Martin, du multiplizierst ja die 104 mit dem 14er bzw 15er Ritzel und dann teilst Du die Summe wieder durch 14 bzw 15. Da kommt natürlich immer wieder das selbe raus. So geht's wohl nicht. Warten wir auf den Serpel.
Zitat von Falcone im Beitrag #15Mal sehen, ob ich es auch hinbekomme
Zuerst die Standardübersetzung 15er Ritzel, Kette 104 Glieder: 15*104 = 1560; 1560/15 = 104. Jedes Glied der Kette trifft also nach 104 Umdrehungen wieder auf denselben Zahn
Dann die technisch optimale Übersetzung 14er Ritzel, Kette 104 Glieder: 14*104 = 1456; 1465/14 = 104. Jedes Glied der Kette trifft also ebenfalls nach 104 Umdrehungen wieder auf denselben Zahn.
Hm, stimmt das wirklich, oder habe ich da doch was nicht kapiert?
Das kgV von 14 und 104 ist nur 728, nicht 1456.
728 durch 14 ist dann 52, also die Hälfte von 104. Dazu kommt noch das Problem, dass jeder zweite Zahn des 14er Ritzels nur auf Innenglieder der Kette trifft und die anderen Zähne nur auf Innenglieder. Das ist für den Verschleiß besonders schlecht.
Das ist eigendlich alles egal solange beide Zähneteilungen sich durch 2 Teilen lassen. Einen wirklichen "Hunting Gear" bekommt man erst wenn sich die Zahnradpaarung vorn durch zwei aber hinten nur durch 3 Teilen läßt nicht aber durch 2. z.B
So meine hab ich das in Erinnerung.
Mal ganz unabhängig von der Gliederzahl der Kette.
Zitat von Serpel im Beitrag #18 dass jeder zweite Zahn des 14er Ritzels nur auf Innenglieder der Kette trifft und die anderen Zähne nur auf Innenglieder.
Das zweite "Innenglieder" muss natürlich "Außenglieder" heißen. Bitte den Fehler zu entschuldigen.
Falls jemand mit dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen Schwierigkeiten hat, weil er damals in der Mathestunde gefehlt hat - man kann das statt mit einer Primfaktorzerlegung auch viel einfacher mit dem Euklidischen Algorithmus berechnen.
Beispiel für kgV(232,92):
232/92 = 2 Rest 48
92/48 = 1 Rest 44
48/44 = 1 Rest 4
44/4 = 11 Rest 0
=> ggT(232,92) = 4 (der größte gemeinsame Teiler ist also der letzte Rest, der nicht 0 war)
Für das kgV dividiert man dann das Produkt aus den beiden Zahlen durch den soeben bestimmten ggT:
In diesem Fall würde also ein bestimmter Zahn eines Zahnrads mit 92 Zähnen bei einer Kette mit 232 Gliedern erst nach 5336/92 = 58 Umdrehungen wieder auf dasselbe Kettenglied treffen. Er hätte unterwegs 57 andere Glieder getroffen und damit nur ein Viertel aller Zähne.
Zitat von Serpel im Beitrag #24Falls jemand mit dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen Schwierigkeiten hat, weil er damals in der Mathestunde gefehlt hat - man kann das statt mit einer Primfaktorzerlegung auch viel einfacher mit dem Euklidischen Algorithmus berechnen.
Es geht sogar einfacher, fahrt nach Hibu da werdet ihr geholfen.
Serpel, da dir das Rechnen ja viel leichter fällt als mir, könntest du vielleicht mal ausrechnen, welche Zahnradkombination für den Kettenverschleiß der W650 am günstigsten wäre. Zur üblicherweise verwendeten Auswahl stehen folgende Übersetzung 15/39 Kette 104 (Serie) 14/39 Kette 104 (optimiert) 15/42 Kette 106 (entspricht etwa 14/39)
An Panzer und Waldpilz, die ja offensichtlich nicht verstanden haben, worum es hier geht: Es ist reine theoretische Spielerei - aus der aber dann eine Empfehlung entstehen kann, z.B. für die Datenbank, die aber natürlich bei Ignoranten für die Füße ist
1. Meine Frage an Serpel betrifft den theoretisch minimierbaren Verschleiß einer Kette dadurch, dass man ein ideales Verhältnis zwischen der Zähnezahl der Zahnräder und der Länge der Kette herstellt. Ich betone noch mal: THEORETISCH !! De facto unterliegt der Verschleiß einer Kette derart vielen externen Faktoren, dass dieses theoretische Verhältnis nahezu keine Rolle spielt. Vermutlich kommen als Ergebnis sogar irrelevante Zahnradgrößen raus.
2. Davon völlig unabhängig gibt es für jedes Fahrzeug eine optimale Übersetzung, bei der die maximale Geschwindigkeit mit dem maximalen Drehmoment im höchsten Gang zusammentrifft. Dies ist bei der W650 die Übersetzung 14/39 bzw. 15/42 (beide Übersetzungen haben fast das gleiche Übersetzungsverhältnis). Ab Werk sind heutige Motorräder länger übersetzt. Begründet wird das in erster Linie mit besseren Abgaswerten, aber auch einer verringerten Drehzahl bei hoher Geschwindigkeit. Also quasi ein Overdrive im höchsten Gang, was durch die hohe Leistung heutiger Motorräder kein Problem darstellt. Die Höchstgeschwindigkeit der meisten aktuellen Motorräder wird daher nicht im letzten, sondern im vorletzten Gang erreicht. Durch ihr höheres Drehmoment liegt die optimale Übersetzung der W800 übrigens bei 15/39.
Ob man nun die etwas längere Serienübersetzung lieber mag oder die technisch gesehen optimale kürzere Übersetzung, ist letztendlich Geschmacksache. Wer gerne etwas flotter in den Bergen unterwegs ist, wird die kürzere bevorzugen, wer eher cruised oder auf Reisen ist, wird Sympathien für die originale hegen.
Zu individuellen Berechnen einer Übersetzung empfehle ich entweder https://www.gearingcommander.com/ oder (etwas einfacher zu handhaben und zum Runterladen) das Programm Geardata
Warum sollte ich das nicht verstanden haben?.Diese Diskussionen und Rechnungen gab es schon vor der KI. Da braucht es keine KI für, vor allen, wen man der KI eh nicht glauben kann.🙄