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Dieses Thema hat 48 Antworten
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 W650/W800 Technik Bereich
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loewenmann Offline




Beiträge: 561

07.02.2006 16:57
#31 RE: Kupplungszug Antworten

Ein Gerücht, dass sich die Teflonröhrchen vom Öl beeinflussen lassen!!! Teflon reagiert mit quasi gar nichts, und das Öl oder WD40 stört überhaupt nicht. Das Problem ist ein ganz anderes. Ein Zug mit Teflonrohr BRAUCHT keinerlei zusätzliche Schmierung; ohne funktioniert er dauerhaft gut. Wenn dann trotzdem Öl eingefüllt wird, fängt das an, zu verharzen, ausserdem zieht Öl auch Schmutz an.

Mit ungeschmierten Grüssen,
Dirk
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Falcone Offline




Beiträge: 104.116

07.02.2006 17:43
#32 RE: Kupplungszug Antworten

Klingt logisch! Danke! Dann habe ich es intuitiv immer richtig gemacht und die Züge einfach in Ruhe gelassen.
Grüße
Falcone

Ich hab dir nix getan - also nenn´ mich nicht Biker!

keulemaster Offline




Beiträge: 5.070

07.02.2006 19:46
#33 RE: Kupplungszug Antworten

In Antwort auf:
Ein Zug mit Teflonrohr BRAUCHT keinerlei zusätzliche Schmierung; ohne funktioniert er dauerhaft gut.

ganau so iss. sagt bruno auch.
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uli estrella Offline



Beiträge: 7.547

07.02.2006 21:07
#34  Antworten

Falcone Offline




Beiträge: 104.116

07.02.2006 22:22
#35 RE: Kupplungszug Antworten

Na ja, jeder Regen wird ein wenig Schmutz mit reinschaffen und der Draht korrodiert ja auch ein wenig und wir rauher.
Aber über 60.000 ist ja schon eine biblische Haltbarkeit! Stimmt wohl schon, japanische Züge gehen eigentlich nie kaputt. Deswegen auch genau hinschaeun, wenn einer am Nippel abreißt. Meist gibts irgendwo eine kleinen Grat oder so, der die Bewegung einschränkt.
Züge reparieren war früher an der Tagsordnung - was geht es uns heute gut!
Grüße
Falcone

Ich hab dir nix getan - also nenn´ mich nicht Biker!

loewenmann Offline




Beiträge: 561

08.02.2006 12:03
#36 RE: Kupplungszug Antworten

Hier mal eine Info über Teflon, hier zwar speziell über die Verwendung in Bremsleitungen, aber ist auch generell interessant, stammt von lucas-bikersworld.com


Informationen über Stahlflexbremsleitungen


1. Die Teflon-Innenseele
Das Teflon ist noch ein sehr junges Material und wurde erst 1938 von Dr. Roy Planket bei einem zufälligen Experiment mit Kältemitteln erfunden. Im Laufe der Jahrzehnte konnte aus vielen Versuchen heraus eine wässrige Dispersion von PTFE entwickelt werden. Dies erst ermöglicht die Herstellung eines Feinpulvers, aus dem wiederum Pasten hergestellt werden können. Die Pasten werden im Regelfall durch Pastenextruder zu Schläuchen verarbeitet. Die während der Verarbeitung stattfindende Sinterung ergibt dann den Telfon-Schlauch unserer Bremsleitung.

Das Material zeichnet sich im Besonderen aus, daß es praktisch gegen alle Chemikalien und Lösemittel beständig ist. Auch Feuchtigkeit bringt keine Quellwirkung. Die langfristige UV-Bestrahlung erzeugt weder Verwitterung noch Zersprödung. Es hat einen sehr hohen Schmelzpunkt sowie eine hohe Schmelzviskosität. Außerdem ist Teflon in der Oberfläche so glatt, daß praktisch nichts daran haften bleiben kann. (Denken Sie dagegen an die Versuppung von Bremsflüssigkeit in alten Gummileitungen)

Teflon ist bei sehr hohen Temperaturen extrem stabil. Die Dauergebrauchstemperatur liegt deshalb bei ca. 260 °C. Bei dieser Temperatur bleiben ca. 50% der mechanischen Eigen- schaften noch nach 20.000 Stunden erhalten. Oberhalb von 300°C setzt bei PTFE ein allmählicher Gewichtsverlust ein. Noch höhere Temperaturen führen dann zum Zersetzungsprozeß. Die Chemikalienbeständigkeit ist vor allen Dingen wichtig im Hinblick auf die verschiedensten Zusammensetzungen von Bremsflüssigkeiten.

2. Der Nutzen:
Die Witterungsbeständigkeit ist ein Hauptargument beim Motorrad. So ist das Teflon PTFE extrem hydrophob (wasserabstoßend). Dies hat zur Folge, daß die Feuchtigkeitsabsorbtion bei Raumtemperatur nach 24 Stunden im Wasser nur 0,01% beträgt. Das Material ist deshalb auch überaus Ozon- und UV-Licht unempfindlich. Es wurden verschiedene Versuche durchgeführt, wo nach 20 Jahren noch kein Alterungsprozess wahrgenommen werden konnte.

Teflon PTFE ist weitgehenst nicht entflammbar. Der Flammpunkt nach ASTMD 1929 liegt bei
530 °C. Alle diese beschriebenen Vorteile machen das PTFE zu einem überlegenen Werkstoff im Vergleich zu herkömmlichen Gummi-Bremsleitungen.

Dank seiner ausgezeichneten Biegewechselfestigkeit ergibt Teflon in Verbindung mit seiner Beständigkeit gegen aggressive Bremsflüssigkeiten bei hohen Temperaturen ein hoch effizientes und zuverlässiges Schlauchmaterial. Stahlgeflecht mit hoher Zugfestigkeit verringert darüberhinaus die räumliche Ausdehnung auf ein Minimum wodurch die Bremsreaktion optimiert wird. (Gutes Ansprechverhalten und gleichbleibender Bremsdruck auch bei hohen Temperaturen). Dabei ist zu erwähnen, daß sämtliche Schlauchleitungen sich unter Druck entweder längen oder kürzen. Bremsleitungen, die mit einem neutralen Flechtwinkel umwoben sind, garantieren eine gleichbleibende Länge, auch bei unterschiedlichen Drücken. Vergleichen Sie dazu unsere Testreihe. Es gibt auch billige Stahlflexleitungen, die über so eine lasche Flechttechnik verfügen, daß die Ausdehnung ein sehr hohes Streuband zeigt.

Bremsleitungen unterliegen vorgeschriebenen Wechselintervallen, so daß mindestens alle fünf Jahre die Leitung ausgetauscht werden muß. Dies geschied im Regelfall nicht. Unter Berücksichtigung, daß Stahlflexleitungen praktisch keine Alterung und keinen Verschleiß erfahren, ist die Investition in diesen Artikel im Vergleich zu anderen Verschleißteilen nicht nur von praktischem Nutzen sondern auch vom wirtschaftlichen Wert her richtig. Ebenso verlängern sich die Wechselintervalle für die Bremsflüssigkeit (insbesondere DOT 5.1) was im Hinblick auf die Entsorgung von hochgiftigen Substanzen sicherlich einen Zusatznutzen bedeutet.


- 2 –


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3. Die Umweltbelastung
Zu berücksichtigen ist die Tatsache, daß die Industrie nicht in diesem hohen Maße eine qualitative Verbesserung an den bisher bekannten Gummischlauchleitungen gedurchführt hat, wie in derselben Geschwindigkeit die Belastung durch Umwelteinflüsse auf diese Teile zunimmt. Hier sind im Besonderen zu nennen die gerade im Sommer immer häufiger auftretenden Ozonbelastungen und die damit verbundene zusätzliche Belastung der Gummileitungen durch UV-Einstrahlung.

Eine nicht wissenschaftlich untersuchte und daher nicht kurzfristig beweisbare Angelegenheit, aber logische Schlußfolgerung ergibt sich außerdem aus den zusätzlichen Umweltbelastungen durch Auspuffabgase und Industrieemissionen. Hier vor allen Dingen der Einfluß von Schwermetallpartikeln und Kohlendioxid-Verbindungen, die mit Sicherheit ganz erheblich zum Alterungsprozeß einer Gummileitung beitragen. Man kann dies auch hier vielleicht vergleichen mit dem permanenten Innovationsdruck der Fahrzeuglackhersteller, Lacke zu finden, die eine erhöhte Resistenz gegen eben diese Umweltbelastungen aufweisen. (Man denke heute auch einmal an den Einsatz von chemischen Sprays und diversen aggressiven Reinigungsmitteln)

4. Grenzen der Möglichkeiten
Die optimale Funktion eines hydraulischen Bremskreissystemes ist die richtige Abstimmung der einzelnen Parameter. Zwar trägt die Stahlflexbremsleitung durch die Erhöhung des Druckpunktes, der verminderten Wasseraufnahme und der Temperaturresistenz zu einem großen Teil zum guten funktionieren einer Bremsanlage bei, dennoch müssen genauso der Handbremszylinder, die Brems- zange, die Bremsscheibe und die Bremsbeläge gut gewartet und abgestimmt sein. Oftmals ist z.B. die Bremsflüssigkeit nur total veraltet. D. h. die Stahlflexleitung kann auch nur die Mängel beheben, die durch eine mangelhafte Bremsleitung ausgelößt werden.

5. Prüfnormen
Bis 1989 war die DIN/ISO 3996 maßgebliche Prüfgrundlage für Bremsleitungen. Diese Norm wurde dann durch den US Standard FMVSS 106 ersetzt. Beide Normen setzten bei Hydraulikleitungen den Einsatz vom Gummi voraus und so sind viele Anforderungen als spezifisch für dieses Medium zu betrachten.

Hier die relevanten Tests der TÜV-Prüfungen nach FMVSS 106 :
1. Volumenaufnahme ( beträgt ca. 0,25 ml/100 bar und m, im Vergleich dazu:
0,42 - 0,67 ml/100 bar bei Gummischläuchen)

2. Berstdruckverhalten (jeweils bei 250 Bar und 400 Bar Innendruck)

3. Bremsflüssigkeitsverträglichkeit (kein Problem für Teflon)

4. Schleuderverhalten u. a. Schleudertest (mind. 35 Stunden bei 900 Umdrehungen in der Min. Leitung steht dabei unter Druck)

5. Zugfestigkeit muß 1500 N betragen bei einer Geschwindigkeit von 25 mm pro Minute

6. Kaltbiegefestigkeit (Teflon wird in großen Kälten spröde)

7. Ozonbeständigkeit (eigentlich nur für Gummileitungen interessant)

8. Verhalten nach Wasseraufnahme

9. Salzsprühtest
Ergebnisse nach unseren eigenen Salzsprühtests im Labor Koblenz:
- Fittinge Hauptbestandteil Messing: 10 % Rotkorrosion nach 240 Std.
80 % Weißkorrosion nach 240 STd.
- Fittinge Hauptbestandteil Stahl: 50 % Weißkorrosion nach 240 Std.
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Diese Nachricht wurde mit einer Taschenlampe in das offene Ende eines Glasfaserkabels gemorst.
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Falcone Offline




Beiträge: 104.116

08.02.2006 12:25
#37 RE: Kupplungszug Antworten

Das bedeutet also in der Konsequenz für Seilzüge, dass nicht das Teflon ein Problem sein könnte, sondern eher das Metall in der Hülle und des Seils. Denn dieses unterliegt auch in weitgehend korrosionsbeständiger Ausführung ja doch einer gewissen Oberflächenveränderung, sprich die Oberfläche wird rauher. Dazu kommt, dass man das Eindringen von Schmutz und Wasser (Salz) kaum 100%ig verhindern kann.
Da sich das Teflonrohr im Bowdenzug frei zwischen Seil und Hülle bewegt, wird der Zug mit der Zeit schwergängiger, wenn die Oxidation des Metalls zunimmt und Schmutz hinzukommt. Winterbetrieb mit Salz beschleunigt den Prozess.
Insgesamt darf man aber davon ausgehen, dass ein Teflonzug sehr lange hält - was ja auch die Erfahrung bestätigt.
Ergo: Darauf achten, dass die Eingänge zum Zug möglichst gut geschützt sind (Fettkragen unter der Gummitülle?) und dass die Nippel immer gut gefettet sich frei bewegen können um keine Biegemomente auf die Seilenden zu bringen.

Grüße
Falcone, der sich bei den alten Moppeds bislang eher mit dem Löten beschäftigen musste.

Ich hab dir nix getan - also nenn´ mich nicht Biker!

Tom Offline




Beiträge: 1.435

09.02.2006 15:21
#38 RE: Kupplungszug Antworten

In Antwort auf:
dass die Nippel immer gut gefettet sich frei bewegen können um keine Biegemomente auf die Seilenden zu bringen.


Bei mir waren die Nippel noch gut gefettet, nur: Der untere Nippel wird in ein Gelenk eingehängt, welches man besser auch immer gut fettet, sonst.......Lehrgeld wie bei mir.

flotsam unterwegs

Falcone Offline




Beiträge: 104.116

09.02.2006 16:33
#39 RE: Kupplungszug Antworten

Dann ist ja jetzt alles klar. Hat ja auch nur 3 Seiten gebraucht!
Was machen wir jetzt?
Vorschlag 1: Wie baue ich meine Kupplungsbetätigung auf Hydraulik um?
Vorschalg 2. Katzenfotos!

Grüße
Falcone

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3-Rad Offline



Beiträge: 31.993

09.02.2006 18:00
#40 RE: Kupplungszug Antworten

Hallo Martin,

Das wichtigste hast du vergessen!

Vorschlag 3: Scotoiler für Nippelschmierung.

Gruß Norbert
Wenn Gott gewollt hätte, das Motorräder sauber sind,hätte er Spüli in den Regen getan.

w-isi ( gelöscht )
Beiträge:

09.02.2006 18:41
#41 RE: Kupplungszug Antworten

mist, ich weiß nicht, wie ich mein katzenfoto hier reinkriegen kann, soll ich´s wem mailen?

TheoW Offline



Beiträge: 5.365

09.02.2006 19:02
#42 RE: Kupplungszug Antworten

In Antwort auf:
mist, ich weiß nicht, wie ich mein katzenfoto hier reinkriegen kann, soll ich´s wem mailen?


Ich glaube Phaedrus könntest Du damit eine Freude bereiten.

....und schnell weg....


Gruß, TheoW


der Underfrange Offline



Beiträge: 11.940

09.02.2006 19:21
#43 RE: Kupplungszug Antworten

Mails mir ruhig, hab Nero schon lange nich mehr gesehen

Und irgendwann gibt's ne persönliche Unterweisung



"Ich habe den Verdacht, daß sich das wahre Leben weit unter meinem Niveau abspielt."
(Cora von Ablass-Krause)

Falcone Offline




Beiträge: 104.116

09.02.2006 20:39
#44 RE: Kupplungszug Antworten

Soll ich? Soll ich?

Na gut, ich machs!

Hier:

Duck und wech
Falcone



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Duck Dunn Offline




Beiträge: 33.038

09.02.2006 20:52
#45 RE: Kupplungszug Antworten


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-you`r gonna break another heart, you
gonna tell another lie....

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