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 Maggis Fotokurs
Maggi Online




Beiträge: 35.938

18.12.2013 22:32
Anhang antworten

Brauchis Bilder sind ja immer wieder sehenswert, er hat mir freundlicherweise eine Beschreibung seiner Arbeitsweise zur Verfügung gestellt.

Wie hab ich's G'macht? (also der Brauchi, nicht ich.)

1. Foto - basis für alles. Wie's fundament für'n Haus. Je besser belichtet, evtl. gar mittels speziellem weissabgleich sofort bei der aufnahme auch farblich schon beeinflusst, desto besser. - Da geht nix d'rumherum. Was hier schon z.B. in den Lichtern/Tiefen fehlt ist einfach erst mal weg.


2. auf basis des fotos wird per software eine HDR-Simulation erzeugt. Ich hab diese auf sehr kontrastreich, aber etwas entsättigt eingestellt.
sieht für sich gesehen so aus:


3. auf basis des fotos wird per software eine HDR-Simulation erzeugt. Ich hab diese auf sehr kontrastarm, aber etwas entsättigt eingestellt.
sieht für sich gesehen so aus:


4. das Basisfoto hab ich dann mit den generierten HDR-simulationen verblendet. - Also über unterschiedliche transparenzen einander überlagert.
das ist die neue Basis für die weitere (künstlerische?) farbanpassung. oder farb-GEBUNG. weil man stimmungen in form von farbcodes hineingibt. - z.B. kaltblau (um eine beliebige zu nennen)


5. wenn ich mag, dann bekommt's noch eine Vignette. Also eine Abdungklung nach außen um "ältere Objektive" bzw. Aufnahmetechniken zu simulieren. oder auch zu übertreiben um etwas in's licht und somit in den focus zu setzen. außer der abdunklung zu den rändern hin gebe ich in den abgedunkelten bereich auch noch ein wenig unschärfe. um die sache mit dem focus weiter zu verdeutlichen. das auge leiten. betonungen setzen. (die ich hier etwas deutlicher/-größerer dunkler rand- gemacht hab als ich das eigentlich mache.)


6. wieder etwas kontrast hinein.


7. ein viertel der sättigung 'raus


8. dann so tun, als hätte ich bei der aufnahme einen [img]gelbfilter vor der linse gehabt (was man beim fotografieren aber auch immer alles dabeihaben soll ) - das legt über das ganze bild einfach mal eine farbe.


9. als letztes kommt dann noch die "gradient map". dabei werden den helligkeitswerten im bild helligkeits/farbwerte zugewiesen. die farben werden dabei quasi kräftig verbogen. macht man das jetzt nur sehr transparent darüber, wirkt das bild "homogener", mehr wie aus einem guß.


10. vorher - nachher



kann, muß aber nicht mehr viel miteinander zu tun haben. das eine ist die reine wertung beim drücken des auslösers, das andere eine interpretation/evolution/manipulation/... des abgelichteten.

Vielen Dank an Brauchi für die Ausführungen!!

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