Zitat von Fenek im Beitrag #59Mittlerweile habe ich die Vermutung, dass uns die erfolgreich an der W durchgeführten apfelbeckschen Modifikationen nicht mehr genannt werden (können).
Das nehme ich auch ganz stark an. Wer will, kann die Apfelbeck Modifikationen ja mal ergoogeln und sie hier zitieren. Vielleicht sind sie gemeint. Vielleicht weiß der Schreiber selbst nicht so genau, was er da wie gemacht hat, falls er überhaupt getunt hat.
Wenn man die Übersetzung verlängert, um die Drehzahl zu senken, braucht man für gleichen Durchzug wie zuvor mehr Leistung, kommt also um ein leistungsförderndes Tuning nicht herum. Tauscht man also vorne das vorhandene Ritzel gegen eines um einen Zahn größeres aus, so verringert sich der Durchzug ebenso wie die Beschleunigungsleistung, die w wird "schlapper", das am Hinterrad zur Verfügung stehende Drehmoment verringert sich. Da der letzte Gang schon ab Werk emissionsbedingt als Schongang ausgelegt ist, ist diese Änderung also nicht wirklich sinnvoll.
Zum Apfelbeck: In erster Linie bekannt wurde er in den 60er Jahren durch seine Tuningmaßnahmen im Bereich des Zylinderkopfes, insbesondere Halbkugelige Brennräume, Vierventiltechnik, radiale Ventilanordnung. Vieles davon ist heute Standard, die ersten beiden Punkte auch bei der W. Mit dem Buch von Apfelbeck als Vorgabe wird man den W-Motor also nicht ohne massive Eingriffe zu mehr Leistung verhelfen können. Ein "moderates Tuning nach Apfelbeck" ohne den Motor auszubauen und zu zerlegen durchführen will, ist also durchaus erklärungsbedürftig.
Zitat von Falcone im Beitrag #62Wenn man die Übersetzung verlängert, um die Drehzahl zu senken, braucht man für gleichen Durchzug wie zuvor mehr Leistung, kommt also um ein leistungsförderndes Tuning nicht herum.
Kann mir einer mal erklären was das bringen soll! Bei 100 Kilometer im 5. Gang dreht die meine W ca. 3600 U/ Min warum soll ich dann noch ein anderes Ritzel einbauen? Ohne die Japaner in Schutz nehmen zu wollen irgendetwas haben sie sich schon gedacht und umbauen des Umbaus willen ?
Ich wollte bei meiner einen sonoren Klang und dazu hat mir die Firma Dötsch verholfen. Ich bin überrascht was dabei rausgekommen ist auch ohne Apfelkuchen !
Das kann dir die Datenbank erklären, das muss ja nicht noch mal zum zigsten mal hier gemacht werden. Und ja, man muss kein anderes Ritzel einbauen. Ein kleineres Ritzel als das serienmäßige macht die W flotter und nutzt die mögliche Drehzahl aus. Dadurch dass man früher im 5. ist, kann man theoretisch Sprit sparen. Da man aber gerne mal mit dieser Übersetzung flotter unterwegs ist, hebt sich dieses Potenzial wieder auf. Ein größeres Ritzel als das serienmäßige macht die W lahm, man muss öfters im 4. Gang fahren und braucht mehr Sprit.
Zitatirgendetwas haben sie sich schon gedacht
Auch das hatte ich bereits ausführlich erläutert - und gerade vorhin erst erwähnt.
Das mit dem "Apfelkuchen" war echt blöd. Apfelbeck hat wirklich sehr viel zur Entwicklung moderner Motoren beigesteuert, von dem wir als W-Fahrer auch profitieren.
Hallo, in #51 hatte ich noch Fragen zum TL der Airbox gestellt. Ich vermute das ist etwas unter den Tisch gefallen. Weiss jemand was zur Modifikation im Inneren der 650er Box und ob sich das mit der 800er Box erledigt hat? https://web.archive.org/web/200608270247...ox/airbox.shtml
Captain Jakes Maßnahmen stammen aus der Frühzeit des W-Tunings und haben nur wenig Wirkung. Beim Tuning Light der W650 wird die Airbox deutlich weiter geöffnet. Aber du fragst ja nach W800. Da muss ich leider passen, weil das Tuning hier in aller Regel durch die Beeinflussung der Kurven in der Blackbox (z.B. Powercommander) erfolgt - und dazu kann ich mangels eigener Erfahrung nichts beitragen. Ulf hatte sich dazu ja auch schon in der Datenbank geäußert, aber das hast du sicher schon gelesen. Den Schnorchel-Engpass zu entfernen, ist sicher nicht verkehrt.
zwei Anmerkungen von mir, Tuning light an der W800 ist schon sinnvoll und bringt etwas mehr Drehmoment so mein Eindruck, die Betonung liegt auf "etwas". Was aber an der W800 nix bringt ist das kleinere Ritzel vorne, also 14 Zähne. Man schaltet und schaltet und ist sehr schnell im 5. Gang. Vielleicht habe ich etwas mehr Leistung am Hinterrad aber das Fahren auf Landstraßen findet nur im 5. statt. Ich habe den Eindruck, die Fuhre ist damit zu kurz übersetzt und deshalb und weil der Tacho enorm vor geht habe ich wieder zurückgerüstet auf 15 Zacken, lg Heiner
Zitat von Falcone im Beitrag #64 Ein kleineres Ritzel als das serienmäßige macht die W flotter und nutzt die mögliche Drehzahl aus...
Dazu wieder eine Frage: Wird die mögliche Endgeschwindigkeit höher, weil das günstigere Drehmoment besser gegen den Windwiderstand ankommt? (Eine für mich eher theoretische Betrachtung, bin kaum auf der Autobahn unterwegs) Wenn ich mich recht erinnere ist z.B. die NC700x im 5ten Gang schneller als im 6ten. Der ist wohl eher eine Art Overdrive.
ZitatWird die mögliche Endgeschwindigkeit höher, weil das günstigere Drehmoment besser gegen den Windwiderstand ankommt?
So ist es. Unter idealen Bedingungen - also windstill, ebene Strecke - schafft die W650 die angegebene Endgeschwindigkeit allenfalls mit eng anliegender Kleidung, flachem lenker und ganz flach gemacht. Mit der kürzeren Übersetzung schafft sie die 175 km/ problemlos. Aber, wie du schon sagst, das dürfte wirklich nur zur theoretischen Erläuterung sein. Es dürfte sich wohl kam jemand eine W kaufen, um damit deren Endgeschwindigkeit ausreizen zu wollen. Da gibt es wirklich andere, besser geeignete Motorräder.
Nach meinen Unterlagen haben alle W800 tatsächlich vorne 15 Zähne, da hatte ich mich geirrt.
und wen dies noch interessiert, bei der Captain Jake Methode ist es wichtig, die originalen Hauptdüsen 118 der Vergaser durch 122er zu ersetzten, sonst gibt es bei Vollast die Gefahr von Kalamitäten, das hat er damals leider nicht erwähnt. Wunder kannst du da natürlich keine Erwarten, es ist marginal, jedoch wird das Ansauggeräusch bei hoher Last deutlich höhrbar.
Hallo W650-, W650 Gespann-, W800/1/2-Fahrer, hier wird einiges durcheinander interpretiert. Jedoch, ihr habt mich überzeugt und als Heißluftbläser enttarnt. Die Äußerung „moderat getunt nach Apfelbeck“ nehme ich zurück! Ich wollte keine Diskussion! Ich meinte Luftzufuhr und Abgasabfuhr, die der genannte Herr sehr gut beschrieb, und hier mit „da wird dir geholfen“ öfters namentlich erwähnt wird. Ventil-, Kopf-, Nockenwellen- und Kurbelwellenbearbeitung (Apfelbecks Hauptthema) ist nicht beabsichtigt, da mir zu aufwendig. Dass da die Gemüter neugierig geworden sind und das Nonplusultra zum Nulltarif herauskitzeln wollten, war nicht meine Absicht, bzw. hätte ich wissen müssen. Eigentlich mache ich nichts Anderes als Tuning Light der Eigenbrödler, mit Spritverbrauch 4L + 5% bei genauer Tachoanzeige ohne Heeler. der halt einen „Orientierungsnamen“ genannt hat. Hier machen und schreiben ja so Einige „Ihr“ Ding .;-)) Es tut mir leid mich zu diesen Thema geäußert zu haben. Freuen tut mich die Tatsache , dass doch der Ein oder Andere mim 16-er Ritzel auch flott vorankommt, selbst wenn er mal runterschalten muss. Gruß Bardolino