Vorwort
Gerade ist mir aufgefallen, dass ich schön länger keinen Reisebericht für das Forum erstellt habe.
Nicht dass ich nicht (mehr) mit dem Motorrad unterwegs gewesen wäre, irgendwie kam ich nicht dazu.
Bevor also die Reisesaison nächste Woche (bei mir) wieder losgeht, hier ein kurzer Bericht über eine meiner eher skurrilen Reisen der letzten Jahre.
Meine große Liebe gehört den britischen Inseln im weitesten Sinne, d.h. Schottland, Irland und Wales, teilweise auch England selbst.
Irgendwann in den letzten Jahren bin ich in einer Gespann-Zeitung (!) über einen Reisebericht gestolpert, der von einer „Malle-Rally“ berichtete.
Entgegen der naheliegenden ersten Idee, hat dieses Malle aber nichts mit der angeblich liebsten Insel der Deutschen zu tun.
Vielmehr handelt es sich um einen englischen Hersteller von hochpreisigen Reiseutensilien für Motorradfahrer und andere „Gentleman-Reisenden“. (https://www.malle.com/)
Neben dem Vertrieb besagter Produkte hat man in den vergangenen Jahren, vermutlich als Kundenbindungs-Maßnahme, ausgefallene Reisen ins Programm genommen.
Die Malle-Rallye ist dabei quasi „die Mutter aller Malle-Reisen“ und findet in 2026 bereits zum 10ten Mal statt.
Lässt mal all die schwülstigen Marketing-Sprüche weg, die im englischen noch voluminöser wirken als im deutschen, handelt es sich bei der Malle-Rally um eine Orientierungsfahrt mit kleinen Aufgaben, die über eine Woche vom äußersten Süden bei Lands End bis in den äußersten Norden bei John O’Groats führt.
Gefahren wird in kleinen Gruppen, es geht nicht um Geschwindigkeit und geschlafen wird in großen Zelten auf auf ausgefallenen „Camp-Grounds“ 
Die eigentliche Rally dauert wie gesagt nur eine Woche, daher habe ich mir vorher und nachher noch ein paar schöne Tagesetappen „dran getüdelt“.
18. Juni 2025 Es geht los.

Ich starte zu einer Reise, von der ich mir viel Spaß verspreche, von der ich aber eigentlich wenig konkrete Vorstellungen habe.
Mein kleines Lastenpferd ist erstmal wieder gewöhnungsbedürftig. Wenn man vorher mit der Scout gefahren ist, erscheint einem die Triumph irgendwie wie ein lautes nerviges Damenfahrrad.
Leichtmotorrad mit leichtem GepäckÜber Diez und Kaiseresch geht es über Nebenstraßen gemütlich voran und bald erreiche ich die Grenze nach Luxemburg.

An der luxemburgischen GrenzeMeine erste Zwischenübernachtung habe ich in Clervaux gebucht.
Die Fahrt hierher war völlig problemlos. Ganz zum Schluss gab es die erste Umleitung des Tages, praktisch am Stadtrand von Clervaux.
Trotzdem bin ich zu einer sehr angenehmen Zeit im Hotel angekommen. Das Motorrad ist sicher geparkt und abgeschlossen, für den Fahrer gibt es eine Dusche und danach ein kühles Bier.
Clervaux
Clervaux