Zitat von Falcone Mit dieser Mentalität hätte ich bestimmt jetzt keine trockenen Schäfchen, wie du so schön vermutest.
Grüße Falcone (heute schlecht geschlafen)
Naja, da brauch ich garnicht viel vermuten:
In Antwort auf:Jetzt: Das Leben genießen, vorwiegend auf zwei Rädern! Und noch ein bisschen Fachartikel schreiben. Früher: Motorradhandel, Industrie Designer, Leiter eines Bundesverbandes, Beratende Tätigkeiten in der Verkehrspolitik.
Ich verstehe natürlich deinen Ansatz, und er ist im Prinzip richtig, gilt halt nur für einen gewissen Prozentsatz der Bevölkerung, die anderen jammern schon nichtmehr, die haben sich bereits in ihr Schicksal ergeben. Und gerade die kleinen Selbständigen sind die, die als nächstes vor Hartz stehen werden. Während die Arbeiter alle noch Arbeitslosengeld erhalten, wenigstens ne Zeit lang, sind deren Chefs, sofern es sich um Einzelunternehmer handelt, direkt beim Hartz. N Jahr später trifft man sich dann und erinnert sich während des Wartens auf den Arbeitsberater an die guten alten Zeiten.
Gruß
hab übrigens auch schlecht geschlafen
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die Gedanken malen Bilder, doch ich finde keinen Rahmen
In Antwort auf:Das nicht mehr so viel Geld für Karnevalsumzüge verpulvert wird, ist ja echt mal ein Lichtblick Wenn man jetzt noch den Fußball abschaffen würde ...
Ansonsten findet man natürlich für jede Situation ein Beispiel. Dem Argument mit dem einen Getränk ließe sich zum Beispiel mit der angestiegenen Menge an Besoffenen begegnen, die derzeit beklagt wird. Ich will ja auch gar nicht bestreiten, dass es vielen Leuten nicht mehr so gut geht wie vielleicht vor ein paar Jahren noch - die meisten, die ich so erlebe, jammern aber auf sehr hohem Niveau, sitzen dabei in der Kneipe und ziehen sich fette Schnitzel rein und prahlen im nächsten Satz damit, wie sie jemanden beschissen haben, am besten den Staat. Mich nervt auch eher genau diese Gejammere, schreien nach Hilfe von sonstirgendwem und möglichst alles in de Arsch geblasen bekommen wollen. Mit dieser Mentalität hätte ich bestimmt jetzt keine trockenen Schäfchen, wie du so schön vermutest. Ich befürchte, unsere Wohlstandsgesellschaft ist einfach fett, faul und bräsig geworden und es muss noch deutlich schlimmer kommen, bis man bereit ist, mal wieder was anzupacken. Und bis dahin wird nach der Mammi gebrüllt und Schuld sind immer die anderen.
Und genau das nervt mich.
Da gehe ich konform mit.
Ich denke, wer sich ein Hobby leisten kann, bei dem man mit einem Kraftfahrzeug einfach so durch die Gegend fährt oder sogar Wettkämpfe damit betreitet, sollte besonders weit "über den Tellerrand schauen". Aber das ist nur mein Gefühl.
Und nur weil es einem mal besser oder viel besser ging, finanziell/materiell wohlgemerkt, ist kein Argument. Vielleicht müssen wir erst durch wahres Leid lernen, dass sich Dinge eben verändern und nichts still steht und so bleibt wie es ist. Aber das Anpassen fällt uns sehr sehr schwer, besonders, wenn es mit Verzicht verbunden ist.
Uwe, genau die kleinen Selbstständigen sind es, denen, wie ich finde, übel mitgespielt wird. Da findet sich schon mal jemand, der selbst was anpackt, Verantwortung nicht nur für sich selbst sondern oft auch noch für ein paar andere übernimmt und wird mit einer Bürokratie-., Pflichten- und Abgabenwelle überrollt, der er eigentlich gar nicht mehr Herr werden kann. Genau hier setzt eigentlich mein Wunsch an die Politik an. Diesen Menschen, denen ich mal ein positives Grunddenken unterstelle, sonst wären sie nicht selbständig, diesem Menschen muss es leichter gemacht werden, etwas aufzubauen und weiterzuführen. Nicht nur, dass sie eine Volkswirtschaft voranbringen, sie haben auch noch eine Vorbildfunktion dahingehend, dass es nicht nur die Möglichkeit gibt, "auf Staatskosten" zu leben, sei es als HartzIV-Empfänger oder als hoch dotierter Beamter. Ich will jetzt nicht propagieren, dass jeder selbstständig werden soll. Das wäre fatal. Aber wenn diesem Teil der Bevölkerung das Wasser abgegraben wird, beschädigt das auch bei allen anderen den Wunsch nach Fortkommen, unterbindet Aufbruchstimmung, führt zum großen Lamento. Grüße Falcone
Zitat von FalconeAber wenn diesem Teil der Bevölkerung das Wasser abgegraben wird, beschädigt das auch bei allen anderen den Wunsch nach Fortkommen, unterbindet Aufbruchstimmung, führt zum großen Lamento. Grüße Falcone
Dazu ein kleines Beispiel: Als ich mich 1997 in die Selbständigkeit verabschiedet habe, hatte ich zuvor ein größeres Unternehmen angestellt geleitet. Mit sattem Einkommen, Dienstwagen usw. Ich hätte damals den Anspruch auf Arbeitlosengeld mit dem Höchstsatz gehabt, damals rund 2300 DM / Monat.
Den Anspruch hätte ich jedoch innerhalb von zwei Jahren einlösen müssen, sonst ist er weg, verfallen. All die Jahre umsonst eingezahlt. Wer Arbeitslosengeld bezieht, darf aber kein Gewerbe angemeldet haben.
Das war russisches Roulette, war doch nicht klar, ob meine Bude überleben würde. Wäre sie nach 25 Monaten am Ende gewesen, hätte ich keinerlei Anspüche gehabt, obwohl ich jahrelang Höchstsätze in diese "Versicherung" eingezahlt hatte.
Ob das motivierend ist, mag jeder für sich entscheiden.
nun, so einfach, wie hier mal wieder dargestellt, ist es mit den Arbeitslosengeld für Selbständige natürlich nicht
seit 2006 können Selbstständige freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, wobei sich der Beitrag, im Gegensatz zu Arbeitnehmern, nicht nach der Höhe des Einkommens richtet, sondern einheitlich lediglich knapp 40 Euro beträgt, also im Zweifelsfalle wesentlich günstiger ist als der Beitrag, den ein Arbeitnehmer bezahlen muss das Arbeitslosengeld richtet sich dann auch nicht, wie bei Angestellten, nach der Höhe des Einkommens, sondern nach dem Durchschnittseinkommen der jeweiligen Qualifikationsgruppe, von denen es vier Gruppen gibt
Sollte man allerdings in den letzten zwei Jahren als Arbeitnehmer versichert gewesen sein, dann wird das Gehalt aus dieser Zeit als Bemessungsgrenze zur Grunde gelegt
kurzum, um Menschen, die den Start in die Selbstständig wagen, zu unterstützen, bietet der Staat hier schon einige Hilfe
Schimpfe nicht ... Schimpfe nicht auf Sozialisten - oder auf Nationalisten - oder gar auf Klerikale - und auch nicht auf Liberale! Schimpfe nicht auf die Kaiserstreuen - oder auf die Neo-Neuen - - schimpfe nur auf jene, die das Land regieren, als könnten sie´s! (Heinz Erhard)
Als Hesse ist man geborener Anarchist, man wird nicht erst durch das Leben dazu gemacht.
Zitat von SirionKaimann, ich weiß, es fällt dir schwer es zu glauben, aber es dreht sich nicht alles um dich und das, was du sagst - du warst einfach nicht gemeint
Nun bin ich völlig am Boden.
Aber gut, vielleicht weißt Du doch so auf die Schnelle, wo es mehr dazu gibt?
In Antwort auf:Den Anspruch hätte ich jedoch innerhalb von zwei Jahren einlösen müssen, sonst ist er weg, verfallen. All die Jahre umsonst eingezahlt. Wer Arbeitslosengeld bezieht, darf aber kein Gewerbe angemeldet haben.
Hääh?
waren das nicht vier Jahre ??? Ich denke doch! Was aber nichts daran ändert, daß der Staat ein Dreckloch ist, besonders, wenn der Arbeitslose nicht vollständig informiert wird, was alles passiert, wenn er loslegt.
Einen Bekannten von mir (58 Jahre alt) hat es genau in dieser Zeit ereilt: Firmenpleite !
Auf zum Arbeitsamt und dann das: Niente! Der Terminus Dreckloch stammt übrigens von ihm. Ich würde sowas fieses ja nie sagen.
Der guten Mann hat dann in einem Baumarkt angefangen und noch ein paar Jahre Isolierwolle in die Regale gestapelt. Muß ihn gleich mal anrufen, wie es ihm jetzt geht, war n prima Modellflugkumpel.
Das mit der Gewerbeanmeldung kenne ich nicht. Beim Arbeitsamt werden normalerweise die Leute aufgefordert, jede nur erdenkliche, selbstständige Tätigkeit anzunehmen und für dieses Zeit die Aussetzung zu erklären. Das darf im Monat 10 mal geschehen, wenn es denn nicht anders ist. Somit müßte man ja dann als Gewerbetreibender auch genau so häufig sein Gewerbe an- und wieder abmelden. Unklar für mich, vestehe ich nicht. Da ich selbst kein Gewerbetreibender bin (meine Werkstatt läuft steuerlich unter "Entwicklungsbetrieb zur Anfertigung von Unikaten " und macht unter 30 % des Umsatzes aus), kann ich es nicht mit Sicherheit sagen, käme mir aber sehr komisch vor.
Also richten wir uns ein auf eine etwas flaue Pause. Was machen wir mit der Zeit? Motorrad fahren, Forum schreiben, Musik hören, Musik machen , rumhängen, abhängen, faulenzen, in die Luft gucken, KEINE Zeitung lesen (ist nicht gut für den Magen, und für den Geldbeutel schon gleich gar nicht), spazieren gehen (kostet nix), mit den Leuten quatschen, die am Rhein sitzen und abhängen (kostet auch nix, man muß nur türkisch, polnisch oder russisch können, gelegentlich auch rheinisch)
So geht man gestärkt in den nächsten Boom und nicht total angematscht vor lauter Panik.
Zitat von Sirionnun, so einfach, wie hier mal wieder dargestellt, ist es mit den Arbeitslosengeld für Selbständige natürlich nicht seit 2006 können Selbstständige freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, wobei sich der Beitrag, im Gegensatz zu Arbeitnehmern, nicht nach der Höhe des Einkommens richtet, sondern einheitlich lediglich knapp 40 Euro beträgt, also im Zweifelsfalle wesentlich günstiger ist als der Beitrag, den ein Arbeitnehmer bezahlen muss das Arbeitslosengeld richtet sich dann auch nicht, wie bei Angestellten, nach der Höhe des Einkommens, sondern nach dem Durchschnittseinkommen der jeweiligen Qualifikationsgruppe, von denen es vier Gruppen gibt Sollte man allerdings in den letzten zwei Jahren als Arbeitnehmer versichert gewesen sein, dann wird das Gehalt aus dieser Zeit als Bemessungsgrenze zur Grunde gelegt kurzum, um Menschen, die den Start in die Selbstständig wagen, zu unterstützen, bietet der Staat hier schon einige Hilfe
Das ist mir aber auch neu, daher bitte ich auch um eine entsprechende Quelle !
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die Gedanken malen Bilder, doch ich finde keinen Rahmen
In Antwort auf:Das ist mir aber auch neu, daher bitte ich auch um eine entsprechende Quelle !
§ 28a SGB III
klappt aber bei dir nicht mehr Uwe, da du ja schon länger eine Gewerbe hast, hättest du dich 2006 drum kümmern müssen, als die Sache neu eingeführt wurde