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Falcone Offline




Beiträge: 112.699

03.08.2023 10:27
Airbox aus- und einbauen Antworten

Maggi hat uns den folgenden Beitrag geschrieben:

Da ich bei meinem Gespann “Tuning Light” durchführen wollte, mussten, um den Vergaser auszubauen, die Airboxen raus. Viele schrecken davor zurück, weil es ein wenig fummelig und fluchen nicht ausgeschlossen ist.

Aber, wenn man es richtig angeht, ist es gar nicht so schwer.

Ausbau
Als erstes entfernt man die Sitzbank, löst die beiden Schrauben, die den Tank befestigen und zieht die beiden Schläuche vom Benzinhahn ab. Nun kann man den Tank abheben.
Als nächstes entfernt man die Seitendeckel.

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Am einfachsten geht die ganze Operation, wenn man die rechte Airbox zuerst entfernt.

Unter dem linken Seitendeckel befinden sich neben der Airbox noch der Batteriehalter, der diverse Steckverbinder enthält.

Es reicht, wenn man an einer Airbox die beiden Schrauben der Verbindungsstege entfernt.

Linke Airbox:

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Hier mal die Position der Schrauben der ausgebauten, linken Airbox
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Rechte Airbox:
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Die Position der Schrauben der ausgebauten, rechten Airbox
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Die Schrauben sitzen in den beiden Streben, die die Airboxen miteinander verbinden und für Stabilität sorgen.
Dort wo die Seitendeckel oben unter der Sitzbank verschraubt waren, befinden sich ebenfalls zwei Schrauben, mit denen die Airboxen befestigt sind. Diese gilt es herauszuschrauben.

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Bevor man die Airboxen auseinanderzieht, sollte man noch verschiedene Stecker und Schläuche entfernen. An der rechten Airbox gilt es den Steckverbinder (roter Pfeil) des Außentemperatursensors zu trennen und den Motorentlüftungsschlauch (blauer Pfeil) abzuziehen.

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An jeder Airbox befindet sich ein Ablaufschlauch, den man aber auch entfernen kann, wenn man die Airbox schon herausgezogen hat.

Die Ringfedern an den Vergasergummis vorsichtig nach hinten schieben. Dabei keine scharfen Schraubenzieher verwenden, um den Gummi nicht zu beschädigen.

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Nun kann man die rechte Airbox vorsichtig herausziehen ...

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... und den rot markierten Schlauch entfernen.

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Danach wechselt man die Fahrzeugseite und kümmert sich um die linke Airbox. Da dort der ganze Kabelverhau des Batteriehalters davor sitzt, gestaltet es sich etwas tricky, die Airbox herauszuziehen. Man kann alle Steckverbinder gefahrlos trennen, ohne sich die Zusammengehörigkeiten merken zu müssen, da immer nur ein Stecker zur entsprechenden Buchse passt. Man sollte sich aber ein Foto machen, in welchen Positionen die Stecker liegen. Zum einen, damit man den Seitendeckel wieder gut aufgesetzt bekommt, zum anderen, damit künftig keine Kabel durchscheuern.

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Oder man zieht die Batterie etwas heraus und versucht die Airbox an den Kabeln des Minus- und Pluspols der Batterie vorbeizufummeln.

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Bevor man die Airbox ganz herausziehen kann …

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… muss noch dieser Ablaufschlauch abgezogen werden (ich bitte, den Schmodder zu entschuldigen, Winterfahrzeug.).

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Das war´s schon, war doch gar nicht so schlimm.

Einbau

Bevor es jetzt wieder an den Einbau geht, sollte man sich mal die Verbindungsstellen der beiden Airboxen ansehen. Um den Zusammenbau zu erleichtern, sollte man die Dichtungen und Verbindungsstellen reinigen und etwas mit Silikonspray behandeln, dann flutscht der Zusammenbau besser.

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Man sollte ebenfalls die Gummis der Airboxen und auch die Vergaserflansche etwas mit Silikon o.ä. einschmieren, damit sie besser übereinander gleiten.

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Am besten beginnt man den Einbau mit der rechten Airbox

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Man setzt an der linken Seite der Airbox an und schiebt auf der rechten Seite den Gummi vorsichtig über den Vergaserflansch. Der wird leider nicht so einfach da drüber flutschen, also muss man etwas nachhelfen.

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Am besten macht man das mit einem stumpfen Gegenstand, nicht mit einem Schraubenzieher, dieser könnte die Gummis beschädigen. Ganz gut geht es mit einem längeren Inbusschlüssel. Ich habe einen alten Salbenspatel aus der Apotheke benutzt.

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Das ist ein bisschen Gefummel und wird auch den ein oder anderen Fluch bedingen, um das Mistding irgendwann an seinen Platz zu bekommen. Den endgültigen Sitz habe ich dann mit einem Inbusschlüssel hinbekommen. Danach die Ringfeder (roter Pfeil) nach vorne in die Nut schieben.
Jetzt kann man die Airboxhälfte mit der oberen Schraube wieder fixieren.

Nun wendet man sich der linken Seite zu, erstmal alle lose baumelnden Kabel irgendwie aus dem Weg räumen.

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Dann fluppt das besser, als wenn man alle Kabel im Weg hat.
Sollte man aus Versehen alle vier Schrauben der Stehbolzen gelöst haben, setzt man die Stehbolzen wieder in die linke Airbox ein, die viereckigen Plastikwulste sollten dabei mit den Stegen der Airbox bündig abschließen, sonst gibt’s Probleme beim Einbau. Dann schraubt man sie fest.

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Die Box positioniert man dann so, dass die Stege in die Löcher der anderen Airboxhälfte eingeführt werden können.

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Damit die Stege richtig in der gegenüberliegenden Airbox passend hineinrutschen können, kann man mit einem Inbusschlüssel etwas nachhelfen, indem man diesen durch die Schraubenlöcher der Airbox steckt und den Steg in die dafür vorgesehene Aussparung bugsiert.
Nun gilt es noch, die Ablassschläuche und den Motorentlüftungsschlauch wieder an den Airboxen anzuschließen.

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Die Luftfilter, sollten sie entfernt und gereinigt worden sein, nicht vergessen.

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Nun kann man alle Stecker wieder zusammenstecken und die Kabel wieder so verstauen, wie man es auf dem - hoffentlich gemachten - Foto sehen kann.
Seitendeckel, Tank und Sitzbank wieder montieren, und alles ist wieder fein. War doch gar nicht so schwer.

Grüße
Maggi
3.8.23

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