Meine Sorge ist eher, dass allein Obamas Hautfarbe eventuell zu viel unbestimmte Hoffnungen bei der schwarzen Bevölkerung geweckt hat und nun aber in schwierigen Zeiten Politik für alle machen muss, die nicht jedem schmeckt. Das könnte bei dem einen oder anderen dann ganz schnell in Hass aus Enttäuschung umschlagen.
na klar habe ich die Reden von Obama gelesen und außer in Sprechblassen verpackten Versprechungen habe ich bei ihm nichts gelesen, war sein ständiger Ausspruch nicht immer „ja, wir können das“, er will die Politik verändern und in ein neues „Zeitalter“ führen, toll, wenn das keine Versprechungen sind, was dann bitte sonst, und mit Visionen und Träumen kann ich persönlich nichts anfangen, dass überlass ich lieber den Träumern mit sind ein paar Fakten und Tatsachen lieber - wie auch immer, schauen wir mal einfach, was er macht
mit dem letzten satz hast du es wieder rausgerissen. volle zustimmung. bevor wir in schwarz- oder gueldenmalerei verfallen, lassen wir ihn doch erstmal machen. dann sehen wir schon, was er kann und was nicht.
eins aber kann man dem faktor obama jetzt schon zuschreiben. sein wahlkampf hat millionen leute mobilisiert, die extrem viel zeit, geld und energie investiert haben, um sich und die leute drumrum aus dem fatalismus der letzten acht jahre rauszuholen. was sich hier an buergerbeteiligung durch alle gesellschaftsschichten durch mobilisiert hat, das ist fuer mich das beeindruckendste an der wahl. leute, die bisher nie gewaehlt haben, weil sie davon ueberzeugt waren, dass es eh nichts bringt, stehen ploetzlich schlange vor dem wahllokal. zehntausende studis und hausfrauen ziehen durch die viertel, um den leuten zu zeigen, wie die wahlprozedur funktioniert. fuenftausend anwaelte (von der berufssparte kann man halten was man will, aber trotzdem), die sich den tag freimachen, um in den wahlstationen rumzustehen und dafuer zu sorgen, dass keiner wegen irgendwelcher legalistischer spitzfindigkeiten um sein wahlrecht gebracht wird. tausende ganz normaler leute, die aus der eigenen tasche finanziert essen und getraenke an die wartenden verteilen und die leute anhalten, ihre pflciht als buerger zu erfuellen und zu waehlen. die amis sind eben doch nicht nur die bigmacfressenden waffengeilen dumpfbacken, als die sie auch in der deutschen presse gern dargestellt werden. und wenn man in die einschlaegigen blogs und foren schaut, dann ist der ton nicht "der obama wirds alles heile heile machen", sondern eher "leute, wir haben gezeigt, was wir bewirken koennen, aber jetzt geht die arbeit erst richtig los."
die botschaft ist eben nicht "yes, I can", sondern "yes, *we* can"
kleiner, aber essentiell wichtiger unterschied.
und zu ihm persoenlich noch eine lobende anmerkung: er hat gezeigt, dass man einen praesidentialen wahlkampf im staat auch gestalten kann, ohne dem gegner staendig ans bein zu pinkeln und dann lauthals rumzukrakeelen, dass er nach pisse stinkt. dass er den wahlkampf ums hoechste amt in wuerde durchgefuehrt hat, ohne auf die miesen taktiken der gegenseite einzusteigen, dass macht ihn mir jetzt schon sehr sympathisch.
und noch ein, zwei dinge, die mir gefallen haben: 1. colin powells reaktion auf den vorwurf "i don't trust obama, he's an arab" und mccains entgegnung "no, ma'm, he is a decent citizen".
2. den beitrag in huffington post, dass obamas gewinn kein freibrief fuer die schwarzen ist, sondern im gegenteil das zeichen, dass es auch ein schwarzer bis ganz nach oben schaffen kann. die ausrede "wir haben eh keine chance, denn das system is gegen uns" zieht damit nicht mehr.
und so freu ich mich fuer all die leute, die seit wochen klinken geputzt haben, sich von der gegenseite haben niedermachen lassen und jetzt die bitter erkaempfte belohnung bekommen haben fuer ihr bemuehungen: die bestaetigung, dass die einfachen leute was bewegen koennen, auch gegen den widerstand der saecke, die oben auf macht, meinung und moneten sitzen.
ich würde sagen, lasst uns erst mal sehen was er macht, bovor wir ihn zu sehr loben oder verdammen ... ich sehe in ihm zumindest eine größere chance das sich was bessert als bei dem Pommes-heini, bleibe aber skeptisch (allerdings auch hoffnungsfroh)
Reifen haben rund zu sein und gripp zu haben, alles andere ist firlefanzerei !!!!
Mannomann, bis halb drei vor der Glotze gehockt ... Ich bin froh, dass ers geschafft hat! Ein Politiker mit Charisma und Visionen! Und ich hoffe sehr, dass er eines natürlichen Todes sterben wird. Aber sicher bin ich mir da nicht. Ballernde Dumpfbacken gibts genug da drüben ...
In Antwort auf:Und ich hoffe sehr, dass er eines natürlichen Todes sterben wird. Aber sicher bin ich mir da nicht. Ballernde Dumpfbacken gibts genug da drüben ...
Das hoffe ich auch! Wobei ich der Meinung bin daß diese Gefahr wohl eher nicht von "Dumpfbacken" sondern vielmehr von bestimmten, über den Wahlausgang nicht gerade glücklichen, Interessengruppen ausgeht.
Jedenfalls kann man den USA zu diesem Präsidenten(zumindest aus jetziger Sicht) nur gratulieren - ich hätte nicht gedacht, das er's schafft und bin umso positiver überrascht - auch über das "Wahlverhalten" der Leute und die tollen Bilder die es zu sehen gab. Wünschenswert wäre auch, er würde außenpolitisch was bewegen und insbesondere den Irak befrieden und natürlich auch das weltweite imperialistische Gebaren der Vereinigten Staaten ein wenig zügeln - daran könnte man dann sehen, wieviel Einfluß so ein Präsi überhaupt auf die Politik eines/dieses Staates hat?!
wie soll er das den machen ? da gibt es viel zu viele gruppen die sich gegenseitig an die Gurgel wollen - das einzige was die noch mehr wollen ist den Amis an die Gurgel ... im irak ist nachdem der große diktator der alles unterdrückt hat (aber vom volk als instanz akzeptiert war) weg ist nur noch alle gegen die amis oder jeder gegen jeden möglich - das wird es in den nächsten 10-15 Jahren keinen echten frieden geben.
Reifen haben rund zu sein und gripp zu haben, alles andere ist firlefanzerei !!!!
Gut Frage! Aber wie wär's erstmal mit Truppenabzug und Vertrauen auf Selbstregulierung - um dann auf gleicher Augenhöhe Unterstutzung anzubieten ... ... oder will man die Ölförderung den Irakis nienicht selbst überlassen?!
Jetzt bin ich 'n bisschen schlauer über ihn. Merkwürdig nur, dass man nie was über seine Mutter und den kenianischen Vater hört. Bloß über die Großmütter ... Er muss ne richtige Powerfrau gefunden haben. Ich bin gespannt, was er im Amt bewegen wird. Jedenfalls fand ich die Wahl schon historisch.
In Antwort auf:Hoffendlich lassen Sie Obama ins "weisse" Haus...
Füße hoch!
------------------------------------------------- Es waren mal zwei Piraten, Gefürchtet obwohl sie nix taten, Sie waren ganz untätig immer, Aber Untaten sind halt viel schlimmer!
Zitat von SoulieJetzt bin ich 'n bisschen schlauer über ihn. Merkwürdig nur, dass man nie was über seine Mutter und den kenianischen Vater hört. Bloß über die Großmütter ... Er muss ne richtige Powerfrau gefunden haben. Ich bin gespannt, was er im Amt bewegen wird. Jedenfalls fand ich die Wahl schon historisch. Bye Soulie
sein Vater und seine mutter waren nicht lange zusammen, seine mutter ist dan auf die philipinen gezogen zu ihrem zweiten man und hat Obama ein paar jahre später zu ihrer Mutter geschickt die ihn aufgezogen hat weil er in Amerika zur schule gehen sollte - deshalb ist die Großmutter für ihn prägender gewesen
Reifen haben rund zu sein und gripp zu haben, alles andere ist firlefanzerei !!!!