Aufgrund des regen Interesses habe ich mir den Kram mal zugelegt und ich muss sagen, das funktioniert prima.
Voriges Jahr hatte ich noch eine etwas rattige Straßenlaternen-W gekauft, da sah der linke Seitendeckel so aus:
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Die Lackschicht habe ich mit einem Dremel und kleinen Bürstenaufsätzen entfernt und dann mit dem 800er Steindlschleifding drüber geschliffen.
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Das sieht jetzt so aus, ist aber noch nicht poliert.
Die andere Seite sah noch schlimmer aus. Die habe ich gestern entlackt, die Schrunden rausgeschmirgelt und bin mit dem 800er Steindlaufsatz drüber gegangen. Heute morgen dann mit der Filzscheibe poliert, das sieht jetzt so aus.
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Ich finde da kann man nicht meckern, ist kein superspiegelhochglanz(mag ich aber sowieso nicht) aber nahe dran. Der Arbeitsaufwand hielt sich wirklich in Grenzen, die meiste Arbeit war den Lack zu entfernen. Das anschließende Schmirgeln und Polieren hat keine Stunde gedauert.
Kann man empfehlen, ich hatte mir zu dem Set noch den 400er Aufsatz gekauft, aber bei genügend Vorarbeit reicht der 800er vollkommen aus.
Ich habe übrigens mit der Firma Steindl nix zu tun oder werde von denen bezahlt oder sowas.
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Das Problem bei derart versifften Objekten sind meines Erachtens die versteckten Ecken, Winkel und Kanten sämtlicher Bauteile. Solange man nur die großen und gut zugänglichen Teile optisch wieder herstellt, ist im Grunde noch kaum was gewonnen. Das Objekt im Gesamten sieht immer noch nicht aus.
Ich habe eine Polier-Filzscheibe, die mit Hilfe einer Polierpaste zusammen arbeitet. Nun ist, nach längerer Pause, die Paste ziemlich trocken geworden, bzw. verhärtet. Am Besten besorge ich mir neue/frische, aber grundsätzlich frage ich mich, ob ich das Zeug nicht wieder reaktivieren könnte - hat jemand ' ne Idee, auf welcher Basis Polierpaste arbeitet, sprich: was nehme ich zum Aufweichen? Wasser, Alkohol, Benzin, etc.?
Die Steindlwerkzeuge hatte ich noch gar nicht wahrgenommen, mal schauen ob die Firma Ende des Monats auf der Classics Motorshow in Bremen präsent ist (da will ich dieses Jahr mal hin), das Thema Polieren scheint ja (nach Anschauen des Videos) doch komplexer zu sein, als gedacht.
Brich doch mal von der eingetrockneten Paste ein Stückchen ab und leg es in etwas Wasser. Vielleicht lässt sie sich erweichen, wieder die ihr zugedachte Funktion aufzunehmen. Alternativ in etwas Öl.
Steindl ist auf der Ausstellerliste in Bremen nicht aufgeführt.
Ja, ich habe die Ausstellerliste mittlerweile auch gefunden. Polieren scheint ja nun doch komplizierter zu sein, als (von mir) gedacht . Mal schauen, ob es da irgendwo Literatur zu gibt.
Zum Film im ersten Beitrag: Was mir neu war, war die Zeit des Wartens für einen Neuaufbau einer Oxydschicht. Habe ich noch nie gemacht und trotzdem hat´s geglänzt. Werde ich mal probieren. Aber auch dass das Oxyd die Zwischenräume der "Krater" auffüllt, kommt mir seltsam vor. Ich gebe aber zu, dass ich mich noch nie so weit in die theoretische Tiefe mit dem Vorgang der Alu-Politiur beschäftigt habe.
Zitat von Maggi im Beitrag #2Ich finde da kann man nicht meckern
Vielen dank für das Video und den Tipp Maggi. Ich bin echt kein Technik-Freak, aber das hat mich beeindruckt. Dein Ergebnis lässt sich doch sehen, klasse.
Ich war da auch skeptisch, habe aber jetzt so einiges mit dem Steinl Zeugs poliert und das funktioniert wirklich super. Glänzen tut das auch, wenn man direkt nach den Schleifsternen mit der Filzscheibe poliert. Aber angeblich soll das Ergebnis besser gegen Umwelteinflüsse geschützt sein, wenn man über Nacht wartet und dann erst poliert. Vor allen Dingen geht das damit rasend schnell.
Wie dem auch sei, ich kann die Steinl Sachen aus eigener Erfahrung empfehlen. Auch Eisenblech lässt sich damit hervorragend polieren, war eine Sache von vielleicht einer Viertelstunde
Vorher
Nachher
Das hier war ein bißchen mehr Arbeit, erstmal mit 80er/120er/240er/400er Schleifpapier die Riefen rausschmirgeln, dann mit den Schleifsternen, poliert habe ich nicht, hat etwa anderthalb Stunden gedauert, eher weniger. Vorher
Nachher
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