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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 511 mal aufgerufen
 Allgemeines Forum
phaedrus Offline




Beiträge: 4.501

11.11.2004 10:03
Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

Bei uns in der Firma kursiert im Augenblick dieser Vergleich:

So bereitet ein Kawasaki-Mitarbeiter eine Kartoffel zu:

* er heizt einen neuen, hochwertigen Herd auf 200 Grad

* legt eine große Folien-Kartoffel hinein

* wendet sich in den folgenden 45 Minuten einer produktiven Aufgabe zu

* überprüft, ob die Kartoffel gar ist, nimmt die gekochte Kartoffel aus dem Herd und serviert sie

So bereitet ein BMW-Mitarbeiter eine Kartoffel zu:

* er beauftragt einen Kartoffellieferanten, den Herd auf 200 Grad vorzuheizen

* verlangt, dass der Lieferant zeigt, wie er den Knopf auf 200 Grad gedreht hat und erwartet, dass er Informationsmaterial des Herdherstellers beibringt, aus dem hervorgeht, dass der Herd richtig geeicht ist

* überprüft das Informationsmaterial und veranlasst dann den Lieferanten, die Temperatur mit Hilfe eines technisch ausgefeilten Temperaturfühlers zu überprüfen

* weist den Lieferanten an, die Kartoffel in den Herd zu legen und die Zeituhr auf 45 Minuten zu stellen

* veranlasst den Lieferanten, den Herd zu öffnen, um zu zeigen, dass die Kartoffel richtig platziert wurde und erbittet eine Studie, die beweist, dass 45 Minuten die ideale Garzeit für eine Kartoffel dieser Größe ist

* prüft nach 10 Minuten, ob die Kartoffel gar ist
* prüft nach 11 Minuten, ob die Kartoffel gar ist
* prüft nach 12 Minuten, ob die Kartoffel gar ist

* wird ungeduldig mit dem Lieferanten (warum dauert das so lange, eine einfache Kartoffel zu kochen?) und veranlasst einen aktualisierten Statusbericht im 5- Minuten-Takt

* prüft nach 15 Minuten, ob die Kartoffel gar ist

* nach 35 Minuten kommt er zu dem Schluss, dass die Kartoffel fast fertig ist

* gratuliert dem Lieferanten, dann informiert er seinen Vorgesetzten über sein hervorragendes Arbeitsergebnis, das er erzielt hat, obwohl er mit einem unkooperativen Lieferanten zusammenarbeiten musste

* nach 40 Minuten Garzeit nimmt er die Kartoffel aus dem Herd, um eine Kosteneinsparung ohne Wert-und Qualitätsminderung der Kartoffel im Vergleich zu der ursprünglich angesetzten Garzeit von 45 Minuten zu
realisieren

* serviert die Kartoffel

* wundert sich, wie zum Teufel die Japaner so eine gute, preiswerte Kartoffel kochen, die den Leuten offensichtlich besser schmeckt als die BMW-Kartoffeln


Andreas
No, you're never too old to Rock 'n' Roll if you're too young to die

truwi Offline




Beiträge: 1.778

11.11.2004 11:53
#2 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

schöne geschichte - und da ist betimmt viel wahres dran


tonup grüße sagt

micka Offline




Beiträge: 2.821

11.11.2004 11:55
#3 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

Hey Andreas,

eine gute Geschichte von unserem Hobbykoch,
der keine BMW fährt und demnach auch nicht seine frische Petersilie durch den Fleurop-Bringdienst bezieht.

Mit kulinarischen Grüßen

micka


TÜV 11/2006

pelegrino Offline




Beiträge: 47.909

11.11.2004 12:04
#4 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

Methode Nr. 2 erinnert mich irgendwie aber auch an die Arbeitsweise so mancher Kollegen/Vorgesetzten hier an der Uni...

Hauptsache ich bleib' gesund und meine Frau hat Arbeit!

der W Jörg Offline




Beiträge: 28.408

11.11.2004 12:11
#5 ein wahres märschen (nix kartoffel - aber so ähnlich) antworten

Es waren einmal sieben Zwerge, die lebten, wie es sich gehört, hinter den sieben Bergen.

Tag für Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold. Jeder der Zwerge war rechtschaffen, fleißig und achtete den anderen. Wenn einer von ihnen müde wurde, so ruhte er sich aus, ohne daß die anderen erzürnten. Wenn es einem von ihnen an etwas mangelte, so gaben die anderen bereitwillig und gerne. Abends, wenn das Tagewerk geschafft war, aßen sie einträchtig ihr Brot und gingen zu Bett. Am siebten Tage jedoch ruhten sie.

Doch eines Tages meinte einer von ihnen, daß sie so recht nicht wüßten, wieviel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit Zählen beschäftigt war, schufteten die anderen für ihn mit. Bald nahm ihn seine neue Arbeit derart in Anspruch, daß er nur noch zählte und die Hacke für immer beiseite legte.

Nach einer Zeit hob ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das Treiben des Siebten schauten. Dieser erschrak und verteidigte sich, das Zählen sei unerläßlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie vollbracht hatten und begann, den anderen in allen Einzelheiten davon zu erzählen. Und weil er nicht erzählen konnte, während die anderen hackten und hämmerten, so legten sie alle ihre Schaufeln beiseite und saßen am Tisch zusammen. So entstand das erste Meeting. Die anderen Zwerge sahen das feine Papier und die Symbole, aber schüttelten die Köpfe, weil sie es nicht verstanden.

Es dauerte nicht lange und der Controller (denn so nannte er sich fortan!) forderte, die Zwerge, die da tagein, tagaus schufteten, mögen ihm ihre Arbeit beweisen, in dem sie ihm Zeugnis auf Papier ablegten über die Menge Goldes, die sie mit den Loren aus dem Berg holten. Und weil er nicht verstehen konnte, warum die Menge schwankte, so berief er einen unter ihnen, die anderen zu führen, damit der Lohn recht gleichmäßig ausfiele.

Der Führer nannte sich Manager und legte seine Schaufel nieder. Nach kurzer Zeit arbeiteten also nur noch Fünf von ihnen, allerdings mit der Auflage, die Arbeit aller Sieben zu erbringen. Die Stimmung unter den Zwergen sank, aber was sollten sie tun? Als der Manager von ihrem Wehklagen hörte, dachte er lange und angestrengt nach und erfand die Teamarbeit.

So sollte jeder von ihnen gemäß seiner Talente nur einen Teil der Arbeit erledigen und sich spezialisieren. Aber ach! Das Tagewerk wurde nicht leichter und wenn einer von ihnen krank wurde, wußten die anderen weder ein noch aus, weil sie die Arbeit ihres Nächsten nicht kannten. So entstand der Taylorismus.

Als der Manager sah, daß es schlecht bestellt war um seine Kollegen, bestellte er einen unter ihnen zum Gruppenführer, damit er die anderen ermutigte. So mußte der Manager nicht mehr sein warmes Kaminfeuer verlassen. Leider legte auch der Gruppenführer, der nunmehr den Takt angab, die Schaufel nieder und traf sich mit dem Manager öfter und öfter zu Meetings. So arbeiteten nur noch Vier.

Die Stimmung sank und damit alsbald die Fördermenge des Goldes. Als die Zwerge wütend an seine Bürotür traten, versprach der Manager Abhilfe und organisierte eine kleine Fahrt mit dem Karren, damit sich die Zwerge zerstreuten. Damit aber die Menge Goldes nicht nachließ, fand die Fahrt am Wochenende statt. Und damit die Fahrt als Geschäftsreise abgesetzt werden konnte, hielt der Manager einen langen Vortrag, den er in fremdartige Worte kleidete, die er von einem anderen Manager gehört hatte, der andere Zwerge in einer anderen Mine befehligte. So wurden die ersten Anglizismen verwendet.

Eines Tages kam er zum offenen Streit. Die Zwerge warfen ihre kleinen Schaufeln hin und stampften mit ihren kleinen Füßen und ballten ihre kleinen Fäuste. Der Manager erschrak und versprach den Zwergen, neue Kollegen anzuwerben, die ihnen helfen sollten. Der Manager nannte das Outsourcing.

Also kamen neue Zwerge, die fremd waren und nicht recht in die kleine Gemeinde paßten. Und weil sie anders waren, mußte auch für diese ein neuer Führer her, der an den Manager berichtete. So arbeiteten nur noch Drei von ihnen.

Weil jeder von ihnen auf eine andere Art andere Arbeit erledigte und weil zwei verschiedene Gruppen von Arbeitern zwei verschiedene Abteilungen nötig werden ließen, die sich untereinander nichts mehr schenkten, begann unter den strengen Augen des Controllers bald ein reger Handel unter ihnen. So wurden die Kostenstellen geboren. Jeder sah voller Mißtrauen auf die Leistungen des anderen und hielt fest, was er besaß. So war ein Knurren unter ihnen, daß stärker und stärker wurde.

Die zwei Zwerge, die noch arbeiteten, erbrachten ihr Tagewerk mehr schlecht als recht. Als sich die Manager und der Controller ratlos zeigten, beauftragten sie schließlich einen Unternehmensberater. Der strich ohne die geringste Ahnung hochnäsig durch das Bergwerk und erklärte den verdutzten Managern, die Gründe für die schlechte Leistung sei darin zu suchen, daß die letzten Beiden im Bergwerk verbliebenen Zwerge ihre Schaufeln falsch hielten. Dann kassierte er eine ganze Lore Gold und verschwand so schnell, wie er erschienen war.

Währenddessen stellte der Controller fest, daß die externen Mitarbeiter mehr Kosten verursachten als Gewinn erbrachten und überdies die Auslastung der internen Zwerge senkte. Schließlich entließ er sie. Der Führer, der die externen Mitarbeiter geführt hatte, wurde zweiter Controller.

So arbeitete nur noch ein letzter Zwerg in den Minen. Tja, und der lernte in seiner kargen Freizeit, die nur noch aus mühsam errungenen abgebummelten Überstunden bestand, Schneewittchen kennen, die ganz in der Nähe der Mine ihre Dienste anbot. Dann holte er sich bei ihr den Siff und verreckte elendig. Die Firma ging pleite, die Manager, Gruppenführer und Controller aber fanden sich mit großzügigen Summen gegenseitig ab und verpißten sich, um der Anklage wegen Untreue zu entgehen, ins Ausland und diese deprimierende, aber wahrheitsgetreue Mär ist aus.





Und wenn auch alles im Eimer ist, so bleibt uns doch der Eimer

Eulekatz Offline




Beiträge: 7.991

11.11.2004 12:12
#6 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

In Antwort auf:
die Arbeitsweise so mancher Vorgesetzten

so einen haddich auch mal!
Zum Geputzeltag bekam er:
1 kg Erbsen - getrocknet in einem Glas:
Erbsenzähler
gag
Günter

Medea106 Offline




Beiträge: 2.156

11.11.2004 12:13
#7 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

na fragt mich mal.......ich arbeite bei der A......großen krankenkasse
80% erbsenzähler

micka Offline




Beiträge: 2.821

11.11.2004 12:23
#8 RE:ein wahres märschen (nix kartoffel - aber so ähnlich) antworten

@ Joersch

Ohne Worte!!! So issses ja in Wirklichkeit, wenn man das mal so wöööörst Kääs betrachtet.

Gruß

der micka

dem Anglismen vollkommnen fremd sind


TÜV 11/2006

pelegrino Offline




Beiträge: 47.909

11.11.2004 12:38
#9 RE:ein wahres märschen (nix kartoffel - aber so ähnlich) antworten

Klasse Jörg,gefällt mir!Da paßt der hier auch noch zu:

Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet einen Mann am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:
„Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und weiß nicht, wo ich bin.“
Der Mann am Boden antwortet: “Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über dem Boden. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge.“
„Sie müssen Techniker an der Uni Dortmund sein“ sagt der Ballonfahrer.
“Bin ich“, antwortet dieser, “woher wissen sie das?“
„Nun“, sagt der Ballonfahrer. “alles was Sie mir sagten ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und ich weiß immer noch nicht wo ich bin. Offen gesagt waren Sie mir keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“
Der Techniker antwortet:
“Sie müssen bei (hier passende Firma einfügen!) tätig sein, und zwar in leitender Position!“
„Ja“, antwortet der Ballonfahrer, “das stimmt! Aber woher wissen Sie das?“
„Nun“, sagt der Techniker, “Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, das sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, das Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin ich irgendwie daran schuld!“

Hauptsache ich bleib' gesund und meine Frau hat Arbeit!

pelegrino Offline




Beiträge: 47.909

11.11.2004 12:48
#10 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

In Antwort auf:
...Zum Geputzeltag bekam er:1 kg Erbsen...
Ihr seid/ward ja richtig subversiv bei dem Verein!

Fällt mir noch einer zu ein:

Eines Tages diskutierten die Organe im Körper,wer der Chef sein solle.Das Gehirn sagte:ich,das ist doch klar!Schließlich würde es Alles koordinieren und regeln.Die Hände meinten aber,sie müßten der Chef sein,weil sie schließlich Alles wichtige ausführen würden.Da meinten die Augen allerdings,ohne sie wüßte keiner was los wäre,und sie müßten der Chef sein.
Da meinte das Arschloch,nee ich will Chef sein.Und da mußten alle Organe lachen und meinten,du bist doch nur das Arschloch,und das wäre doch Blödsinn!Da verschloß sich das Arschloch beleidigt und es war Ruhe im Körper.Aber nach einiger Zeit quollen die Augen aus ihren Höhlen,das Gehirn konnte gar nicht mehr richtig arbeiten und die Schädeldecke hob sich.Da sagten alle zum Arschloch,wenn du wieder normal arbeitest,darfst du auch Chef werden - und das tat das Arschloch dann,und es wurde somit der Chef von allen!

Bei uns in der Firma haben wir auch einen Chef !

Hauptsache ich bleib' gesund und meine Frau hat Arbeit!

Eulekatz Offline




Beiträge: 7.991

11.11.2004 13:38
#11 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

In Antwort auf:
Ihr seid/ward ja richtig subversiv bei dem Verein

die habbe mich auch die erste Zeit ganz schön vermißt!
z. B.Laufschrift auf dem Monitor u.s.w.
gag
Günter

KOKOSCHINSKY Offline



Beiträge: 1.055

13.11.2004 13:15
#12 RE:ein wahres märschen (nix kartoffel - aber so ähnlich) bingo antworten

Versuchen wir`s mal. Sende ne Mail wenn Dein Postfach wieder leer ist.

Gruß der WWerner

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entschuldigung da ist was mit dem copy und paste schiefgelaufen

Das Unsozialwesen,
will seinen Arsch breitsitzen,nicht reden,verschtockt beleidigt vertrocknen,und der Waltraut keine Gerechtigkeit tuen.
Er soll sich verkriechen,bis er wirklich was zu erzaehlen hat der schnoede Gaukler !

kitty Offline




Beiträge: 657

13.11.2004 18:30
#13 RE:Das Kartoffel Problem: eine Frage der Kultur antworten

Ich hab da auch noch eine nette geschichte zum thema ausgegraben:

Eine Ruderregatta im Achter

Vor langer Zeit verabredete sich ein deutscher Unternehmer mit einem japanischen Geschäftsfreund die sportliche Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter in einem Wettrudern über 1000 Meter auf der Kieler Förde zu vergleichen. Es wurden sofort Mannschaften gebildet, die lange und hart trainierten, um ihr Unternehmen bestmöglich vertreten zu können.

Endlich kam der Tag der Entscheidung. Alle waren topfit und bis in die Haarspitzen motiviert. Die Japaner gewannen jedoch klar mit 400 Metern Vorsprung.

Nach dieser Niederlage waren die Deutschen sehr niedergeschlagen und die Moral war auf dem absoluten Tiefpunkt. Das obere Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herauszufinden sei. Ein Projektteam wurde eingesetzt um das Problem zu untersuchen und die geeigneten Massnahmen zu empfehlen.

Die Untersuchung ergab folgendes Ergebnis:

- bei den Japanern ruderten 8 Leute und ein Mann steuerte
- bei den Deutschen ruderte ein Mann und 8 Leute steuerten.

Das obere Management engagierte sofort eine Beraterfirma, um eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen zu lassen. Nach einigen Monaten und Kosten in Millionenhöhe kamen die Berater zu folgendem Schluss:

- es steuern zu viele Leute und rudern zu wenige.

Um einer erneuten Niederlage gegen die Japaner im nächsten Jahr vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt:

- vier Steuerleute, drei Obersteuerleute, einen Steuerdirektor und einen Ruderer.

Ein Leistungsbewertungssystem wurde eingeführt, um den Mann, der das Boot rudern sollte, mehr Ansporn zu geben sich noch mehr anzustrengen und ein Leistungsträger zu werden. Sein Aufgabenbereich wurde erweitert und es wurde ihm mehr Verantwortung übertragen. Damit sollte es gelingen.
Das Rennen über 1000 Metern im folgenden Jahr gewannen die Japaner überlegen mit 600 Metern Vorsprung.

Der Vorstand zog daraus sofort die notwendigen Konsequenzen:

Er entließ den Ruderer wegen schlechter Leistung, verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen in neues Gerät und in die Entwicklung eines neuen Bootes.

Die Steuerleute, Obersteuerleute und der Steuerdirektor erhielten Prokura in neuen Aufgabengebieten, sowie Sondergratifikationen für die außergewöhnlichen Leistungen außerhalb ihres Arbeitsbereiches.

Der Beratungsfirma wurde eine lobende Anerkennung für ihre Arbeit ausgesprochen und das eingesparte Geld wurde an das obere Management ausgeschüttet.

Ein inzwischen eingereichter Verbesserungsvorschlag des Ruderers, das Boot mit 8 Ruderern und einem Steuermann zu besetzen, wurde abgelehnt. Begründung: Das Boot könnte dadurch zwar schneller bewegt werden, jedoch fehle das richtungsweisende Management der Steuerleute, wodurch das Eintreffen des Bootes am Ziel als unwahrscheinlich gilt.


So, nun geh ich kartoffeln kochen... natürlich nach KAWASAKI-Art

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