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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 938 mal aufgerufen
 Reiseberichte / Motorradgeschichten
Soulie Offline




Beiträge: 27.298

29.08.2014 18:48
Kleiner aber feiner Giro Antworten

Buona sera!
Jetzt ist endlich der Sommer zurückgekehrt, und bei diesem Kaiserwetter wollte die W - nach Wochen des Rumstehens - wieder bewegt werden.
Und ich hatte schon lange vor, den Giro Arco-Ronzo-Villa Lagarina-Lenzima-Ronzo-Arco zu fahren. Nachdem ich beim ersten Versuch gescheitert war bzw. bis ins Etschtal runter gefahren war. Was nicht so prickelnd ist, weil man dann von einer Ortschaft in die nächste knattert. Außerdem wollte ich ein wunderschönes Bild machen, von einer Landschaft, wie gemalt. Hatte ich beim letzten Versuch leider nicht getan - und diesmal auch nicht.
Also demnächst noch mal ...
Zuerst also die übliche Einkaufstour in Riva / Arco, damit die alte Ledertasche nicht so flach aussieht. Und dann das göttliche Sträßchen rauf, von Bolognano zum Monte Velo / Ronzo. Auf diesem feinen Sträßchen ist normalerweise gar nix los. Heute waren geschätzte 200-300 Radler am schwitzen, vorweigend Frauen! Keine Ahnung, ob das ein Wettkampf war, aber ich hab einen Heiden Respekt vor der Leistung der Biciclisti!
Um den kleinen Giro fahren zu können, also nicht bis ins Etschtal runter, bin ich in umgekehrter Richtung, also gegen den Uhrzeigersinn gedüst. Also von Ronzo runter nach Valle San Felice, wo es dann abzweigt nach Nomesino und Lenzima. Aus einer Laune heraus bin ich dann links abgebogen, um mir das Castello Corno vorzunehmen. Die Straße war schlecht und kurz drauf auch gesperrt. Letzteres hatte mich weniger gestört. Bin halt weiter gefahren bzw. geschlichen, aber dann besserte sie sich wieder, während ich das Castello nur mal von Weitem wahrnahm. Vor Patone hab ich dann mal wieder ein Bild gemacht, da hatte ich bereits vermutet, dass ich genau die Strecke gefunden hatte, die ich suchte. Wobei die auf meiner Karte - orange - besser dargestellt ist als zumindest das erste Stück nach dem Abzweig.
Über Villa Lagarina gings dann wieder zurück über den Passo Bordala (zu spät, Brundi, du hattest deine Chance! ) nach Ronzo und von dort kurvig nach Arco. Flüsterasphalt vom Feinsten!
Schön wars, aber viele Bilder gibts leider nicht. Ich muss eh noch mal diesen Giro machen, denn das Superbild will schließlich abgelichtet werden!





Saluti
Soulie

Beim Versuch, den Abzweig nach Lenzima zu finden. Da war ich im wahrsten Sinne auf'm Holzweg! Und der war gesperrt.
Ich hatte vergessen, dass der Abzweig erst in Valle San Felice kommt. Hier bin ich oberhalb von Ronzo.



Das müsste Nomesino sein. Leider etwas unscharf, keine Ahnung, warum.



Und das ist Patone. Ich hätte nicht gedacht, dass die Äpfel schon reif sind. Eine kleine Wegzehrung ist immer drin. Aber fast alle Äpfel hatten hässliche Stellen und taugen vermutlich nur für Apfelsaft. Solche Produkte findet man ja in keinem Regal mehr. Leider! Geschmeckt hat er (und einen hab ich noch ).




Nachdem ich ja eine Burg sehen wollte musste diese hier herhalten. Die war nicht zu übersehen, direkt an der Straße.






Kurz vor'm Passo Bordala



Und hier der Blick runter nach Arco, Riva, Lago:





Hier hab ich geschwindelt. Die Straße geht bergab.






PeWe Offline




Beiträge: 19.622

29.08.2014 19:47
#2 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Christian, machmal beneide ich dich ein bischen....

Wunderschöne Gegend....

LG
PeWe

"...Ich fahre so langsam, dass man mich nicht blitzen muss – mich kann man
malen!"

Soulie Offline




Beiträge: 27.298

29.08.2014 20:32
#3 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Sooo schlecht hast du's aber auch nicht, Peter!
Aber es ist schon ganz nett hier ...

Soulie Offline




Beiträge: 27.298

10.09.2014 20:07
#4 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Heute hab ich einen Teil der Tour wiederholt. Aber meine Zeit war begrenzt, deshalb bin ich nicht mal bis Lenzima gekommen. Macht nix! War trotzdem sehr schön!

Das müsste Pannone sein:


Nomesino









Feine Aussicht!





Dieses Schild versprach ein bisschen 'Neuland':
Das barbarische Kirchlein kannte ich noch nicht.









Obwohl da oben wirklich der Hund begraben ist kam mir auf dem steilen Weg rauf ein Holztransporter entgegen, der die komplette Fahrbahn beanspruchte.
Anfahren bei ~ 20 Prozent in der Kehre will geübt sein.

Dieses Nomesino hat es mir offensichtlich angetan. Der Blick von oben auf das Dörfchen war schön, aber immer von Buschwerk verdeckt.
Auch ein kleiner Fußmarsch half nix. Alles dicht. Na ja, hier war eine kleine Lücke:



Und das letzte:



Schön wars!
Aber jetzt hieß es Druck auf die Pedale, wie die Rennradler sagen. Ich hatte Souline versprochen, um zwei wieder zurück zu sein.
Und allzu viel Zeit blieb nicht. Trotzdem gönnte ich mir das allerfeinste Sträßchen über Ronzo - Monte Velo - Bolognano - Arco.
Habs dann auch noch fast pünktlich geschafft.

ziro Offline



Beiträge: 6.702

16.09.2014 10:03
#5 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Mensch Soulie! Kannst Du mal bitte aufhören, diese langweiligen Fotos, mit dieser langweiligen Landschaft, diesen langweiligen Straßen hier einzustellen?

Mann was bin ich froh, dass die Straßen hier im Norden so schön gerade, die abgeernteten Felder so schön grau, und im Regen die Nichtberge so schön trist sind.

Soulie Offline




Beiträge: 27.298

16.09.2014 10:47
#6 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten



Klar kann ich ...
Muss ich leider auch.
Souline will hier Anfang Oktober die Zelte abbrechen.
Aber ich denke, ich rausche dann noch mal solo runter.

Soulie Offline




Beiträge: 27.298

04.10.2016 17:12
#7 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Heute war diese Runde mal wieder angesagt.











In Patone bin ich vom rechten Pfad abgekommen, hatte vergessen, dass der Abzweig nach Lenzima - Nomesino - Valle San Felice erst später kommt. Hoffentlich merke ich mir das jetzt! Denn die - verbotene - Strecke zum Castel Corno ist nicht wirklich der Bringer.

Soulie Offline




Beiträge: 27.298

05.10.2017 18:55
#8 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Heute war diese feine Tour wieder dran. Diesmal gegen den Uhrzeigersinn. Also von Arco über Bolognano rauf geschraubt zum Monte Velo, Santa Barbara, an Ronzo Chienis vorbei, um in Valle San Felice links abzubiegen nach Nomesino. Leider hat dieses ätzende Photobucket die früheren Bilder gesperrt, um mich zu zwingen, regelmäßig ein paar Dollar zu löhnen. Sehr schade!











Soulie Offline




Beiträge: 27.298

05.10.2017 19:00
#9 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten












Es fängt an zu herbsteln.




Ronzo

Soulie Offline




Beiträge: 27.298

27.09.2019 11:59
#10 RE: Kleiner aber feiner Giro Antworten

Buongiorno!

In diesem Jahr ist so'n bisschen der Wurm drin. Viel zu wenig gesurft, zu wenig geknattert, dafür mehr gestrampelt. Greta wird sich freuen.
Aber gestern wars endlich mal wieder soweit, und ich hab mich auf die Schwarze Mamba geschwungen, um diese feine Tour erneut zu drehen. Und nun entdecke ich sogar, dass Photobucket die alten Fotos nicht mehr zeigt, also ein Grund mehr, diesen Bericht zu schreiben.
Gestartet bin ich gegen 13 Uhr, weil erfahrungsgemäß die Touris dann beim essen sind und ich flott nach Riva und Arco komme. Flott ist natürlich relativ, ich freue mich, wenn ich im Fünften entspannt mit 60 km/h und knapp 3.000 Giri dahincruisen kann. Zu ungünstigen Zeiten gibts selbst um diese Jahreszeit noch Stop'n'Go auf der Gardesana, und den brauch ich nicht, wenn ichs vermeiden kann.
Vor Arco kreiselt man mehrmals, um auf die Lkw-Route zu kommen, die über Nago in Richtung Rovereto führt. Aber gleich in Bolognano gehts links ab und den Monte Velo Schildern nach. Dieses Sträßchen hat es in sich und eignet sich gut, um die eigene Serpentinen-Fahrtechnik zu verbessern. Gleichzeitig bietet sich ein grandioser Blick runter aufs Tal mit Riva, Arco und dem Lago im Hintergrund. Absolutes Kaiserwetter hatte ich leider nicht, deshalb sind die Fotos etwas 'diesig'.





Sehr schade, denn die bei Photobucket gespeicherten Fotos waren bei feinstem Wetter aufgenommen worden. Auf diesem kurvengeilen Sträßchen tummeln sich normalerweise deutlich mehr Radler als Pkw oder Kradler. So auch heute, wobei ich inzwischen an der Trittfrequenz der Radler feststelle, dass viele ebenfalls motorisiert sind, nur unauffällig elektrisch eben. Vor denen, die solche Bergetappen aus eigener Kraft absolvieren, habe ich nach wie vor einen großen Respekt.



Die werden die zunehmende Kühle im oberen Bereich sicher als angenehm empfinden. Ich dagegen bin nicht für Höhen über 1.000 m gekleidet und empfinde es oben zwischen Monte Velo, Santa Barbara, Ronzo Chienis und dem Bordala Pass etwas frisch.





Aber anschließend gehts ja wieder bergab, und die Kühle lässt nach.
Dieses Bergmassiv hinter dem Bordala fasziniert mich jedesmal aufs Neue. Und eben entdecke ich, dass die Bilder der letzten Tour noch zu sehen sind. Das freut mich, denn die sind viel besser als die frischen. Nur die Fehler sind gleich geblieben, wie ich eben lesen durfte.
Diese schmalen, aber gut asphaltierten Sträßchen sind ganz nach meinem Geschmack. Sie haben jedoch für navilose Kradler den Nachteil, dass sie nicht perfekt beschildert sind. Oder ich bin zu blöd. Vermutlich letzteres. Jedesmal stellt sich zumindest ein Nervenkitzel ein auf dieser Runde, nachdem ich den rechten Abzweig Richtung Rovereto (statt nach Villa Lagarine) genommen habe. Es ist nämlich zu ärgerlich, wenn man nicht 'uffbassd' und plötzlich unten in Isera landet, auf breiten Straßen mit viel Verkehr. Das ist mir ein- oder zweimal passiert, und das geht gaarnich!








Übrigens hab ich vor der Fahrt zum ersten Mal so was wie Ohropax in mein gutes Ohr gestopft. Damit muss ich wohl noch umzugehen lernen, denn so richtig babbe wollte das nicht. Beim kürzlichen Hörtest beim Dottore in Hamburg erfuhr ich nämlich, dass eine Frequenz sich deutlich verschlechtert hat gegenüber dem letzten Test vor 20 Jahren. Ob ich häufiger Lärm ausgesetzt sei wurde ich gefragt. Was ich verneinte. Der Groschen fiel bei mir - mal wieder - etwas verspätet. Vor 18 Jahren hatte ich - besser spät als nie - zaghaft mit dem Kradieren angefangen, dank der frühen Geburt auf einer 125er, noch ohne den Krad-Lappen.

Castellano, Pedersano, dann der Abzweig in Richtung Noarna / Patone. Prima! Aber dann, in Patone mache ich den gleichen Fehler wie auf der letzten Tour und biege rechts ab in Richtung Castel Corno. Inzwischen erinnere ich mich, dass es noch ein Weilchen weiter bergab geht nach Patone, bevor der Abzweig in Richtung Lenzima kommt. Vielleicht nächstes Mal ...

Na ja, die Strecke ist seit dem letzten Mal nicht besser geworden. Manchmal ist Schotter besser als kariöser Asphalt. Dann kommt ein Schild Chiuso. Nur für Baufahrzeuge. Schiete sächt Fiete - umdrehen mag ich ja nun gar nicht. Vom Castel Corno seh ich nix. Ich quäl mich durch und hoffe, wieder auf 'meine' Rundstrecke zu stoßen. Und das klappt dann auch, nur Lenzima wurde umfahren. Aber auf dieser Buckelpiste kam keine Freude auf. Blöd!







Als ich endlich wieder auf der richtigen Strecke war kam erneut Freude auf, denn jetzt konnte ich mich wieder satt sehen an der wie gemalten Landschaft. Schade, dass die Fotos das nicht so rüber bringen. Auf der Folterstrecke kam noch hinzu, dass man wegen der seitlichen Büsche und Bäume keinerlei Aussicht genießen konnte. Die Piste geht halt mitten durch den Wald.

Nomesino, Manzano, dann gings runter nach Valle San Felice, wo ich mich entscheiden muss, ob ich die kürzere und schnellere Strecke über Loppio, Nago, Torbole wähle oder wieder rauf nach Ronzo düse und mich dann nach Arco runter schraube. Ich entschied mich für Arco, die Strecke ist lauschiger, anspruchsvoller, mit viel weniger Verkehr. Zwischen Loppio und Torbole - und von dort durch Riva durch - gehts oft nur im Schritttempo, wobei man als Kradler zwar an den Dosen frech vorbei fährt, was aber doch ziemlich nervig ist, weil man nie genau weiß, ob sich eine passende Lücke ergibt.



Die Burg von Arco. Dumm gelaufen! Etwa 50 bis 100 m weiter wäre das Bild viel besser geworden. Das weiß man natürlich vorher nicht, es sei denn, man kennt die Örtlichkeit.

Gegen fünf war ich wieder zuhause.
Müde, aber zufrieden von den vielen Eindrücken, stapften wir dann über die gerade gemähten Maisfelder, wo Gina begeistert die Sau rauslassen konnte. Auch sie hat hier ihren Spaß.

Zufriedene Grüße
Soulie

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