(W650, 2001, 110000 km) ich merke, dass der Bremsdruckpunkt ständig unklarer wird und frage mich, was ich am besten jetzt mache.
Vor 4 Jahren habe ich eine Stahlflexleitung verbaut und den Bremssattel überholt. Die Bremsleitung ist entlüftet.
Verschleißt der Hauptbremszylinder? Es gibt ein Bremszylinderreparaturkit. Könnte das einen Unterschied machen? Gibt es eine Anleitung dafür?
Passt ein (neuer) Bremszylinder von der W800 auf die W650? Gibt es Bremszylinder von anderen Modellen, die identisch sind mit dem, was in der W650 verbaut ist?
Wenn nirgendwo Bremsflüssigkeit austritt, ist mit größter Wahrscheinlichkeit auch nichts defekt. Ich würde es daher zuerst noch mal mit entlüften versuchen und dann den Bremshebel über Nacht mit einem starken Gummi an den Lenker heranziehen. Dann haben auch kleinste Bläschen Zeit, nach oben aus dem System zu entweichen.
Zitat von Falcone im Beitrag #2Wenn nirgendwo Bremsflüssigkeit austritt, ist mit größter Wahrscheinlichkeit auch nichts defekt. Ich würde es daher zuerst noch mal mit entlüften versuchen und dann den Bremshebel über Nacht mit einem starken Gummi an den Lenker heranziehen. Dann haben auch kleinste Bläschen Zeit, nach oben aus dem System zu entweichen.
Außer es drückt die Bremsflüssigkeit am Kolben der Pumpe vorbei wieder in den Vorratsbehälter. Oder hab ich da einen Denkfehler? lg Andi
Ich drück den Saft immer von unten, mit ner Spritze, nach oben. Brauch dann auch nicht entlüften und habe gleich mein Druckpunkt. Ich denke auch wenn nichts undicht ist, liegt es eventuell am entlüften. Geht aber auch nur wenn alles sauber ist.
"Gesendet von einem C-64 mit DOS1.0 auf Breitband-UKW"
Ich glaube mich zu erinnern, dass hier schonmmal von meinem aktuellen Problem berichtet wurde, kann den Beitrag aber nicht mehr finden. Also neu:
Ich habe die Bremsflüssigkeit gewechselt. Dabei habe ich ein-zwei mal etwas Luft angesaugt, weil zu wenig Brühe im Vorratsbehälter war. Egal, einfach noch viel mehr entlüften. Aus dem Schlauch kam lange keine Luft mehr, nicht die geringsten Bläschen zu sehen. Aber der Druckpunkt des Bremshebels kam sehr spät (ca. 1cm vor Anschlag), und auch nicht besonders fest. Ich hab dann aufgegeben und den gezogenen Hebel mit einem Kabelbinder befestigt, um das weiter zu beobachten. Nach weit mehr als 24 Stunden habe ich gestern den Kabelbinder entfernt. Der Druckpunkt hat nicht nennenswert nachgegeben (wenn überhaupt). Es gibt keinerlei Undichtigkeiten. Nach dem Loslassen und Ziehen habe ich nun erstaunlicherweise einen sauberen festen Druckpunkt. Gibt es dafür eine logische Erklärung?
Und noch ein Frage zur Befüllung des Vorratsbehälters: Das Sichtfenster ist ziemlich trüb, also prüfe ich den Füllstand jetzt einfach beim Nachfüllen. Aber wie hoch soll ich die Brühe einfüllen? Lenker nach links einschlagen, habe ich gelesen. Und dann, knapp unter randvoll, oder knapp über dem Sichtfenster? "Bremsflüssigkeit zur oberen Marke auffüllen" - welche obere Marke?
Der Bremsflüssigkeitsbehälter hat innen eine umlaufende Kante, daran orientiere ich mich immer. Fülle mal zur Markierung auf und ziehe ganz leicht, nur wenige Millimeter, am Bremshebel, kommen da noch Luftblasen oben im Behälter?
Der Bremspumpenbehälter sollte möglichst waagerecht stehen, daher kann ein Linkseinschlag des Lenkers durchaus sinnvoll sein.
-- Blog Ich springe hoch, ich springe weit, warum auch nicht, ich hab' ja Zeit. Frei nach H.E.
Erst mal die Erklärung für das völlig korrekte Vorgehen mit dem Anbinden des Bremshebels an den Lenker: Die Restluft, die sich noch in Microbläschen in der Flüssigkeit befindet, wandert in der Flüssigkeit nur ganz langsam zum Auslass/Entlüftungsnippel. Wenn du also den Hebel angezogen festhältst, gibst oben eine Öffnung frei und über Nacht nutzt das die Luft, um langsam in dem Bremsflüssigkeitsbehälter zu steigen, zusätzlich animiert durch den Druck im System. Dieser sollte dazu am höchsten Punkt stehen. In der Regel ist das bei nach links eingeschlagenem Lenker gegeben.
Die Öffnung zum Ausgleichsbehälter. Dort sammeln sich die Microbläschen unter Druck zu einer kleinen Luftblase und wenn das nächste Mal der Hebel betätigt wird, entfleucht die Luft in den Behälter.
Das mit dem Füllen bei gerade stehendem Behälter bis zur umlaufenden Innekante ist ja soweit korrekt. Gilt aber für neue Bremsbeläge. Macht man das bei runtergebremsten, erlebt man beim nächsten Belagwechsel eine unhybsche Sauerei... Daher Flüssigkeitswechsel am bestem mit Belagwechsel verbinden. Und nicht einfach aus Pflichtgefühl nachfüllen wenn man die Beläge halb runtergebremst hat. Der Behälter ist richtig ausgelegt.
Ich würde das eher so verstehen, daß die Bohrung verschlossen wird und der Druck begünstigt, daß sich Microblasen zu einer größeren Blase verbinden und diese dann beim Öffnen in den Behälter begibt. Größere Blasen steigen schneller und zuverlässiger auf.