Hab ja von Gespannen keine Ahnung. Bei dem gezeigten Modell erscheint mir der Sitz zu flach am Boden, so dass man mit nahezu gestreckten Beinen drauf sitzt (oder mit angezogenen Beinen kauert). Ist das bequem oder täusche ich mich?
So ein flacher Sitz ist bei Seitenwagen nicht unüblich. Bequem ist das nur bedingt, es fehlt vermutlich die Oberschenkelunterstützung. Aber in dem engen Boot hält man es sowieso nur bis zur Eisdiele aus, wie schon geschrieben. Es kann gut sein, dass man nicht mal die Beine ausstrecken kann. Also eher ein "Opa mit dem Enkel"-Gespann
Zitat von anwo im Beitrag #13Dann die Bremsen mittels Pedal zu koppeln, ist sicher ein Quell stetiger Freude, weil die Pedalwege von Trommelbremse und Scheibenbremse sehr unterschiedlich sind.
Andi, das ist ein Schmarrn. Ich habe genau die Bremse an meinem Waltergespann und seit über 50.000km, mit vollem und leerem Beiwagen, keine Probleme.
Zitat von anwo im Beitrag #13Dann die Bremsen mittels Pedal zu koppeln, ist sicher ein Quell stetiger Freude, weil die Pedalwege von Trommelbremse und Scheibenbremse sehr unterschiedlich sind.
Andi, das ist ein Schmarrn. Ich habe genau die Bremse an meinem Waltergespann und seit über 50.000km, mit vollem und leerem Beiwagen, keine Probleme.
Wie ist den das gelöst ? Ich hab ja auch darüber nachgedacht, wie ich die hydraulische BW-Bremse einbinde. Mir ist aber keine befriedigende Lösung eingefallen, die Scheibenbremse mit der Trommelbremse zu verbinden. Der Pedalweg für die hydraulische Bremse ist immer gleich. Der von der Backenbremse ist abhängig vom Verschleiß. Die unterschiedlichen Wege kann man noch mit der Länge der Hebel einstellen. Aber damit noch die unterschiedlichen Reibwerte von Trommel zu Scheibenbremse damit zu synchronisieren, und das noch über den gesamten Nutzungsbereich der Bremsen einzustellen, ist nicht möglich. Zumindest nicht über eine einfache mechanische Kopplung.
Jetzt würde mich schon interessieren, wie das gelöst wurde.
Ich hab die BW-Bremse mit der Scheibenbremse am Vorderrad verbunden, dazu noch eine andere Bremspumpe. Damit erhält man ein wesentlich einfacheres System. Da geht es nur noch um die unterschiedlichen Kolbendurchmesser in den Bremszangen und um die Durchmesser der Scheiben und Räder. Und das Verschleiß unabhängig, und unabhängig von der Stärke der Bremsung. Natürlich wäre es noch toll, wenn man den Beladungszustand des BW mit einbeziehen könnte, aber da bin ich für ein einfaches und einfach zu wartendes System. Bei meinem System, ist die Bremsleistung sehr gut verteilt. Leer überbremst der BW ganz leicht, merkt man aber nur wenn man mal wirklich beherzt bremst. Voll beladen, dürfte es eine wenig mehr sein. In Summe, bin ich recht zufrieden. lg Andy
Da ist sicher die Mehrzahl der Gespanne mit diese "alten" Art der Bremse ausgerüstet. Oft mit zwei Pedalen nebeneinander. Damit lässt sich zum Tauerntreffen hoch prima Driften und die Beiwagenbremse einzeln ansteuern.
Die "richtige" Abstimmung der Beiwagenbremse ist eh fast unmöglich. Du kannst ja immer nur für einen Beladungszustand einstellen. Ich denke, das wird völlig überbewertet. Als Fahrer gleicht man die unterschiedlichen Bedingungen doch unbewusst automatisch mit Lenkimpulsen aus.
Zitat von 3-Rad im Beitrag #25Da fragst du mal besser im AIA Forum.
Da ist sicher die Mehrzahl der Gespanne mit diese "alten" Art der Bremse ausgerüstet. Oft mit zwei Pedalen nebeneinander. Damit lässt sich zum Tauerntreffen hoch prima Driften und die Beiwagenbremse einzeln ansteuern.
Ja das kenn ich e, 2 Pedale, und viel Gefühl beim Betätigen. Das hab ich für mich ausgeschlossen. Wenns mal in einer Notsituation wirklich schnell gehen muss, wäre ich mit den 2 Pedalen überfordert.
Ich besuche jedes Jahr ein Fahrtechniktraining, da machen wir auch Notbremsungen, da muss alles so schnell gehen, das ich unmöglich noch auf die BW-Bremse aufpassen könnte. Vor allem wenn plötzlich noch Hindernisse auftauchen und man erst im letzten Moment angezeigt bekommt wohin man ausweichen soll.
Alles hat seine Vorteile und Nachteile, man muss für sich selber entscheiden welches System man bevorzugt. Ich vermute, die Gespannbauer entscheiden sich für die Pedalkopplung, weil es wahrscheinlich die kostengünstigste Möglichkeit ist.
Mein Ziel war es ein möglichst alltagstaugliches, stabiles und einfach zu fahrendes Gespann zu bauen. lg Andi
Ist es nicht noch konstengünstiger, technisch einfacher und in der Wirkung deutlich befriedigender, die SW-Bremse - wie du schon schreibst - an die Vorderradbremse zu koppeln? Nachdem ich das erstmals gemacht hatte, weiß ich dieses System sehr zu schätzen und würde es nicht mehr anders haben wollen. Bei einer Schreck- oder Vollbremsung geht man ja ohnehin voll in die Handbremse. Zudem kann man diese am besten dosieren. Wenn der Seitenwagenbremse darauf abgestimmt ist, bleibt das Gespann auch prima in der Spur, da man ja, wie Norbert schreibt, intuitiv ausgleicht.
Früher fand ich einen getrennt gebremsten Seitenwagen auch erstrebenswert, aber inzwischen sehe ich das eher als nostalgischen Spielkram und weit weg von einer optimalen Bremse.
Heute ist der Anschluss an die Vorderradbremse ja auch Standard.
Müller/Sauer und Mobeck und andere setzen mit den Kombibremsen und zwei getrennte Bremssättel, bzw drei Bremssättel auf einen Bremskreis noch einen drauf.
Das kostet aber auch richtig Geld. Da geht für einen gescheiten Umbau mal schnell 30000€ und mehr drauf.
Lohnt für ein kleines Gespann eher nicht.
Ich bin viele Jahre mit einem ungebremsten Beiwagenrad gefahren. Ging auch.
Aber teuer hin oder her. Bei einer Vollbremsung aus höherer Geschwindigkeit wirst man niemals Bremsleistungen wie bei einem PKW erreichen. Alleine schon wegen der Asymetrie und der unterschiedlichen Gewichtsverteilungen beim Gespann. Das Beiwagenrad wird immer eher blockieren.
Das ist richtig. Übrigens auch ein Grund, der gegen eine Telegabel spricht: Durch deren Auf-Block-Gehen beim Bremsen verlagert sich das Gewicht noch mal nach links vorne, der SW wird leichter und trägt durch das Blockieren der Bremse weiter zu einem schwierigen Bremsverhalten bei. Seine Masse zieht dabei das gesamte Gespann gegen den Uhrzeigersinn um seine Hochachse.
Modernes Glump, mein Beiwagen hat eine Trommelbremse die über einen Seilzug zusammen mit der Fußbremse betätigt wird. Bei einer Vollbremsung blockiert immer zuerst das Hinterrad der W.
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