hatte ich mich da geirrt.

Die beiden muhten „Mama, wir wollen zu euch“ und die Mutter muhte von oben „schleicht euch und kommt endlich her“. Die Herde stockte, aber die beiden rührten sich nicht.

Ganz langsam habe ich das Mopp’s in ihre Richtung rollen lassen und als ich knapp vor ihnen war …..


>>>>Klatsch<<<<<


Jungvieh

Die beiden haben ihren ganzen Mut zusammen genommen und sind an mir vorbei in Richtung Herde galoppiert. Ich konnte weiterfahren.

An diesem Pass gibt es keine in oder unter der Straße eingebauten Wasserableitungen vom Berg. Hier sind sie einfach als Rinne in den Asphalt gefräst und Bremsspuren zeigen, dass so mancher Motorradfahrer damit nicht gerechnet hat. Langsames, materialschonendes durchfahren ist wirklich empfehlenswert.


Rinne

In Colmars sieht man dann diese tolle Festung von Ludwig, dem XIV – und angeblich soll es eine tolle Altstadt geben


Colmars

Ich habe es aber vorgezogen in Richtung Col d‘ Allos zu fahren. Dieser ist mit einer sehr schmalen Straße in der Literatur beschrieben und nach gut ausgebauter Anfahrt ist es wirklich so, dass zwei Möpp’se sich gerade noch fahrend entgegen kommen können. Sobald ein Auto oder WoMo dabei ist, ist es besser, wenn mindestens einer der Beteiligten anhält.


Strecke

Mir sind auf dieser Strecke drei Riesen-WoMos entgegen gekommen Ich war glücklicherweise immer auf der Bergseite ….
Talabsperrungen gibt es nur wenige. Aber was es in Frankreich zu Hauf‘ gibt, sind diese Riesen-Ski-Orte, die im Sommer unbewohnt sind. Auch auf der Anfahrt zum Col d‘ Allos habe ich wieder ein solches gesehen.


Geisterdorf – das … wievielste?

Wenn im Winter der Schnee seinen „Mantel des Schweigens“ und die Dunkelheit über diese Dörfer legt, mag das Ganze ja nett ausschauen – aber jetzt im Sommer hat es mich doch sehr irritiert.
Oben am Pass habe ich meine „Apfelpause“ gemacht, bevor es über viele Kilometer und Kurven wieder ins Tal nach Barcelonette ging.


Mini-W

Eine wahnsinnig schöne Abfahrt.


Abfahrt

Mein Weg sollte über Barcelonnette zum Col de Pontis führen. Und die Strecke bot so allerhand für’s Auge und Gemüt.


Brücke

Kurz vor dem Lac de Serre-Poncon habe ich einige Fahrer des Volvo-Fan-Club aus den Niederlanden getroffen und einen kurzen Plausch mit ihnen gehalten. 35 Fahrzeuge sind wohl im Club und die, die ich gesehen habe – die waren echt sehr schön gemacht.


NL-Volvo

Natürlich interessierten sich die Holländer auch für die W und eine Frage war:
Ist sie wirklich alt oder „nur ein Retro“?
Ich wollte schon anfangen und den beiden die Sache mit dem Original (W650) und dem Plagiat (Triumph Bonni) erklären - habe mich dann aber zur einfachen Antwort durchgerungen:
Sie ist aus dem letzten Jahrtausend :-)

Auch wenn ich sonst den einen oder anderen Spaß mit den gelben Nummernschilder mache, muss ich sagen: heute die Holländer waren echt nett.

Weiter ging meine Fahrt und aus den Bergen konnte ich schon den einen oder anderen Blick auf den Lac de Serre-Poncon werfen.


Lac de Serre-Poncon

Auf dem Weg zum Col de Pontis habe ich die Strecke entlang des Seeufers wieder verlassen.


Lac de Serre-Poncon

Aber auch auf dieser Strecke hat man immer wieder tolle Ausblicke auf diesen tollen See und auch die bekannte „See-Kirche“ konnte ich sehen.


Lac de Serre-Poncon mit See-Kirche

Genau wie die tollen Brücken über den See.


Lac de Serre-Poncon mit Brücke

Auch auf dieser Strecke zum Col de Pontis sollte man einige Erfahrungen mit super-engen Turnarounds auf zum Teil unbefestigten Strecken – zum Teil auch wieder mit Steinschlag – haben.


Anfahrt zum Col de Pontis

Von Embrun aus bin ich dann sehr entspannt über die N94 bis nach Briancon gefahren und am Anfang hatte ich auf dieser gut ausgebauten Straße echt Probleme:
Ich wusste schon gar nicht mehr, wie man gerade aus und im 5. Gang fahren soll….


Landschaft

Auch auf diesem Stück meiner Tour war die Landschaft sehr schön anzuschauen.

Nach dem Abendbrot werde ich mich mal um die morgige Strecke kümmern. Vor dem Hintergrund des das Profil des Hinterreifens bisher wesentlich mehr gelitten hat, als ich das geplant hatte, werde ich die Tour über Alpe de Huez morgen vermutlich streichen. Ich hoffe, dass das Hinterrad noch bis nach Hause hält.

Am Abend ist es ziemlich windig geworden. Hoffentlich hält das Wetter ….

Die heutige Tour:

SR-Junkie - 1 kick only
heizt Du noch, oder W-andeSRt Du schon?

Falcone Online




Beiträge: 111.845

29.10.2012 18:33
#57 RE: w-iva la france Antworten

Na, das war ja echt ein toller Abschnitt. Das Navi hat es mit der Umleitung nur gut gemeint, sonst hättest du den einen schönen Tour-Teil zu Beginn ja nicht kennen gelernt
Schön, dass du alles aufgezeichnet hast, da kannst du mir ja die Dateien mal mitbringen. Da möchte ich auch mal hin!

Grüße
Falcone

Zündfix Offline




Beiträge: 84

29.10.2012 18:40
#58 RE: w-iva la france Antworten

Ich komm aus dem Sabbern gar nicht mehr raus. Weiterhin ist der SR-Junkie auf den schönsten Straßen unterwegs, die Europa dem motorisierten Zweiradgenießer anzubieten hat. Und die W scheint mir für diese Art des Reisens geradezu perfekt zu sein. Bin dieselben Straßen schon mit Honda Hornet, SR 500 und Super-Tenere gefahren, nun wird der Wiunsch wach, all dies mit der W zu w-iederholen.

M.f.G.,
Zündfix, in gieriger Erwartung auf die Fortsetzung.

Motorradfahren ist die wildeste Spielart einer friedlichen Seele.



Meine Eintöpfe, ihre Vorgängerinnen und Plan B:
http://sr-xt-500.de/cpg133/thumbnails.php?album=290
Reisen, Treffen und so:
http://picasaweb.google.de/Zuendfix300

Brundi Offline



Beiträge: 33.192

29.10.2012 18:50
#59 RE: w-iva la france Antworten

Zitat von SR-Junkie im Beitrag #56



Mini-W




Wow!

Über die Porphyr-Schlucht hab ich schon einiges gelesen und Bilder gesehen. Muss spannend sein!

Grüße
Monika

piko Offline




Beiträge: 16.462

29.10.2012 19:05
#60 RE: w-iva la france Antworten

Zitat von Brundi im Beitrag #59
Zitat von SR-Junkie im Beitrag #56



Mini-W




Wow!

Ja, finde ich auch ... was'n tolles Bild ...

... selbst wenn "jemand" meinen könnte der Horizont wäre schief ...

piko

warum einfach, wenn's auch kompliziert geht

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