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Dieses Thema hat 62 Antworten
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 Reiseberichte / Motorradgeschichten
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Soulie Offline




Beiträge: 26.525

28.07.2018 17:08
#61 RE: Monti Lessini antworten

Danke Stephan!
Auch wenn ein nordischer Oginoolheimer das ganz anders sieht ...

Mir gefällt sie. Und hier im Süden gibts nur Komplimente statt Kritik.
Ich hatte mich kurz mit einem Radler da oben unterhalten.
Der war mein Alter oder älter. Respekt! Er war begeistert
von meinem Feuerstuhl.

Soulie Offline




Beiträge: 26.525

28.07.2018 18:11
#62 RE: Monti Lessini antworten

Hier liegt eine komplette Auspuffanlage
aus Edelstahl mit Interferenzrohr.
Optisch ähnelt sie der originalen Anlage.
Aber ich mag den Klang der SR-Anlage.
Das ist Musik in meinen Ohren.

Soulie Offline




Beiträge: 26.525

09.09.2018 19:59
#63 RE: Monti Lessini antworten

Heute war die Tour mal wieder fällig. Aber es war wohl nicht mein Tag. Traumhaftes Wetter, aber irgendwie war der Wurm drin. Das ging schon nach 50 Metern los, als ein PKW von rechts aus einer Einfahrt schoss, um dann stehen zu bleiben. Das war knapp! Immerhin hat der Dödel sich entschuldigt. Um neun war ich gestartet, es war noch wenig Verkehr, aberfür die 12 Kilometer von Limone nach Riva hab ich etwa eine halbe Stunde gebraucht. Zwei deutsche Reisebusse hatten die Gardesana mehr oder weniger dicht gemacht. Warnblinkend zuckelten beide im Schritttempo hintereinander her. Sehr sinnvoll! So war Überholen nahezu unmöglich. Diese Dumpfbacken!
Bis Mori liefs dann eher zäh, aber es lief. Ab Rovereto kam dann bis zum Pass Freude auf, trotz der Dosen, die ich schnupfen musste.Heute war überall mächtig Verkehr. Oben am Pian delle Fugazze wollte ich einen Schluck Saft trinken, aber der schwamm in der Ledertasche - der Verschluss der Trinkflasche muss sich gelöst haben. Und die uralte Tasche (ein Jahr älter als ich) war noch dicht, so dass ich die Brühe mit einem Tempotaschentuch raus friemeln musste. Äschälisch, zumal der leckere Saft nun den Asphalt erfrischte, statt mich. Runter gings dann nach Valli di Pasubio, wo direkt neben der Abzweigung nach Recoaro Terme eine Tanke ist. Da hab ich Sprit gefasst - diesmal ohne Probleme. Dafür brauchte ich aber meine Lesebrille, und die war im Rucksack. Weiter gings über Recoaro Terme, Valdagno, Altissimo, Crespadoro nach Durlo, wo die übliche Pause eingelegt wurde. Da merkte ich dann, dass ich keinen Rucksack mehr auf'm Buckel hatte.
Schiete, sächt Fiete ... was machen? Umdrehen und hoffen, dass der noch an der Tanke liegt? Oder den Giro wie geplant weiterfahren? Es waren nur Proviant und die Straßenkarte drin, also kein Beinbruch. 45 Kilometer standen auf'm Tacho. Ich beschloss zurückzufahren, die Strecke ist ja schön zu fahren, bis auf die engen Serpentinen, die mir rechts rum mit der W nach wie vor zu schaffen machen. Also genauso wieder zurück. In Crespadoro war eine Völkerwanderung. Alle Wanderer trugen eine Nummer, und sie strebten zu einer großen Freifläche, wo sie verköstigt wurden. Ich muss mal gugeln, was da los war, denn es stand auch ein halb auf- oder abgebautes Stahlgerüst dort, wie für eine Freiluftbühne.
Schließlich, nachdem ich mich endlich mal aufgerafft hatte, den Passo Xon abzulichten, (was natürlich schief ging, weil die Kamera sich statt auf Aufnahme auf Video verstellt hatte ) kam ich in Valli di Pasubio an und suchte auf der Tanke nach meinem Zaino. So heißen die Säcke hier. Niggese! Na ja, auf der anderen Straßenseite ist eine Bar, vielleicht hat ein ehrlicher Finder ihn dort abgegeben. Tatsächlich, wie gut, wenn man sich verständigen kann - die Bedienung verschwand umgehend und kam mit meinem Rucksack zurück. Immerhin ein Erfolgserlebnis.
Auf der SS46 (Get Your Kicks ...) war es inzwischen ruhiger geworden, die Italiener hatten kühle Plätzchen gefunden und pflegten ihre Siesta. Oben am Pass hab ich noch mal ein Päuschen eingelegt und mein Früchtebrot gefuttert. Dabei kam ich mit zwei Amis ins Gespräch, die mit Rennrädern eine geführte oder begleitete Tour machten, die in London begann. In einem großen Bus wurde ihr Gepäck transportiert, wo genau das Ziel ist hab ich nicht genau verstanden. Erst mal gehts weiter nach Kroatien. Respekt! Der eine fuhr ein nach Maß gefertigtes Titanrad, zerlegbar, vom Feinsten. Das fiel mir natürlich gleich auf.
Dann gings runter nach Rovereto, genüsslich, nahezu ohne Verkehr. Schön!
Natürlich musste noch irgendwas passieren an so einem Tag. Um möglichst schnell heim zu kommen bin ich nicht, wie gewohnt, über die Dörfer (Isera, Mori) gefahren sondern hab die 'Schnellstraße' und den relativ neuen Tunnel genommen, die Ortsumgehung von Mori sozusagen. Und kaum im Tunnel - da steht schon alles. Ätzend! Erstens sehe ich kaum was, weil ich die Sonnenbrille auf der Nase hab. Und dann stinkts ekelhaft nach Abgasen. Schlicht und einfach zuviel Verkehr. Die Kradler schlängeln sich mühsam an den Dosen vorbei, viele Autofahrer machen sogar Platz, damit wir vorbeikommen. Trotzdem sind es etwa 10 quälende Minuten, bis das Tunnelende erreicht ist. Warum bin ich nicht auf meiner üblichen Strecke geblieben? Die wäre deutlich schneller gewesen. Dumm gelaufen!
Insgesamt hab ich inklusive der Schwätzchen (in Torbole wurde ich von einem W-Fahrer angesprochen) über acht Stunden auf'm Bock gehockt. Wäre ich lieber zum Surfen gefahren, da wäre es zwar auch voll, aber nicht so chaotisch gewesen. Aber meine Titania hat mir zu verstehen gegeben, dass sie einen Ruhetag braucht. Den hat sie nun bekommen. Morgen gehts wieder aufs Wasser, um den heutigen Äschä abzuspülen.
Etwa 280 Kilometer - kein guter Schnitt.





Der Rest ist Video.

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