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Dieses Thema hat 177 Antworten
und wurde 18.535 mal aufgerufen
 Reiseberichte / Motorradgeschichten
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truwi Offline




Beiträge: 2.332

20.01.2017 20:56
#166 RE: Die Einschläge kommen näher Antworten

Danke Dieter,

ohne die beiden gekannt zu haben, bin ich berührt dank deiner bildhaften Darstellung, die sehr gern nochmal gelesen habe.
Ich habe auf beide und die vielen anderen, die nicht mehr unter uns weilen angestoßen.


T

AndreaW650 Offline



Beiträge: 4

26.01.2017 15:34
#167 RE: Meine Erste Antworten

Schöne Geschichte und Tolle Reise

Mattes-do Offline




Beiträge: 6.632

26.01.2017 16:55
#168 RE: Meine Erste Antworten

Gruß,
Mattes

Brundi Offline



Beiträge: 32.864

26.01.2017 17:11
#169 RE: Meine Erste Antworten



Guck mal die Beiträge von Andrea an. Kopie und Paste.... in kleinen Variationen


Grüße
Brundi

decet Offline




Beiträge: 7.440

22.07.2021 21:22
#170 RE: der Kapitän Antworten

Diese Schnurre hat nur sehr entfernt mit Motorrädern zu tun, eigentlich nur wegen der Beteiligten, die sich im Dunstkreis des Böse-Buben-Motorradklubs aufhielten.

Da gab es einen älteren Herrn, der so um 1973 oder ’74 seinen damals schon etwas betagten Opel Kapitän P 2,6 auftankte und von irgendwo in Deutschland aufbrach, um sich mal die Alpen anzusehen. In Füssen pieselte ihm dann ein Leck im Kühler eine Pfütze auf den Hotelparkplatz, und er suchte eine Opel-Werkstatt auf, damit er seine Karosse wieder stubenrein bekäme. Der Händler bestellte ihm auch einen neuen Kühler, was ein paar Tage dauerte, baute ihn ein und wollte summa summarum um die 250 DM dafür haben. Der Herrenfahrer griff zum Scheckbuch und beglich die Rechnung, nur um dann zu erfahren, daß bei der Reparatur weitere teure Schäden zum Vorschein gekommen wären, und ob er nicht lieber einen neuen kaufen wolle, er hätte da günstige Angebote, und den alten Kapitän würde er für 250 DM in Zahlung nehmen. Das ging dem Kapitänsbesitzer denn doch ein bißchen zu weit, und er sprach: „Da schenk ich ihn ja lieber dem Wachsoldaten da drüben!“ und zeigte auf den Gebirgsjäger, der vor dem in Sichtweite der Opel-Werkstatt befindlichen Kasernentor stand.

Da das den habgierigen Händler nicht zu einer Aufstockung seines Angebotes bewog, schritt der havarierte Opelfahrer über die Straße und fragte den Gefreiten: „Wollen Sie meinen Kapitän geschenkt haben?“ - der Wehrpflichtige junge Mann fühlte sich zunächst veräppelt, aber als der Reisende die Fahrzeugpapiere in der Hand hatte und den Schlüssel dazu legte, zuckte er mit den Achseln, sagte artig: „Danke schön!“ und war jetzt (ein etwas verblüffter) Besitzer eines sehr gepflegten Luxusautos. Nach Dienstschluß erfolgte dann die Übergabe mit einem formlosen Vertrag, einer Einweisung und dem Rat, die vorsorglich im Kofferraum mitgeführten nagelneuen Stoßdämpfer einzubauen.

Der jetzt autolose Herr fuhr dann mit der Bundesbahn nach Hause und kaufte wahrscheinlich in seiner Heimatstadt ein neues Gefährt, um seine Alpenerkundung fortzuführen.

Und der Gefreite? Der hatte nämlich schon einen Fiat 600, mit dem er nicht betriebskostenmäßig überfordert war, und den Kapitän konnte er sich eigentlich nicht leisten. Also ging er unverzüglich mit der unverhofften Neuerwerbung hausieren. Sein Kamerad Werner, ebenfalls wehrpflichtig, zeigte Interesse, wollte aber nichts Bares investieren, und nach kurzem Verhandeln einigte man sich auf ein Tauschgeschäft, Zug um Zug den Kapitän gegen ein in den Fiat einzubauendes Autoradio, das der Werner noch übrig hatte. Der Werner, der war nun Mitglied im Kaufbeurer Motorradklub, und kam beim nächsten Freitagstreffen großspurig mit dem großen Opel vorgefahren, um ihn seinerseits auf den Markt zu werfen, denn auch er konnte sich (als W15) das Schiff eigentlich nicht leisten.

Solche schnöden wirtschaftlichen Erwägungen konnten allerdings meinen Bruder Jonas nicht bremsen, der kaufte dem Werner ein paar Tage später das Prachtstück ab, ich weiß nicht, um welchen Preis, aber viel kann’s nicht gewesen sein. Jedenfalls fuhr der Jonas einen Sommer und einen Winter lang den Nobelhobel spazieren, der immerhin noch eineinhalb Jahre TÜV hatte, und verkloppte ihn im Frühjahr mit sattem Gewinn an einen Türken.

Das war ein feines Auto. Ich durfte auch mal damit fahren, Luxus und Establishment pur, und schön entschleunigend. Ganz unpassend für uns Möchtegern-Rebellen.

Alkoholfreies Bier... schmeckt richtig, ist aber falsch.

tom_s Offline




Beiträge: 5.315

23.07.2021 09:15
#171 RE: der Kapitän Antworten

hypsch geschrieben..

..aber häddste den mal behalten (bzw. Deinem Bruder abgeschwatzt.
Was wäre so einer heute Wert?
Und allein das winterliche Schrauberpotenzial! - Unbezahlbar.



Gruß
Thomas

Carpe diem

decet Offline




Beiträge: 7.440

23.07.2021 10:08
#172 RE: der Kapitän Antworten

Häddste, häddsde. Ich hatte doch auch keinen Knopf Geld, und den zu konservieren, bis er was wert ist, hatte ich auch keine Garage. Is schon gut so

Aufgerufen wird für guterhaltene Exemplare auch schon mal 20 Tausend €, aber damit kommt nicht mal die Garagenmiete aus 40 Jahren rein

Alkoholfreies Bier... schmeckt richtig, ist aber falsch.

tom_s Offline




Beiträge: 5.315

23.07.2021 11:55
#173 RE: der Kapitän Antworten

Eyh, Dieter, das war ja nicht wirklich Ernst gemeint.

Das mit dem Konservieren kenne ich bzw. hätte ich gekannt.
Meine erste Karre war ein geschenkter Fiat 1500 von der Patentante. klick zum fremden Bild
Den haben auch nur noch die Zierlinien (jede Menge) und der Rost (noch mehr) zusammen gehalten.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich den gar nicht hätte restaurieren können mangels Ahnung und Geld (Bundeswehr bzw. Student)

Irgendwie ist das ganze Geraffel irgendwann ja auch eine Belastung.
Ist also gut, wie es ist.



Gruß
Thomas

Carpe diem

gerry Offline




Beiträge: 3.694

24.07.2021 06:47
#174 RE: der Kapitän Antworten

Ja so ist das halt. Wenn man vorausschauend genug gewesen wäre und vor allem wenn man entsprechende Lagerkapazität gehabt hätte und alle sein Fahrzeuge nicht verkauft oder verschrottet hätte, ja dann ...

Wäre eine schöne Sammlung bzw. wäre eine gute Altersvorsorge gewesen.

Hätte ,hätte Motorradkette.

Gruß Gerry



zzzz

Zephyr ( gelöscht )
Beiträge:

24.07.2021 16:02
#175 RE: der Kapitän Antworten

Der Fiat 1500 ist traumhaft...


Irgendwann vor 10 Jahren hatte ich mal eine Geschäftsidee: Eine leere, trockene Halle mit 1000 m² war ungenutzt vorhanden. Ein Auto mit etwa 4,50 Länge und 2 m Breite braucht 9 m², Wege schon mit drin. Es passen also etwa 100 Autos in die Halle.
Nun sollten billigst sonderbare Fahrzeuge am Ende ihrer Nutzungszeit billig aufgekauft werden. Also Ford Scorpio, Opel Senator, VW Santana, Ford Orion, Daihatsu, Daewoo, kurzum, alles, was dem ästhetischen Empfinden der Auromobilisten entgegengestanden hätte.
Sprit raus, kleine WD 40 Dusche, fertig.
Mindestens 20 Jahre lagern, dann mit Aufpreis verkaufen, Teile verkaufen usw. Reichen überhaupt 20 Jahre, sollten es 30 sein?

Also mal angenommen, so ein Ding wird in Konkurrenz zu Litauen oder Afrika für 1000 Euro / Stück gekauft. Investition also mindestens 100 000 Euro.

Die Halle ist in der Vermietung 2400,- / Monat wert, also rund 576 000 auf 20 Jahre, dazu Nebenkosten, gesamt also rund 700 000.
Also 7000 pro Auto, wenn nicht Feuer, Vandalismus usw den Wert gemindert hätte. Vor 10 Jahren gab es auch noch Zinsen, sagen wir mal 2 % /Jahr, also rund 500 pro Wagen auf 20 Jahre.

Der Verkaufspreis pro Fahrzeug hätte also mindestens bei 8500 liegen müssen, ohne das jegliche Arbeit bezahlt oder Gewinne erzielt worden wären.

Über Wertverluste von Geld über 20 Jahre ist dabei noch nicht ausreichend nachgedacht worden. Und wer sagt, daß Verbrenner dann noch begehrt sind ?

Vernachlässigt man hier mal den Inflationsfaktor, hätte man pro Ruine nach 20 Jahren deutlich über 10 000 Euro nach heutigem Preisgefühl erzielen müssen, um angemessen zu verdienen. Ohne Steuer, ohne Risko, auf irgendwas sitzen zu bleiben.

Würde man heute (2021) soviel Geld für ein abgewirtschaftetes, 30 - 40 Jahre altes Fahrzeug ( 20 Jahre bei Einlagerung + 20 Jahre Lager) bezahlen? Wohl eher nicht.

Dann müßten die Fahrzeuge schon als den 60ern stammen (doppelte Lagerzeit --> doppelte Kosten), also wieder nichts und zudem Generationenprojekt.


Durchgerechnet, verworfen. Aber die Idee war schön.

C4

tom_s Offline




Beiträge: 5.315

25.07.2021 12:57
#176 RE: der Kapitän Antworten

.. man kann aber auch jede romantische Idee mit Fakten killen.

Zu dem Zeitpunkt, ungefähr 1977/1978, regiert doch noch der sog. jugendliche Unverstand.
Einerseits war ich dankbar für das Geschenk der Patin (allerdings stammt diese Hälfte meiner Verwandtschaft aus Schwaben, die ja bekanntlich "nix gäbbä".) Ich wusste schon bald, warum man mir die Gurke geschenkt hatte. Der war meinem konservativen Onkel nicht mehr standesgemäß genug und war auch eben praktisch völlig durch gerostet. Sein nächster war dann "der Daimler")

Andererseits war der Fiat von der sehr rutschigen durchgehenden vorderen Sitzbank und dem kuhlen Bandtacho abgesehen, völlig uncool.
Als meine Ziellinien aufgebraucht waren, habe ich den Fiat an ein Bastlerkollektiv in Gießen verscherbelt und mir einen VW-Porsche zu gelegt. Das war dann eines der teuersten (gefühlt) Autos meiner Laufbahn. VW-Technik mit Porsche-Werkstattpreisen. (Aber das ist eine andere Geschicht.



Gruß
Thomas

Carpe diem

gerry Offline




Beiträge: 3.694

26.07.2021 07:55
#177 RE: der Kapitän Antworten

Zitat von tom_s im Beitrag #176
Zu dem Zeitpunkt, ungefähr 1977/1978, regiert doch noch der sog. jugendliche Unverstand.


Aber Hallo.
Ich kann mich erinnern, das ich in dieser Zeit mal billig einen Mercedes "geschossen" hatte. Einen 250 SE Coupe Automatik.
Geiles Auto, viel PS (für damalige Verhältnisse unfassbare 150PS). Und erst die Beschleunigung, wenn Du am Berg den "Kickdown" betätigt hast.

Aber leider, leider. Den Tacho hätte man auch ausbauen können - allein an der Tankanzeige konnte ich ablesen wie schnell ich unterwegs war.

Gruß Gerry



zzzz

Zephyr ( gelöscht )
Beiträge:

26.07.2021 09:23
#178 RE: der Kapitän Antworten

Bei meinem 123er 250 Automatic war das einfach: Über 100 zeigte die ersten zwei Ziffern der Tachoanzeige den Verbrauch an: 130 =13 Liter, 150 = 15, 180 = 18 Liter.

C4

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