Ich wollte mich mal ausgiebig vorstellen, denn ich habe mich vor ein paar Tagen hier im Forum angemeldet. Wer Langeweile hat, kann sich ja den ganzen "Roman" durchlesen :-)
Als Gast lese ich schon gezielt nach Themen eine Weile mit und dachte es wird Zeit sich anzumelden.
Ich nutze das Pseudonym Fairplay, mit dem ich sowohl meine allgemeine Einstellung, das jeder machen, sagen und denken kann was er will, solange man normale, wenn möglich freundliche Umgangsformen wahrt, als auch meine Toleranzgrenze darstellen möchte. Kann man das so umschreiben? Ich befürchte da muss sich jeder selbst etwas dazu denken ;-)
Mein bürgerlicher Name ist Dan und ich bin knapp 62 Jahre alt. Neben dem eigentlichen Fahren, ist das Schrauben, Umbauen und Konstruieren mein Haupt-Hobby beim Motorrad. Ich habe da durchaus das Glück gehabt in den letzten Jahrzehnten recht intensive Erfahrungen sammeln zu können. Ich aber muss nicht alles selbst neu „erfinden“ und nehme Tipps und hilfreiche Informationen super gerne an, wenn ich sie auch gerne manchmal intensiv hinterfrage.
Ich gehöre noch zur Generation, die mit der Mofa (Kynast umgebaut als Motorcrosser ^o^) angefangen haben, dann auf´s Mokick (Kreidler, die waren so einfach schneller zu machen) gingen, ganz überrascht von der 80er Klasse waren und sofort darauf aufgesprungen (Yamaha RD80, die Lahmste von allen) sind. Danach kam dann eine RD 250 LC, die ich einige Jahr gefahren bin. Irgendwann hatte meine damalige Freundin keinen Bock mehr im Winter auf dem Motorrad mitzufahren und ich musste den Autoführerschein machen.
Das war der erste Break beim Motorradfahren, weil so jung war Beides, Auto und Motorrad, für mich einfach nicht bezahlbar. Etliche Jahre später habe ich dann gleich in die Vollen gegriffen, mit einer Kawa ZX11, die als Unfallmotorrad kaufen konnte und wieder herrichtete. Die hatte ich auch eine Weile und sie hat wirklich Spaß gemacht, abgesehen davon, dass sie zwar auf der Autobahn super funktioniert und man wirklich schnell ist, aber zum Beispiel in Norwegen anstrengt und man wurde selbst von nur halb so starken Motorräder einfach umzirkelt. Bin halt kein Rennfahrer ^o^ Ich sehnte mich da etwas nach der Agilität der RD 250 LC, die gerade in Norwegen mega Spaß gemacht hat, aber naja :-)
Irgendwann kam dann die Idee ich müsste unbedingt eine Harley haben und habe mir eine Softail Custom angeschafft. Ich will gar nicht sagen, dass die nicht fahrbar ist, aber selbst ich, mit meinen Angststreifen an den Reifen, habe sowohl den Primärantrieb als auch die Auspufftöpfe regelmäßig aufsetzen lassen. Und das gefiel mir gar nicht.
Meine Lösung war dann eine Buell, aber ich wollte Umbauen und sie so haben, wie ich sie mir vorstellte. Die gab es aber nicht. Damals war ich auf dem „Trip“ breite Reifen und muss ein wenig so aussehen wie ein Streetfighter, aber gleichzeitig für zwei nutzbar sein. Alles was eine Buell eigentlich gar nicht ist. Selbst wenn es oft so vermarktet wurde.
Ich kaufte mir die billigste Buell, einen Vorführer und habe angefangen sie umzubauen. Die Rohrrahmenschwinge wurde gegen die Aluschwinge der X1 getauscht, der Riemenantrieb auf Kette umgebaut, damit die schönen weißen Dreispeichen-Räder der Suzuki GSX 1400 rein passten … 200er Schlappen mit Custom Bremsscheibe hinten inklusive ;-) Der einzige Nachteil dieses Umbaus war die Übersetzung. Das Mopped machte selbst im Dritten noch Männchen wenn man es provozierte, oder sich auch nur etwas weiter nach hinten setzte. Max. 200 km/h, durch die Übersetzung, aber dafür eine für das Mopped unglaubliche Beschleunigung.
Vorne mit den originalen Doppelbremsscheiben und Bremssätteln der GSX, verbaut in einer mit eigenen Umbauteilen adaptierten Suzuki Hayabusa Upside Down Gabel, mit ABM Alu-Gabelbrücke oben, unten den Lenkungsdämpfer der Hayabusa adaptiert, Superbike-Lenker, Kellermänner für die Lenkerenden, eine Streetfighter Maske mit Doppelscheinwerfer, kleinere Spiegel und einem Custom Schutzblech. Dazu ein Analog Drehzahlmesser aus dem Zubehör. Von den Original Instrumenten habe ich nur die Kontrollleichten übernommen und es mit einem Digital-Tacho kombiniert. Das kam alles in einen Custom-Halter. Alleine für den Vorbau waren dutzende Teile zu konstruieren gewesen.
Der Rahmen wurde hinten auf S1 gekürzt und statt der originalen Sitzbank kam der Doppelsitzbank Umbausatz der Buell S1 zum Tragen. Der Tank wurde gegen den der S3 Thunderbolt ausgetauscht. Andere Fußrasten waren Pflicht und der Schalthebel ohne Umlenkung brachte die Schaltfolge 1ter nach oben, der Rest nach unten. Dann noch ein paar LED Blinker hinten, ein Custom Nummernschildhalter und die Optik war fertig.
Das Motortuning begrenzte sich auf einen anderen Auspuff, einen großen Mikuni, einen anderen Luftfilter, eine angepasste andere Zündung und etwas mehr Verdichtung. Beim Auspuff (mit TÜV Segen) habe ich eine Vance & Hines auf einen Supertrapp Einsatz umgebaut, so konnte man den „Klang“ dort recht gut regulieren.
Das Mopped war einfach nur geil, aber es war auch extrem teuer geworden, auch wenn ich sehr viele Teile recht günstig gebraucht bekommen konnte, waren insbesondere die dutzenden Adapter Kleinteile, die angefertigt werden mussten (ich baute Muster, die Fräswerkstatt das Endprodukt), extrem teuer. Ich hatte mich finanziell übernommen, konnte das Mopped aber trotzdem einige Jahre halten. Erst war sie Rot und bekam sogar noch eine selbst entwickelt und voll funktionierende NOS mit 2 ½ Pfund Gasfüllung und automatisierter Funktion (auch mit Schräglagensensor und Drehzahlfensterregelung). Nur einen Hauptschalter und der Rest funktionierte komplett automatisch mit 50 PS extra. Nach einigen Einstellarbeiten war das System perfekt. Selbst der TÜV und die Polizei haben das immer für Fake gehalten und nie was gesagt ;-)
Dann hat mir eine Taxifahrerin beim Abbiegen den Weg abgeschnitten und ich musste über den im flachen Winkel stehenden 15 cm hohen Kantstein auf den Fußweg ausweichen, was natürlich nicht klappte. Es kam zu einem, zum Glück, harmlosen Sturz mit kaum Folgen. Danach habe ich die Lackteile komplett auf Hochglanz schwarz lackieren lassen. Die NOS kam wieder runter, Das war spaßig in Norwegen und wenn man mal jemanden ärgern wollte, aber die Füllungen waren auch sehr teuer.
Und ich änderte meinen Fahrgeschmack zusehends. Ich hatte keine Lust mehr auf der letzten Rille zu fahren. Ich wurde immer gemütlicher und die Angststreifen an den Reifen gingen von null auf unendlich breiter. Das passte nicht mehr zum Mopped und ich fuhr immer weniger.
Das Ende kam mit einem Motorschaden am hinteren Zylinder. Das Gummi des Ansaugkrümmers für den hinteren Zylinder war nicht mehr dicht und es wurde deutlich Nebenluft gezogen. Das Resultat war ein Loch im Kolben. Zum Glück ist nichts weiter passiert. Ich konnte wirklich alle Buchteile aus dem Motor fischen und habe extra zum Spülen einen Ölablassschraube eingebaut (jupp, die haben diese Motoren nicht). Der neue Kolben wurde, was damals noch recht neu war, mit einer Thermobarriere-Beschichtung oben versehen. Der Motor lief nach der Reparatur besser als jemals zuvor, aber der Spaß war irgendwie weg. Mein sich weiterentwickelter Fahrstil zum Gemütlichen hin, passte einfach nicht mehr.
Ich musste dann leider sowieso das Motorradfahren etliche Jahre einstellen, hauptsächlich aus finanziellen Gründen und komme jetzt frisch mit einem sich immer weiter zusammensetzenden Plan für das kommende Jahr daher. Kein Plan der ökonomisch ist, sondern einer, der mich womöglich in Etappen über Jahre beschäftigen kann.
Der eine oder andere wird daraus schon abgeleitet haben, dass ich noch keine W habe und das stimmt. Ich habe je eine W650 und eine W800 durchaus ausgiebig fahren dürfen und die Motorräder machen sehr viel Spaß. Ich habe mich sofort wohl und Zuhause gefühlt. Und es passt auch zu meinem Fahrstil.
Nur finde ich da einige Sachen die ich gerne anders hätte. Ich bin nicht darauf aus das Mopped leichter zu machen, sondern an meine Ideen anzupassen. Es muss aber eine 650er sein, weil ich unbedingt den Kickstarter haben will. Manches hat keinen logischen Grund, man will es einfach.
Optisch möchte ich eine Sitzbank wie bei der 800 Cafe, zumindest so ähnlich. Die Frontmaske der Cafe ist für mich auch begehrenswert, kostet aber im Original ein Vermögen. Die kann durch ein wesentlich billigeres Teil, das mir auch gefällt, aus Spanien mit ABE ersetzt werden. Das Heck muss gekürzt werden, keine Frage und das Frontschutzblech muss kleiner werden. Lenker? M-Lenker … und ja ich weiß :-) Ich bin halt 193 Groß und habe ein Leergewicht von 100 Kilo. Das bringt Druck auf die Gabel und stellt mich besser in den Wind. Gemütlicher als aufrecht zu sitzen, zumindest für mich. Farbe? Hochglanz schwarz und der Motor und Auspuff in Mattschwarz, bis auf die Ventiltriebcover und ein paar Akzente in Chrom, die bleiben.
Und da ich sowieso umbauen möchte werde ich wohl eher die billigste W650 kaufen, womöglich einen Unfallmotorrad, wenn der Rahmen nichts abbekommen hat, was immer ich finden kann. Das hat damals bei der Buell Sinn gemacht, und ich denke es macht auch heute Sinn.
Die Bremsleistung fand ich bei meinen Fahrten die ich machen durfte doch etwas bescheiden und ich reagiere sensibel auf Gabelverzug, der bei der 650er deutlicher vorhanden war. Also eine andere Gabel und Doppelscheibe. Ich habe von den Umbauen hier gelesen und werde vielleicht den einen oder anderen höflich fragen, wo mir vielleicht ein paar Informationen fehlen. Man muss ja nicht alles selbst erfinden, wie schon gesagt.
Ich habe schon den Tipp mit der Ducati-Nabe gespeichert, die zwar saumäßig teuer ist, aber wohl auch die beste Lösung zu sein scheint. Die Bremsscheiben dafür von der Duc Multistrada aber auch anderen, sind im Zubehör noch gerade erträglich zu kaufen, aber auch kein Schnäppchen. Welche Bremssättel nun hier verwendet wurden, ist mit nur grob klar, weil es auch bei den genannten Motorrädern unterschiedliche Bremssättel gab. Leider sind die Fotos zu den Umbauen größtenteils nicht mehr vorhanden, oder es ist nicht zu erkennen. Und am meisten fehlt mir die Information, ob die Ducatinabe mit der Originalfelge der W650 harmoniert, oder welche Felgen bei den Umbauten mit dieser Nabe verwendet wurden.
Dazu ein paar Stahlflex-Leitungen und bessere Bremsbeläge, dass sollte mehr als reichen. Ökonomisch ist das sicher nicht, sondern super teuer, aber es wird Spaß machen und die Bremsleistung sollte deutlich besser werden. Am Heck noch andere Federbeine, aber das findet sich. Und das Mehr an Bremsleitung kann ich mit Gepäck und Beifahrer im Norwegenurlaub auch sehr gut gebrauchen.
Wo ich noch ansetzen werde, ist beim Motor. Ich will keine mega PS rausholen. Aber ein paar PS und insbesondere etwas Drehmoment lassen sich, auch ohne die Alltagstauglichkeit zu beeinflussen, finden. Und ein Motorenumbau light, ist das, was mir am meisten Spaß macht.
Die originale Luftfilterkästen und die originalen Vergaser kann man leicht optimieren, es gibt dazu ja recht ordentliche Informationen und Spezis. Andere Vergaser einbauen sehe ich nicht als notwendig an und im Vergleich zum möglichen Resultat, auch als zu teuer an. Ich will ja auch kein „Rennmotorrad“ bauen, wofür die W ja auch nicht gedacht ist.
Den Zylinderkopf kann ich selbst bearbeiten und die Kanäle optimieren. Das macht mir zudem super Spaß und ich habe die meisten Werkzeuge dafür. Im Moment fehlt mir ein Kompressor, der alte ist kaputt. Und ein Luftdruckgeradschleifer ist auch verreckt. Die Zylinder sollen neue Laufbuchsen bekommen. Aber nur um sie mit den Kolben der 800er zu kombinieren. Nach allem was ich herausfinden konnte, sind die Kolben identisch im Gewicht. Also rund 100 Kubikzentimeter mehr, ohne den Motor komplett zu zerlegen und ohne die Kurbelwelle zu wuchten. Nur die Verdichtung möchte ich dann noch ganz moderat erhöhen. Das ergibt sich wahrscheinlich schon ausreichend durch etwas großzügigeres Planschleifen vom Kopf und dem Zylinderblock.
Andere Auspuffkrümmer ohne die Innenrohre in den Krümmern findet man. Die kommen zwar von weit weg her, aber dann sind die immer noch deutlich billiger als sie anfertigen zu lassen. Die Tüten sägt man mit einem guten Rest Rohrstück zu den Krümmern ab. Das kann man gegebenenfalls mit passendem Werkzeug aufweiten und so ein Slip-Fit Zusammenbau machen. Die Fake-Schelle wird dann durch eine echte neue Schelle ersetzt. Am Topfende sägt man das Endrohr ab. Dort setzt man einen Endrohrdämpfer mit größerem Durchmesser ein. Die gibt es beim VW-Käfer-Zubehör zu finden, aber mit 50 mm noch besser (aber leider wieder teuer) auch woanders. Das sieht am Ende wesentlich originaler aus, da innen immer noch ein Siebrohr ist. Außerdem kann man so ein Endrohr mit deutlich größerem Durchsatz schaffen, wo ein Prüfer auch mal eine Stange reinhalten kann und merkt das es nicht weiter geht, weil man ja eine Prallplatte einbaut ;-) Es geht nur um den Durchmesser für mehr Durchsatz, nicht um Lautstärke. Satterer Klang kommt mit größeren Durchlassöffnungen gratis dazu. Und das Ganze wird, wenn man sich zurückhält, trotzdem nicht (zu) laut.
Ich denke so könnte man an etwa 55-60 PS kommen und findet vielleicht auch 10 Nm mehr. Das würde mir schon reichen. Mit rund 100 Kubikzentimeter mehr, leicht erhöhter Kompression, etwas optimierten Ein- und Auslasskanälen, deutlich mehr Durchsatz beim Auspuff, angepassten Luftfilterkästen, die Vergaser entsprechend mit neue Düsen und Nadel und alles auf einem Prüfstand vom Profi eingestellt, sollten zwischen mindestens 10% bis maximal 20% Mehrleistung doch möglich sein. Mir geht es nicht um die PS zahl, sondern das der Drehmomentverlauf bereits weiter unten im Keller ansteigt, damit einfach mehr Kraft vorhanden ist. Ich wiege halt viel und bin eine Wand im Wind, da kann man ein klein wenig Reserven an Kraft gebrauchen ;-)
So, das war meine Vorstellung. Wer wirklich bis hierhin durchgehalten hat, vielen Dank für das Lesen ^o^
zuerst ein herzliches Willkommen hier bei uns im Forum und ein großes Dankeschön für deine umfassende und spannende Vorstellung. Hat man hier eher selten... Wenn ich mir deine Vorstellung von einer optimierten W650 so durch den Kopf gehen lasse, könnte dir mein W650 Cafe-Racer bestimmt gefallen.
Aus diesem Grund hier mal ein paar Bilder von meiner Kiste:
vielen Dank. Ich halte es einfach nur für gutes Benehmen sich so vorzustellen, dass man sich ein Bild von der Person machen kann. Ist halt schon als Kind so in mich hinein getrichtert worden, dass ich es auch heute noch so halte. Sorry, dass ich nicht schon gestern geantwortet habe. Ich hatte mit zwei Beiträgen mein Limit bereits erreicht und konnte einfach keine Antwort posten.
Die Fotos von deiner W habe ich schon gesehen und das Mopped ist ein Sahnestück. Dein Mopped ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch mit diversen tollen Sachen sehr geschmackvoll umgebaut, meinen höchsten Respekt.
Der M-Lenker ist genau so wie ich es auch gerne haben würde, nur mit eine kleinen Cafe Verkleidung wie bei den ab Werk kombiniert. Ich habe schone eine Alternative zum Originalteilen mit ABE für die W650 für rund 230 € gefunden, wo man sicher optisch noch etwas anpassen kann.
Deine Sitzbank ist fast genau mein Fall, man müsste nur wissen ob die auch bei einem 193 cm großen Typ noch passt. Ich denke ich werde mir selbst eine Bank „schnitzen“. Das habe ich schon gemacht, und es ist nicht so schwer. Ich hätte auch gerne eine sichtbaren Unterbau, als Grundplatte und um den Rahmen minimal etwas zu verkleiden und Blinker-Haltpunkte zu haben. Vielleicht so, dass das Hinterradabdeckung und Nummernschildhalterung gleich eingearbeitet ist. Damit könnte man die Linie des Profils abändern und etwas begradigen. Mein schräger Geschmack halt, aber man wird sehen was ich mache. Ist ja noch Planung Ich bin nicht festgefahren und wenn ich etwas sehe was mir besser gefällt als meine Ursprungsidee, dann ändere ich einfach meinen Plan :-)
Dein Tank ist nicht so meins, aber Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Ich denke ich würde mit einem Originaltank glücklicher sein, bei dem alles runter ist was da dran hängt. Also nur clean machen und Einheitsfarbe. Dafür würde ich dann eher das Polster der Sitzbank mehr „um“ die Enden des Tanks ziehen und mit etwas mehr Breite und Höhe auch etwas mehr Dauersitzfreundlichkeit mit Gemütlichkeit bekommen, denke ich zumindest.
Die Duplexbremse ist mega schön, eine Grimeca? Ich habe da aber Bedenken wegen der Dauerbelastung, wenn ich das Mopped im Urlaub in Norwegen fahren wollte. Erst Recht mit Gepäck und Beifahrer. Und die Ersatzteilversorgung kann auch Kopfzerbrechen machen, vermute ich? Da gehe ich ganz in die Richtung wie andere es mit der Doppelscheibe gemacht haben. Das Schutzblech vorne ist wieder mega, genau mein Geschmack.
Ich habe gelesen, dass Falcone mit Teilen der Zephyr 550 und den original Gabelbrücken der W eine Lösung gefunden hat. Zumindest wenn ich das richtig verstanden habe. Das wäre meine favorisierte Lösung. Auch wenn man dann wegen der DUC Nabe einige Adapter braucht um den Achsdurchmesser zu kompensieren. Da gibt es mehrere Ansatzmöglichkeiten die zum Ziel führen und nicht wirklich schwer zu realisieren sind. Es gibt nur ein "aber". Man muss dann Reduzieradapter für einen 22mm Lenker verwenden, was viele TÜV-Prüfer gar nicht mehr gerne sehen.
Die andere Alternative sollen ja komplette Gabeln der ZRX 1100 sein? Damit gewinnt man auch 4 mm dickere Rohre, also 43 mm statt 39 mm. Nur kann ich nicht beurteilen, in wie weit sich durch die neue Gabelbrücke die Fahrwerksgeometrie tatsächlich verändert und ob Prüfer es heutzutage daran scheitern lassen könnten. Jedes Argument, dass etwas an der Fahrwerksgeometrie verändert wird, könnte sauer aufstoßen. Die für mich sichtbaren Vorteile sind die größere Stabilität der gesamten Gabelteile gegenüber denr Originalteilen und die nicht mehr nötige Adaption für den Lenker, alles andere spricht für mich eher dagegen.
Wenn es soweit ist, möchte ich Falcone auch mal höflich fragen welche Excel Felge er verwendet hat, denn das wäre eine extrem hilfreiche Information, wenn er es noch weiß.
Die Zurückversetzte Fussrastenanlage finde ich zwar mega schön und die Sitzposition wird dadurch gewinnen, aber soweit ich es verstanden habe, gibt es keine wo dann der Kicker noch funktioniert. Darum für mich leider kein Thema das ich umsetzen würde.
Dein Auspuff sieht klasse aus. Wenn die Krümmer gerade nach hinten verlaufen würden, wären die genau das was ich meine. Ich vermute mal das es eine SR Racing Auspuffanlage von Lehnert ist? Für mich ganz eben leicht zu sehr „Racer“. Ich möchte meine Idee umsetzen, um bei gleichem Look wie beim Original mehr Durchsatz zu bekommen. Aber was die gekostet hat und ob man dort vielleicht auch nur Krümmer separat bekommen könnte, das wäre schon recht interessant zu wissen ;-)
Eine geänderte Übersetzung ist ein sehr adäquates Mittel und kann einiges bewirken. Wir haben hier im Umkreis aber eine Waldmeister-Spezialtruppe „für“ Motorradfahrer. Bei Kontrollen zählen die auch mal die Zahnanzahl bei den Kettenrädern. Die Zähne der Ritzel werden eher nicht gezählt, weil da meistens die Abdeckung abgebaut werden müsste. Und das geht nicht ohne Beschlagnahmung aus einem nachvollziehbaren Grund. Selbst der un-schlaueste Oberwaldmeister kann mit seinem Handy gurgeln, welches Kettenrad drauf sein müsste. Eine Änderung von 15/39 (Übersetzung 2,60) auf 15/42 (Übersetzung 2,80), ist fast genau das Gleiche, wie eine Änderung auf 14/39 (Übersetzung 2,79). Die 0,7% zugunsten des 15/42 Satzes gegen den theoretisch größeren Verschleiß der Kette, weil sie beim 14er Ritzel einen kleineren Radius hat, sehe ich als vernachlässigbar an.
Ich weiß, ich schreibe zu viel, darum ist jetzt auch das Ende erreicht ;-)
Greetz nach Hessen
Dan
Träume lassen sich nicht immer so einfach verwirklichen, aber wenn man aus dem Sofa hochkommt, wird es schon leichter :-)
ja, jeder hat so seine eigene Vorstellung wenn er sein Motorrad umbauen will. Ich wollte unbedingt das meine W an klassische englische Rennmotorräder optisch sehr nahe kommt.
Der montierte M Lenker ist von Fehling Modell HO L10 (ist ein etwas breiter Modell damit der nicht an den Tank schlägt).
Die VA-Schutzbleche sind von Daytona und wurden mal von der Fa. LSL für die W angeboten.
Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deinem Umbau und vor allen wollen wir irgendwann mal Bilder davon sehen...
Beste Grüße PeWe
..."ich weis längst, daß ich nicht Motorrad fahren kann, dass muß ich niemanden mehr beweisen!"
Nur damit man versteht was ich mit meinen Umbauten meine, hier ein paar Bilder von mir konstruierter Moppeds:
Die Buell. Grob umschrieben, mit einer Hayabusa Gabel, ABM Brücke und adaptierten OEM Lenkungsdämpfer, Räder vorne/hinten GSX1400, Umbau auf Kette (max. 200 km/h - aber gute Beschleunigung), Umbau auf Aluschwinge, Rahmenheckänderung aud Buell S1, Sitzbank 2 Personen Kit Buell S1, Tank Buell S3, Vance & Hines Auspuff modifiziert mit Supertrapp Einsatz, Alien Frontmaske/Lampe, Umgebaute Instrumente auf eigenem Halter, nur Warnleuchten sind OEM. Luftfilter sieht man ja, Mikuni HSR48 Vergaser, minimale Kompressionserhöhung, andere Zündung und so weiter. Dutzende angefertigte Teile um alles verbauen zu können. Die Lachgasanlage war in der "Roten Periode" angebaut, mit Drehzahlfenster, Schräglagensensor und einer Mehrleistung von ca. 50 PS.
Harley-die-keine-Harley-ist-Umbau. Rahmen aus Deutschland und ein paar OEM Teile wurden auch verbaut. Eigenbau Heckbremse direkt am Pully, darum kann man nicht so gut durch das Rad schauen. Vorderrad ist eigentlich ein Hinterrad, Dopperlvergaser und der Rest ist einfach zu viel zum Beschreiben :-)
wird das jetzt zum Rate mal was das ist? Das habe ich nicht als Thema angedacht. Ich bin auch kein Spezialist zur Erkennung von Motorradumbauten, sondern weiß nur das was ich mir selbst beigebracht habe, oder ich bei Profis lernen durfte.
Der Rahmen kommt, wenn ich richtig liege, von JW Motorcycles aus England. Motor EVO Sportster erste Generation. Duplexbremse vorne, vermutlich Grimeca. Auspuffendtopf sieht nach Supertrapp aus, könnte also eine Komplettanlage für die Sportster gewesen sein. Die Batterie versteckt sich im Öltank ;-) Tank und der Rest kann sonstwo herkommen, dass kann ich nicht einzeln irgendwo an einem Hersteller/Fabrikat festmachen.
Na, wie nah war ich dran?
Greetz
Dan
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Träume lassen sich nicht immer so einfach verwirklichen, aber wenn man aus dem Sofa hochkommt, wird es schon leichter :-) -
Die Rahmen von JW Motorcycles aus England sind Nachbauten der Norton-Federbett-Rahmen, aber da passen nur Sportster Motoren bis 2003 rein. Und die XB Buell Motoren kenne ich nicht. Nach einem Abgleich erkenne ich es jetzt auch. Da machen auch die komischen Stösselstangenabdeckungen Sinn und wie der Motor auf der Seite aussieht. Dachte da hat Jemand eigene Cover gemacht;-)
Greetz
Dan
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Träume lassen sich nicht immer so einfach verwirklichen, aber wenn man aus dem Sofa hochkommt, wird es schon leichter :-) -