So nachdem die Saison nun auch bei mir angefangen hat, habe ich mir gleich am dritten Tag eine Schraube ins Hinterrad gefahren. Der Kopf der Schraube schloss schön bündig mit dem Profil ab und ich bin um 120€ ärmer. Der Reifenmann hat sich strikt geweigert nur den Schlauch zu tauschen und das Loch in der Decke zu Vulkanisieren. Nun stellt sich mir die Frage "Kann man Motorradreifen dauerhaft reparieren?" loder geht es aus prinzip nicht. Außerdem stellt sich mir die Frage, wie man sich eine 3,5 cm lange Schraube so sauber in den Reifen fahren kann?
. . Loch im Reifen flicken darf der Reifenmensch nicht. Aber Schlauch austauschen ist erlaubt und der große Vorteil eines Schlauchreifens gegenüber dem Schlauchlosen. Ich hätte bei einem kleinen Loch im Reifen keine Bedenken nur einen neuen Schlauch zu montieren.
Wenn die Schraube in der Lauffläche war, darf ein Reifen auch geflickt werden. Nur wenn sie am Rande zur Flanke oder gar in der Flanke war, dann darf er nicht. Voraussetzung ist auch, dass es ein "sauberes" Loch ist, also ohne Ausfransungen und ohne Riss. Aber warum willst du einen Schlauchreifen eigentlich flicken lassen? Einfach Schraube raus und gut ist. Der neue Schlauch hat das Problem der Undichtigkeit ja schon behoben. Das hat man die vergangenen 110 Jahre so gemacht und das geht auch heute noch.
Ich verrate dir was: Der Reifenhändler wollte dir einen neuen Reifen verkaufen. Ich hoffe, du hast den alten noch. Kannste mir geben. Ich fahr den weiter
Die Schraube wird übrigens vom Vorderrad aufgeschleudert und trifft den hinteren Reifen so, dass sie sich gerade (radial) in den Reifen einarbeitet. Ist ein ganz normaler Vorgang.
In Antwort auf:Wenn die Schraube in der Lauffläche war, darf ein Reifen auch geflickt werden.
Dieser Meinung war ich auch, doch mein Reifenhändler sagte, das gelte nur für mehrspurige Fahrzeuge. Bei einspurigen Fahrzeugen mit Schlauchlosreifen dürfe er nicht vulkanisieren. Ein anderer Reifenhändler sagte mir übrigens das Gleiche. Ich hatte dann notgedrungen einen neuen Schlauchlosreifen kaufen müssen.
Zitat von FalconeAber warum willst du einen Schlauchreifen eigentlich flicken lassen?.
Na ja weil sonst sich doch Wasser zwischen Decke und Reifen kommt und der über kurz oder lang modert...war die Antwort vom Reifenmann und schien mir auch plausibel.
Interessante Vorstellung mit dem vom Vorderrad aufgeschleuderten Nagel..ich bin bisher davon ausgegangen,dass man da immer irgendwie direkt reinfährt.
Naja, also, ich würde den Reifen nicht weiter fahren. Ist die Karkasse, der Stahlgürtel beschädigt bzw. kann dort irgendwie an dem Fremdkörper vorbei, hier die Schraube, Feuchtigkeit eindringen korodiert das Drahtgeflecht an dieser Stelle und bildet einen Schwachpunkt.
Mir wäre das auf 2 Rädern zu riskant.
Oder ist da garkein Stahlgürtel
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Wenn der Hobby nur mit 2,0 bar Luftdruck (hinten) fährt, dann kann der Außendruck auch nicht allzu hoch sein !
Paulle, hinten mit mindenstens 2,4 bar. ______________________________________________ Die Spatzen von den Dächern pfeifen: " S'ist Frühling, lasst die Nippel schleifen !" ______________________________________________
ich bin mal mit meiner damaligen R 80 G/S (sie hat Schlauchreifen) in einen Nagel gefahren. Der Reifen war noch ganz neu. Ich hab nur einen neuen Schlauch reingemacht. Das hielt dann anstandslos ca. 11000 Kilometer, bis der Reifen abgefahren war. Beim Reifenwechsel konnte ich nicht im geringsten feststellen, daß Wasser durch das Loch im Mantel reingelaufen ist. Es war nichts vergammelt.
In Antwort auf:Dieser Meinung war ich auch, doch mein Reifenhändler sagte, das gelte nur für mehrspurige Fahrzeuge. Bei einspurigen Fahrzeugen mit Schlauchlosreifen dürfe er nicht vulkanisieren.
Hallo,
ich weiß es noch ganz aktuell von einem Kollegen, den ich in seine Autowerkstatt gefahren habe. Da steckte auch eine Schraube im Hinterreifen.
Der Reifenflicker übernimmt die Verantwortung für die Reparatur und haftet, wenn später damit irgendwas passiert. Er "darf" eigentlich alles, wenn er es verantworten kann.
Für mich logisch, daß die Leute sich zieren. Am neuen Reifen verdienen die übrigens gar nicht viel. Da kann die Reparatur sogar lukrativer sein.
halte das wie der falcone... gib mir den reifen, der wird hier runtergehobelt... in den vogesen intressiert das genauso wenig wie in deutschland...
und das da wasser und korrosion kommt... dummfug... mehr faahn, dann is er so schnell wech das er garnicht rosten kann... maximal 6tkm sind in maximal 3monaten runtergeritten...
gas
markus
ps: reperatur is erheblich lukrativer... mit rund 15oi... wie oben geschrieben... trinkhalm, hier einstechen
Leute, macht euch nicht so viel Gedanken. Durch einen Nagel oder eine Schraube wir die Karkasse nicht so geschädigt, dass sie bei dem Tempo, in dem eine W gefahren wird, ein Schaden auftritt. Die Karkasse rostet eigentlich nicht - oder rostet Nylon jetzt? Und selbst wenn es Stahl ist, lebt ein Motorradreifen nicht so lange, dass da ernsthaft was rosten könnte. Und selbst wenn es rostet, fliegt einem der Reifen nicht um die Ohren sondern wird an einer kleinen Stelle instabil (theoretisch). Und Wasser dringt auch keins ein, weil sich das Loch durch die Elastizität des Gummis schon verschließt. Und auch wenn Wasser eindringt, verdunstat das durch die Wärme des Reifens beim Fahren schnell wieder. Das ist gar kein Problem: Loch durch Nagel oder Ähnliches (Schraube, Draht, Hopfendraht etc.) - neuer Schlauch und gut isses. Da hat sich nun 100 Jahre keiner Gedanken drüber gemacht und ihr diskutiert es hier.
...Diskutieren bildet doch .... und da ich die Decke mit nach Hause genommen habe (sogar 1,80€ für die Entsorgung gespart habe), kann ich das ja bei der nächsten Gelegenheit machen, wie es meine Vorfahren es schon seit 100 Jahren tun, und wechsle nur den Schlauch.... wobei eigentlich würde ich lieber ganz auf Schrauben im Hinterrad verzichten! Gruß ZoZ
P.S.: Warum wird das jetzt eigentlich schon wieder kälter?