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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 377 mal aufgerufen
 Reiseberichte / Motorradgeschichten
Friedo Offline




Beiträge: 3.447

16.03.2024 18:02
Bis nach Portugal Antworten

Kurz entschlossen, dem Wetter sei Dank, machte ich mich am 28.2. auf dem Weg in Richtung Südwesten. Eine genaue Planung steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Die Strecke führt mich schließlich bei Weil am Rhein nach Frankreich und über kurvige Strassen bis nach Besançon (eigentlich nicht zu empfehlen), wo es gilt eine Unterkunft zu finden. Bei IBIS wurde ich fündig und hatte eine gute Nacht, obwohl ich anfangs bedenken hatte, weil das Motorrad vor dem Hotel parkte.

29.2. Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung St. Etienne, wo ein noch geschlossenes B&B für mich das Zimmer, eigentlich Wohnung, herrichtete.















1.3. Nach einer guten Nacht ging es bei etwas verhangenen Himmel weiter Richtung d’Estaing, eigentlich wollte ich weiter fahren, jedoch machten mir die Temperaturen, 7°C und einsetzender leichter Regen einen Strich durch die Rechnung. Ich bimmelte alle B&B durch und bin bei Philippe www.chezaurelie12.fr untergekommen. Er fährt selbst Motorrad und wir haben uns beim Abendessen und Frühstück lange unterhalten.

























2.3. Es geht bei besserem Wetter weiter und zwar Richtung Atlantik. Am Nachmittag gibt es wieder leichten Regen und blödsinnigerweise fahre ich noch durch Toulouse zum Tanken. Da es problematisch ist, spät Umschau nach einer Schlafstätte zu schauen, Google ich ein bisschen und klingele bei Jean-Luc und Leyla an https://engimaro.fr (gute Unterkunft und genügend Zimmer für Gruppen) und bekomme spontan ein Zimmer (eigentlich das Gästezimmer für die Tochter). Nach einem schönen Abendessen mit den beiden, bei Gambas und Bier habe ich die Nacht gut geschlafen, zusammen haben wir noch gefrühstückt und die Kette geschmiert.







3.3. Da das Wetter zum Kradieren immer noch bescheiden ist, gebe ich den Atlantik auf und möchte schneller über die Grenze nach Spanien. Jean-Luc schaut ins Internet und erzählt mir, dass es Neuschnee am Tunnel von Candanchú gegeben hat und eine Durchfahrt problematisch sei. Also geht es etwas westlicher weiter. Die Suche nach einer Unterkunft fängt früh an, da es wie aus Eimern schüttet. Mein Hôtel du Parc hotel du parc salies de bearn in Salies de Béarn ist bereits etwas abgerockt und beinhaltet noch ein Spielcasino. Die Dame am Empfang ist sehr nett und nimmt sich meiner Handschuhe an, die nur noch so triefen.



4.3. Nach einer guten Nacht gabs Frühstück und dann nahm ich wieder Fahrt auf. Das Ziel, portugiesische Küste, stand nun fest. Erst einmal ging es bei Arnéguy über die Grenze und dann über den Ibañeta Paß, bei fast angenehmen Temperaturen. Am Nachmittag hatte ich Glück mit dem Wetter, da ich eine lange Zeit ein sonniges Fenster hatte. Später war es leider nicht mehr da und so entschied ich mich, ein Hotel zu buchen. In Los Tomillares im Hotel Camino de Santiago wurde ich fündig und hatte mal wieder eine gute Nacht.

















5.3. Die Weiterfahrt startete erst einmal etwas verhangen, später klarte es dann auf und es schien fast die ganze Zeit die Sonne, aber was nützt es, wenn man sich die ganze Zeit in über 800 Metern befindet, es war kühl. Den Grenzübergang habe ich bei Fronteira de Quintanilha genommen und fuhr dann weiter in Richtung Porto, da ich aber schon über 400 Kilometer fuhr, dachte ich an eine Unterkunft nach. Im Ort Vinhais https://www.vinhaishotel.pt wurde ich fündig und durfte mein Moped im Schuppen unterstellen. Im Zimmer gab es auch eine Heizung, da es abends bitter kalt wurde. Die Nacht und das Frühstück war gut.







6.3. Neuer Tag. Das Wetter war toll und so konnte ich vor der Losfahrt die dicke Textilhose in die Packtaschen stecken, etwas frisch war es schon, jedoch nur am Anfang. Die Strassen waren ein Traum und so kam ich schnell in Guimarães an, wo ich übernachten und ein bisschen die Stadt kennenlernen wollte. Es liegt wohl an mir, dass mich große hektische Städte nicht mehr anfischen und die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich auch als sehr schwierig. So fragte ich Google und Karten weiter, telefonierte und fuhr auch einige Stellen an – mit keinem Erfolg. Ein Hotel, wo der Übernachtungspreis >100,-€ liegen sollte, brachte mir nach Rücksprache mit der Inhaberin dann doch noch ein Hotel in Braga, es ist das Residencial Satélite. Da es angefangen hatte zu regnen, legte ich noch einen Tag vor Ort im Hotel ein und sortierte ein bisschen meine Dinge.















Hinfahrt waren 2752 Kilometer

8.3 Nun war es Zeit den Heimweg anzutreten. Um 9 Uhr ging es los. Als Routenoption habe ich ohne Kurven eingestellt, das bedeutet jedoch nicht, dass man vor Regen, Wind und teilweise verschneiten Strassen gewappnet ist. Der größte Teil der Strecke geht über den Camino de Santiago. Ich komme gut voran und lande nach 9 Stunden Fahrt in Belorado, wo das Hotel Jacobeo https://www.hoteljacobeo.net/es/ ein nettes Zimmer für mich hat. Das Moped ist in der Tiefgarage sicher untergestellt. Die Aircondition trocknet über Nacht meine Handschuhe – alles wie es soll.



















9.3. Der folgende Tag bringt erst einmal nicht so tolles Wetter, jedoch klart es am späten Vormittag auf und es wird richtig nett zu fahren. Die Grenze zu Frankreich wird bei Dantraxia genommen und es geht weiter Richtung Nord-Ost. Ohne kurvige Option sind die Strassen teilweise recht langweilig, da es langgezogene Landstrassen, unterbrochen nur von kleinen Orten, die bis über 20 Kilometern voneinander entfernt sind. Es sind aber auch sehr schöne Strassen dabei. Wie so oft, ändert sich das Wetter und es wird mal wieder Zeit für eine Unterkunft, nach ein bisschen Suche werde ich in La Croix de Pierre fündig und hatte eine gute Nacht im Natur'Hôtel. Im Zimmer konnte ich auch einige Dinge trocknen, da die Ortliebs etwas inkontinent sind. Zumindest habe ich vorgesorgt und mir Plastiktüten besorgt, um die Wäsche etwas trockener unterzubringen.

















10.3. Neuer Tag und es geht weiter Richtung Heimat. Bei durchwachsenen Wetter geht es los und führt mich westlich an Limoges vorbei – tolle Gegend. Das Wetter wird immer besser und die Strassen sind toll. Mein Hotel finde ich schließlich im ibis budget Chalon-sur-Saône Nord, einfach aber gut. Das Motorrad kann ich in der Tiefgarage abstellen, so dass ich nicht das komplette Gepäck mit ins Zimmer nehmen muss.

11.3. Der folgende Tag, wie sollte es auch anders sein, mit bedecktem Himmel. Ich wäre am Vortag besser weiter gefahren – da war das Wetter gut, jedoch war nach 8 Stunden Fahrt die Luft einfach raus. Die Strecke muss man größtenteils nicht haben, man kommt schnell voran, jedoch sind viele LKWs unterwegs und die Strecke ist doch oft eintönig. Die Grenze wird wieder bei Weil am Rhein genommen und es geht dann richtig schön, jedoch kalt, bis auf den Feldberg und bei bestem Wetter nach Biberach.

Rückfahrt waren 2128 Kilometer

Meine persönliche Ausrüstung ZS für unten und oben (nicht gefroren), Daytona Travel Star GTX (keine nassen Füße), Dicke Handschuhe (etwas älter und bei kleinen Schauern ausreichend). Zur Erklärung ZS = Zwiebelschalen. Unten Thermowäsche, Motorrad Jeanshose, Rukka Textilhose plus Futter, oben T-Shirt, Thermoshirt, Fliesjacke, Rukka Textiljacke plus Futter. Der einzige Schwachpunkt waren die Handschuhe bei Regen.

Es war für mich ein großer Spass, die Tour zu machen. Ich habe nette Leute getroffen und wurde überall willkommen geheißen. Kopf ist jetzt freier!


LG
Friedo

PS: Ich bin, glaube ich, mit dem Datum der Fotos etwas durcheinander gekommen – werds noch richten.

Falcone Offline




Beiträge: 112.699

16.03.2024 18:06
#2 RE: Bis nach Portugal Antworten

Danke für den Bericht!
Toll, so eine Tour zu dieser Jahreszeit!
Im IBIS in Becancon hatten wir auch schon übernachtet

Grüße
Falcone

wisi Offline



Beiträge: 1.837

16.03.2024 18:54
#3 RE: Bis nach Portugal Antworten

Dem kann ich mich nur anschließen (bis auf die Sache mit dem Ibis). Whow.

Wambo Offline




Beiträge: 2.725

16.03.2024 18:59
#4 RE: Bis nach Portugal Antworten

Hab ich mirs doch gedacht, danke fürs mitnehmen!

PepPatty Offline




Beiträge: 8.626

16.03.2024 19:28
#5 RE: Bis nach Portugal Antworten

Danke fürs Mitnehmen!
Zu dieser Jahreszeit ganz schön mutig, wie ich finde.
Aber der klimawandel hat nicht nur schlechtes…
*duck und wech*

Grüße PepPatty

W-iedehopf Offline




Beiträge: 8.007

16.03.2024 20:49
#6 RE: Bis nach Portugal Antworten

Danke fürs Mitnehmen.
Du bist ja ein ganz harter Hund, die Pyrenäen um diese Jahreszeit - Respekt!
Hättest Du Dir für diese Tour nicht ein wenig mehr Zeit nehmen können?

hein62 Offline




Beiträge: 141

17.03.2024 07:53
#7 RE: Bis nach Portugal Antworten

auch von mir "Danke" für die Geschichte und die Bilder; es fühlt sich fast an, als wäre man dabei gewesen.
Respekt, wer in der Jahreszeit eine solche Tour macht! Ich schlottere nur bei dem Gedanken daran :-).

allzeit gute Fahrt, und immer das Schwarze unten und das Lackierte oben halten,
hein62

wisi Offline



Beiträge: 1.837

17.03.2024 07:56
#8 RE: Bis nach Portugal Antworten

Zitat von W-iedehopf im Beitrag #6
Danke fürs Mitnehmen.

Hättest Du Dir für diese Tour nicht ein wenig mehr Zeit nehmen können?


Viel größer wäre das Zeitfenster doch gar nicht gewesen - nächsten Samstag ist ja Stammtisch!😀

Friedo Offline




Beiträge: 3.447

17.03.2024 12:04
#9 RE: Bis nach Portugal Antworten

Zitat von wisi im Beitrag #8
Zitat von W-iedehopf im Beitrag #6
Danke fürs Mitnehmen.

Hättest Du Dir für diese Tour nicht ein wenig mehr Zeit nehmen können?


Viel größer wäre das Zeitfenster doch gar nicht gewesen - nächsten Samstag ist ja Stammtisch!😀


Richtig mein lieber wisi

tom_s Offline




Beiträge: 6.026

17.03.2024 18:17
#10 RE: Bis nach Portugal Antworten

Zitat von W-iedehopf im Beitrag #6
Du bist ja ein ganz harter Hund,

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Richtig kalt kann ich ja ganz gut ab aber dieses Piesel-nasskalt ist nicht meins.
Räschbäkt.



Gruß
Thomas


Maggi Offline




Beiträge: 48.018

18.03.2024 09:44
#11 RE: Bis nach Portugal Antworten

Mensch Friedo, geile Tour und das in Deinem Alter.

Hat Spaß gemacht zu lesen, danke für den Bericht!

--
Blog
Ich springe hoch, ich springe weit,
warum auch nicht, ich hab' ja Zeit.
Frei nach H.E.

truwi Offline




Beiträge: 2.566

18.03.2024 11:08
#12 RE: Bis nach Portugal Antworten

respekt zu dieser jahreszeit allerdings nix für mich. höchsten asap mit dem auto bis nach portugal und dann dort unten mit krad weiter. (jaja ich weiß der weg ist das ziel)

reinholdK Offline




Beiträge: 894

18.03.2024 11:29
#13 RE: Bis nach Portugal Antworten

Danke für den Bericht. Nass und kalt zusammen ist schon nicht so toll, aber du hattest offenbar trotzdem eine tolle Tour. Ich freu mich auf mehr am Samstag!

Gruss Reinhold

d-back20 Offline




Beiträge: 2.169

19.03.2024 08:59
#14 RE: Bis nach Portugal Antworten

Danke für's Mitnehmen auf Deine Reise und Glückwunsch dass Du Dich auf den Weg gemacht hast !

- 1.Korinther 13 -

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