Heute hatte ich bock meine zweite W650 aus einer längeren Still Legung (ca. 3 Jahre) wieder zu bewegen. Tank war voll und Vergaser leer bei der Still Legung und die Maschine war in einem trockenen warmen Ort aufbewahrt. Nach der Montage der neu geladene Batterie. Ich kann diese Maschine nur antreten da sie kein Anlasser mehr hat. Nach dem befüllen der Vergaser und ziehen des choke und mehrmaligen antreten sprang sie auch sofort an.
Dennoch fiel mir dann am rechten Vergaser auf dass dieser am Schwimmerkammerrand Benzin leckte.
Woran könnte das liegen ?? wer kann mir nützlich Hinweise geben...
Ich habe zuvor in den vergangenen Beiträge was von einer hängenden Schwimmernadel gelesen... könnte das eine mögliche Ursache davon sein...
Zitat von Börni im Beitrag #1Ich habe zuvor in den vergangenen Beiträge was von einer hängenden Schwimmernadel gelesen... könnte das eine mögliche Ursache davon sein...
Vermutlich ja, das tritt eigentlich gerne auf, wenn man E10 getankt hat und das Motorrad längere Zeit gestanden hat.
-- Blog Ich springe hoch, ich springe weit, warum auch nicht, ich hab' ja Zeit. Frei nach H.E.
Darüber wird auch in der Datenbank geschrieben. An den vier Kanten der Schwimmernadel bildet sich Korrosion und sie klemmt leicht. Dadurch wird der Nadelsitz nicht mehr dicht. Vergaser abbauen und die vier Kanten der Nadel polieren hilft normalerweise. Du kannst es aber auch erst mal mit dem Einspritzen von Vergaserreiniger versuchen, aber oftmals wird die Korrosion davon nicht aufgelöst.
Zitat von Börni im Beitrag #1Ich habe zuvor in den vergangenen Beiträge was von einer hängenden Schwimmernadel gelesen... könnte das eine mögliche Ursache davon sein...
Vermutlich ja, das tritt eigentlich gerne auf, wenn man E10 getankt hat und das Motorrad längere Zeit gestanden hat.
Ich stelle meine über Winter immer mit einem Zusatz von Bactofin ab.
Über das Jahr dann zweimal Vergaserreiniger und gut ist.
Danke für die Hinweise wollte eigentlich den vergaserausbau vermeiden... Ist es möglich die Schwimmerkammer am eingebauten Vergaser zu demontieren um dann den Fehler zu beheben...
Das ist möglich, aber man braucht gute Kreuzschlitz-Bits und von der Länge her gut passendes Werkzeug. Schräg angesetzt sind die weichen Schraubenköpfe schnell "verknaddelt" - und dann wird es schwierig.
bei einer defekten Membran der Beschleunigerpumpe hängen auch Tropfen unter den Vergasern, allerdings mehr links als rechts.... Kann man mit Geduld und tausend Flüchen auch bei eingebauten Vergasern wechseln.
(Die W650 ist für Normalbenzin mit 91 Oktan konstruiert worden. Super mit 95 Oktan ist schon overkill, gibt man noch 10% Alkohol dazu (E10) hat man einen Sprit von dem man in den 2000ern nur träumen konnte. Wer Vergaservereisung noch erlebt hat weiß das. Mit den Besonderheiten beim Einlagern/Überwintern kann man sich schlau machen. Zum Fahren ist E10 der ideale Sprit!)
Danke...an alle Mitwirkenden... mein Mädchen ist wieder trocken. Für das erste Mal Vergaser ausbauen und alle anderen Arbeiten...ohne fluchen ausgekommen...
War gerade bei den netten Herren in Hildburghausen und die haben auch das Membran der Beschleunigerpumpe gewechselt. Jetzt riecht es nicht mehr nach Sprit.
P.S. War genau der richtige Anlass für Tuning light.
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