Um mit dem wichtigsten Thema anzufangen: Wir standen am Donnerstag Abend auf dem Deck der Fähre und schauten zu, wie die Auflieger uf das Schiff geladen wurden. Es waren alles Kühlauflieger auf diesem Deck und ich fragte, wie denn diese die Energie bekämen auch während der Überfahrt über Nacht kühl zu bleiben. Rosie meinte, sie hätten ein Aggregat und ich mutmasste, sie würden irgendwo an Deck an eine Stromquelle angeschlossen werden. Um die Geschichte abzukürzen, wir konnten keine Kabel entdecken aber auf einigen der Auflieger konnten wir eindeutig ein Rohr erkennen, um das sich herum die typische Dieselschwärzung zu sehen war. Die Kühlaggregate wurden von einem kleinen Dieselmotor betrieben. Also hatte Rosie recht. Das sagte ich ihr natürlich auch, bin ja nicht so. Sie sagte, dass fiele mir leicht, da keiner es hören würde. Darauf sagte ich ihr, ich würde es im Forum veröffentlichen.
Rosie hatte recht
Damit ist dieser wichtige Teil des Berichtes erst einmal erledigt, abgehackt.
Am Donnerstag fuhren wir morgens von Düren los und über Autobahn nach Den Haag, Dort sind wir ein wenig ‚rumgegangen und haben Fritten gegessen und Kaffee getrunken. Dann sind wir weiter nach Hoek van Holland gefahren und konnten um 19:00 einschiffen. Wir hatten eine Kabine und ich hatte auch vorher Abendesssen gebucht. Es war eine angenehme Überfahrt.
Am Freitag morgen kamen wir in England an und fuhren in Richtung Ipswich. In eine Dorf Capel St Mary frühstückten wir. Auf kleinsten nur denkbaren Strassen fuhren wir nach Hadleigh wo wir etwas Pfunde zogen und eine alte Kirche besuchten. Wir wurden zum Kaffee eingeladen. Auf nicht mehr ganz so kleinen Strassen fuhren wir über Bury St Edmunds vorbei and der RAF Base Mildenhall nach Ely. Bis Bury waren die Strassen eng und verwinkelt aber dann kamen wir in die Marschgebiete, wo die Strassen gerade sind um dann plötzlich 90 grad Kurven zu haben. In Ely haben wir dann die Mittag gegessen, waren in Cromwells Geburtshaus und haben die Kathedrale besichtigt. Bei der W war das Nummernschild kurz davor abzufallen also kauften wir Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben , so gewellte Unterlegscheiben, die hemmend wirken sollen und deren Bezeichnung ich nicht kenne, und eine Metallsäge für ein Pfund, da die Schrauben viel zu lang waren. Das ganze hat bis heute gehalten! Nachdem wir Ely verlassen hatten fuhren wir weiter in Richtung Norwich um meinen Vetter zu besuchen.
Fortsetzung folgt
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In Antwort auf:Wännä - Notstromaggregate sind für den Notfall da. Wieso darfst du da ran?
Moin,
der Inhalt eines Kühllasters kann ganz schön teuer sein. Bei uns an der Landstraße ist mal einer aus der Kurve geflogen. Keinem was passiert, aber die Ladung hinüber. Das war alles in Gläschen verpackt und die waren zerbrochen. Eine halbe Million (DM) Schaden
Deshalb werden die Kühlaggregate nicht mit irgendwelchen Steckern an irgendwelche Steckdosen gesteckt, sondern bekommen einen Antrieb, der nach DIN soundso (eben für E-Aggregate) als Notstromdiesel laufen kann. Hatz ist früher ein Favourit gewesen. Heute mag es irgendwelche Japanoreanesen geben - keine Ahnung.
Meine Eltern hatten früher ihr Gelände neben einer Kiesgrube, in die irgendwann eine LKW-Werkstatt eingezogen ist. Da gabs für uns Jungs schon mal was zu gucken und auch zu schrauben. Auf dem Kiesgrubengelände hat Jungwänna mal einem Betonmischer den Einfülltrichter oben abgefahren . Konnt ja nicht wissen, daß die Sch..Dinger so hoch sind.
Am Sonnabend fuhren wir erst gegen halb elf weiter. Ich hatte keinen Platz auf der Fähre zurück bekommen und also habe ich ein Zimmer in einem Guesthouse in Dover gebucht um am Sonntag früh die Fähre von Dover nach Calais zu nehmen. Wir fuhren quer durch die Norfolk Broads und überquerten den Fluss Yare bei Reedham mit einer kleinen Kettenfähre.
Irgendwie schaffe ich es immer wenn ich von dieser Fähre komme an der A146 die falsche Wendung zu nehmen und rechts abzubiegen anstelle von links. Ist schon das dritte Mal, dass ich das getan haben! In Norwich habe ich den Fehler dann endlich bemerkt und dann blieb uns nur noch die Zeit auf dem schnellsten Weg nach Dover zu fahren.
Der Wind an diesen Nachmittag war recht stark und die Motorräder wurden immer wieder nach rechts geweht. Ich hatte schon Bammel vor der Dartford Brücke über die Themse, da diese so hoch ist, dass Ozeanschiffe darunter passen. Aber wir hatten Glück, der Wind kam uns direkt entgegen.
In Ashford (Exit 10 der M20) noch schnell bei Tesco eingekauft und dann weiter bis Dover. Nach einigem Suchen haben wir dann das Guesthouse gefunden. Noch in den Ort gegangen und Fish nd Chips gegessen und in eine Pub ein Bitter (ich) und ein Guinnes (Rosie) getrunken.
Am nächsten Morgen geruhsam aufgestanden und um 7:30 gefrühstückt. Die Nacht hatte es so richtig gegossen aber als wir uns fertig machten zun wegfahren hörte es auf zu regnen. Den Rest der Strecke blieb es auch trocken. Irgendwo mussten auch ein paar Engel gereist sein. Wir kamen so um halb neun an dem Terminal an und ich bin ‚rein um die Überfahrt zu buchen. Bei P&O hatte ich Pech – bis 13:30 sogar für zwei Motorräder ausgebucht. Ich zu Sea-France – die hatten noch Platz auf der 11:00 Fähre. Ich dann zwei Tickets gekauft. Gleich weiter zum Check-In.. Ob wir noch auf die 9:20 Fähre wollen? für jeweils 5 £ extra würde das klappen. Ja natürlich. Schnell noch gezahlt und weiter zur Fähre. Kamen noch gerade aufs Schiff, hinter uns noch ein Bus und dann wurden die Klappen zugemacht.
Auf der Sea-France Fähre hatten sie eine Art die Motorräder zu verzurren, die kannte ich noch nicht. Da war eine Schiene in die man das Motorrad lenken musste. Dann sollte man darauf sitzenbleiben und die maschinen wurden links und rechts am Rahmen etwa in Höhe der Beifahrer-Fußrasten festgemacht. Zum Schluss wurde noch ein Block inter das Hinterrad geschoben.
Der Rest war dann AutobahnFahren von Frankreich über Lille und Lüttich bis Düren. So gegen fünf Uhr waren wir wieder zurück. Insgesamt waren wir 1353km gefahren und waren insgesamt dreimal auf einer Fähre gewesen.
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Zitat von phaedrusDer Wind an diesen Nachmittag war recht stark und die Motorräder wurden immer wieder nach rechts geweht. Ich hatte schon Bammel vor der Dartford Brücke über die Themse, da diese so hoch ist, dass Ozeanschiffe darunter passen. Aber wir hatten Glück, der Wind kam uns direkt entgegen.
Wieso seid ihr nicht den Blackwall Tunnel gefahren? Ist ein einmaliges Erlebnis mit den engen Kurven mitten im Tunnel (wozu eigentlich ), obwohl - die gibts ja nur in der Süd-Nord-Richtung. Aber man kommt auf alle Fälle recht zügig durch London durch (obwohl ich zugegebenermaßen keinen Vergleich habe).
Zitat von phaedrusAuf der Sea-France Fähre hatten sie eine Art die Motorräder zu verzurren, die kannte ich noch nicht. Da war eine Schiene in die man das Motorrad lenken musste. Dann sollte man darauf sitzenbleiben und die maschinen wurden links und rechts am Rahmen etwa in Höhe der Beifahrer-Fußrasten festgemacht. Zum Schluss wurde noch ein Block inter das Hinterrad geschoben.
Mir hat er nur die Zurrgurte hingeworfen und gemeint, ich soll einfach machen ...
Gruß Serpel, der sicher nicht zum letzten Mal auf der Insel war