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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 424 mal aufgerufen
 Gespanne
Silence Offline




Beiträge: 1.132

15.10.2019 15:38
"Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

Hallo Zusammen!

Nehmen wir mal an Ihr habt einen Seitenwagen inkl. komplettem Fahrgestell, das sich an einem Motorrad befindet, zugelassen ist, schon länger so läuft usw. - also ein normales Gespann. Jetzt wollt Ihr den Seitenwagen inkl. dessen Fahrgestell an ein ähnliches Motorrad bauen, was auch von den Anschlüssem her usw. passt.

Fährt man dann damit "einfach" zum TÜV, Dekra, GTÜ etc. und lässt eine 21er machen und zulassen fertig? Besser vorher mit dem Prüfer den Plan absprechen?

Wenn technisch alles passt, ist das so möglich?

Gruß,

Chris

Mattes-do Offline




Beiträge: 6.205

15.10.2019 16:54
#2 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

Auf jeden Fall vorher die entsprechende Prüforganisation kontaktieren und alles, aber auch wirklich alles, mit denen absprechen.

Gruß,
Mattes

Falcone Offline




Beiträge: 104.152

15.10.2019 18:38
#3 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

Wenn es das gleiche Motorrad ist (also vorher W und nachher W) wird der Prüfer nicht viel zu meckern haben, wenn vorher alles vorschriftsmäßig war und die Papiere vorliegen. Ist es ein anderes (ähnlich ist ja anders, oder?), dann muss mit großer Wahrscheinlichkeit wieder für alles Belege beigebracht werden.
Es ist ja ein Gespann-Neubau.
Wenn also nach Vorschrift geprüft wird, ist es völlig egal, ob der Seitenwagen schon mal irgendwo dran gewesen ist.

Auch wenn theoretisch möglich, wirst du bei der Dekra, KÜS oder GTÜ kaum einen kompetenten Ansprechpartner finden.

Am einfachsten ist es, wenn du dich an die TÜV-Stelle wendest, die die Abnahme des bisherigen Gespanns gemacht hat, idealerweise denselben Prüfer.
Ist das z.B. räumlich nicht so toll, dann bei deiner TÜV-Stelle nachfragen, ob sie die Unterlgen des bisherigen Gespannes kommen lassen können. Gespanne, die etwa in den letzten 15 Jahren abgenommen wurden, sind sehr genau dokumentiert mit allen Unterlagen, Gutachten und Prüfergebnissen, auch mit Fotos. Das könnte die Abnahme erleichtern.
Lass dir also vom Verkäufer das Gutachten zeigen, das damals erstellt wurde. Vielleicht kannst du es kopieren und schon vorab beim TÜV nachfragen.
Eine andere Möglichkeit ist, den Erbauer des damaligen Gespanns aufsuchen und über ihn die Abnahme machen lassen.

An welchem Motorrad war denn der Seitenwagen? Und soll er jetzt an eine W?

Grüße
Falcone

Silence Offline




Beiträge: 1.132

16.10.2019 07:17
#4 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

... mmh, muss mich wohl eher selbt "rügen" ... es geht nicht speziell um ein W-Gespann. Daher gehört es hier wohl nicht hin.

Es geht allgemein um Gespanne, die keinen speziellen Hilfrahmen haben, sondern welche, wo die Seitenwagenkonstruktion an den normalen Motorradrahmen angeschraubt ist und sogar "wahlweiser Betrieb" eingetragen ist, also Solo und Gespannbetrieb.

Gruß,

Chris

martin58 Offline




Beiträge: 3.193

21.10.2019 08:44
#5 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

das ist ja heutzutage nur noch sehr selten der fall. meine alte v7 hat eine wahlweise eintragung, weil der rahmen seitens moto guzzi noch ab werk für gespanntauglich erachtet wurde.
gib doch mal mehr infos zu deinen überlegungen preis.

Falcone Offline




Beiträge: 104.152

21.10.2019 09:45
#6 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

Soweit ich weiß, gibt es heute kein aktuelles Motorrad mehr, dass ab Werk für Seitenwagen zugelassen ist und dazu noch einen wahlweisen Anbau erlaubt. Soweit ich weiß, sind auch die Dnepr-Gespanne entweder als Gespann oder als Solo zugelassen, aber der wahlweise Anbau eines SW ist werksseitig nicht vorgesehen. Oder hat da jemand andere Informationen?
Das schließt aber nicht aus, dass ein Prüfer bei einer Gespann-Einzelabnahme einen "wahlweise" Eintrag dennoch vornimmt.

Rein fahrtechnisch gesehen ist das aber nicht wirklich sinnvoll, denn um mit einem Gespann einigermaßen vernünftig fahren zu können, sollte man schon ein paar Änderungen vornehmen, die es dann nicht erlauben, mal eben den Seitenwagen abzuschrauben und solo weiter zu fahren. Und sei es nur eine haltbarere Gespannbereifung.

Grüße
Falcone

3-Rad Offline



Beiträge: 31.994

21.10.2019 11:24
#7 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

Bei meinem Tüv Prüfer sind wahlweise Einträge und ungebremste Beiwagen schon länger nicht mehr möglich.
Die Beiwagenbremse muß mind. an die Vorderrad gekoppelt sein und die gängigen Ostfahrgestelle sind nur noch an Fahrzeuge bis 50 PS zulassungsfähig.
Umbauten von Privat nimmt er nur noch ab, wenn wirklich alles papiermäßig ordnungsgemäß dokumentiert ist und hieb und stichfest ausgeführt ist.
Hatte mich vor zwei Jahren beim Tüv hier erkundigt.
Selbst Gutachten, die älter als ein paar Jahre sind,werden nicht mehr anerkannt. War hier bei einer gebrauchten Schwinge mit Gutachten so.
Der Mann ist eine echt sachkundiger Fachmann für Gespanne, muss sich aber an neuere Vorschriften halten.

Die Zeiten, wo man einfach was zusammenstricken konnte sind wohl endgültig vorbei.

martin58 Offline




Beiträge: 3.193

22.10.2019 08:04
#8 RE: "Eigenanbau" und TÜV ? Antworten

diese zeiten scheinen vorbei zu sein. ob man das nun gut findet oder nicht.
und auch der streit, ob es nun sinnvoll, machbar oder vertretbar ist oder nicht mit dem wahlweisen betrieb, ist schon ziemlich alt. dennoch kann ich mir nicht verkneifen, die fahne der wahlweise-betreiber hochzuhalten.
"low tech" funktioniert, das krad bewegt sich, ich komme an, mein organismus übersteht (zumindest bis dato) die von manch anderem als geradezu unmenschlich oder übermenschlich bezeichneten lenk- oder sonstigen kräfte einer solomaschine im gespannbetrieb schon seit vielen jahren, ohne dass mein zweiter vorname arnold oder hulk wäre. und last but not least macht mir diese art der fortbewegung sogar spaß.

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