Oh! Ein Spielzeugflugzeug, in das man sich reinsetzen kann!
Spielzeugflugzeug? Spielflugzeug?
Gruß Hans-Peter Ohne Musik ist die Zeit nur eine Ansammlung von langweiligen Abgabefristen oder Terminen, an denen Rechnungen bezahlt werden müssen. Frank Zappa
mal erst, danke für das Video, Serpel. Eine gute mentale Vorbereitung auf den Ernstfall . . . aber der Typ in dem Video hat das ja gut hingekriegt. Der Motor ist übrigens nicht der gleiche, was aber das Problem der Vereisung nicht löst. Der Motor im Video ist ein Direktläufer, also ohne Untersetzung , luftgekühlt (deshalb auch schon nach einer halben Minute wieer kalt), und kommt von der Firma Briggs & Stratton. Gebaut für kleine tragbare Generatoren oder Wasserpumpen. Woran man das sieht? Aus der Motorhaube schaut ein kleiner Knubbel raus, darunter ist einer der beiden Zylinderköpfe vom V-2-Motor.
Vergaservereisung passiert auch mit E10, wenn so viel Eis kommt. E10 kann die gefrierende Feuchtigkeit ab einer bestimmten Menge nicht mehr entfernen.
Der Pilot hat das Gemisch für die Landung schon angefettet. Das heißt, dass er gewahr war, dass der ausgekühlte Motor vielleicht Laufstörungen kriegen könnte. Blöd nur, dass durch die zusätzliche Treibstoffmenge NOCH MEHR Verdunstungskälte entsteht.
Bei meiner Kiste ist ein Boxermotor eingebaut mit Untersetzungsgetriebe. Der ist wassergekühlt, was ihn gegen allzu plötzliche Auskühlung schützt. Aber Vergaservereisung bzw. Vergaserprobleme allgemein setzen diesen Motor auch gelegentlich in der Luft auf OFF. Habs nicht selbst erlebt, aber kenne Berichte davon. Die Experten streiten sich, ob es Vereistung oder Dampfblasenbildung ist, oder sogar beides. Nach ein paar Minuten sieht man nichts mehr davon. Auseinanderbauen ist also nicht erhellend. Tatsache ist leider, dass die ultraleichten nur wenig auf Zuverlässigkeit geprüft werden. Deshalb habe ich auch einiges an meinem Motörchen umgebaut.
Generell ist das mit E10 so eine Sache. Als der Stoff an die Tankstellen kam, war das noch E10 und man merkte beim Auto den etwas höheren Verbrauch. Mein Suzuki läuft damit auch nicht ganz so toll. Inzwischen ist aber meist an der E10-Zapfe das gleiche drin, wie an der Super-Säule. Der Aufwand, diese großen Mengen Bio-Alkohol zu beschaffen, ist einfach unlohnend. Billiger wird es trotzdem gemacht, aber die Hinweise, ob das Auto das auch verträgt, bringen doch viele Leute dazu, es nicht zu tanken. Die Situation ist ganz ähnlich, wie damals, als das Normalbenzin aussortiert wurde. Schon lange bevor die Normalbenzinsäulen verschwanden, gab es den Kraftstoff gar nicht mehr.
Der Motor in meinem Flieger ist aus zwei Rollermotoren zusammengesetzt - hatte ich ja schon mal geschrieben. Endlich weiß ich auch genau, WELCHER Motor Pate stand. Damit war dann der Weg frei für Einstelldaten der Ventile usw. Und außerdem habe ich jetzt zwei Vergaser des Typs gekauft, der in dem Roller auch verbaut ist. Die Fliegergemeinschaft ist sich einig (inkl. Prüfer), dass das besser ist. Nur hat bisher das keiner gemacht, weil kein Platz dafür ist. Außerdem sind die Hemmungen doch ziemlich groß von wegen "never touch a running system". Ich sehe das eigentlich auch so, aber von wegen running system bin ich definitiv anderer Meinung. Diesen Motor würde ich in der Form nicht mal in einem Fahrzeug akzeptieren, In die Lüfte gehe ich damit schon gar nicht.
Falcone: die Flügel sind extra ab, reine Vorsichtsmaßnahme, damit er nicht wegfliegt
Jeder erwachsene Flugmotor hat einen Hebel, um Warmluft dem Vergaser zuzuführen. Jeder Flugschüler lernt nach ein paar Runden fliegen, dass man diesen Hebel oder Knopf VOR dem Landeanflug ziehen muß. Der Motor hat dann nicht mehr die volle Leistung, braucht sie aber auch nicht. Sollte ein Durchstartmanöver notwendig werden, heißt die Reihenfolge 1.Vollgas geben 2.Klappen langsam einfahen 3.Vergaservorwärmung rücksetzen.
Je nun, und dieser Motor hat sowas gar nicht, der hat nicht mal einen Choke und ist im Leerlauf einfach so fett gestellt, dass er trotzdem anspringt. Katastrophe, Ihr glaubt nicht, wieviel schwarz ich aus dem Motor geholt habe, gewischt und Ölwechsel und wieder laufen lassen und wieder abgelassen. An den Rollervergasern sind automatische Chokes dran, die nach dem Start elektrisch beheizt werden und allmählich den Choke zurück nehmen. Das funktioniert gut, ist mir aber nicht recht. Wenn der Strom an meiner selbstgebastelten Elektrik ausfallen sollte, überfettet der Motor wieder. Deshalb habe ich die Heizelemente geschlachtet und eine manuelle Bedienung eingebaut.
IMG_7529.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
Die beiden weißen Röhrchen werden die Züge für den Choke aufnehmen. Damit die dicken Vergaser reinpassen, habe ich die Saugkrümmer angefertigt und so nach hinten gedreht, dass sie weder an der Motorhaube anstoßen, noch anderen Teilen im Weg sind. Wobei das nicht so ganz stimmt, die Kühlwasserleitungen muß ich neu legen und die Zündspule bekommt auch einen anderen Platz. Luftfilter kommt noch, ich warte auf die bestellten Schläuche und dann . . . . . . . . . .
Kommt da eine Vergaservorwärmung dran ! Einen Temperatursensor habe ich noch übrig, der kommt ins Luftfiltergehäuse. Ich will sehen, was da vor sich geht.
Bis das alles mal geklärt ist und funktioniert, bleiben die Flügel noch im Keller.
so ein Dreirad mit einem so winzigen Rädchen hinten als Steuerad läßt sich nicht so leicht durch den Verkehr manöverieren. Um besser steuern zu können, habe ich die Bremsanlenkung so umgebaut, dass ich den Bremshebel ziehen kann, aber auch schwenken. Wenn ich denn nach rechts schwenke, wird das rechte Hauptrad stärker gebremst und umgekehrt. Es funktioniert ganz gut.
Beim Original werden die Bremsen getrennt mit beiden Füßen betätigt, aber bei meinen Riesenlatschen geht das nicht. Ich hatte keine Chance, an die originalen Fußhebel zu kommen.