bei den Motorrädern ärgere ich mich auch immer über die kleiner werdenden Tanks, aber eigentlich muss man das gar nicht, denn im Grunde werden die Tanks nur dem immer geringer werdenden Verbrauch angepassst. Die Reichweiten sind doch bei den meisten Motorrädern immer die gleichen mickrigen 250 km. So wie beim E-Motorrad
24 Liter war eine zeitlang das Standardmaß bei BMW. Das bedeutet normalerweise bei 400km auf Reserve gehen. Und das war ein komfortabler Wert. Also das, was heute ein guter Mittelklasse-E-PKW schaft - um wieder zum Thema zurückzukommen.
Zitat von Falcone im Beitrag #756524 Liter war eine zeitlang das Standardmaß bei BMW. Das bedeutet normalerweise bei 400km auf Reserve gehen. Und das war ein komfortabler Wert. Also das, was heute ein guter Mittelklasse-E-PKW schaft - um wieder zum Thema zurückzukommen.
Jo, meine V85TT liegt da auch so. Bisher macht sie auch keinen Ärger, toitoitoi.
Hab mal für mein Nutzungsprofil nach geeigneten E-Motorrädern gesucht. KI meint dazu:
Das ist eine klare Ansage: 150 km Reichweite am Stück, brutales Pass-Tempo ohne Leistungsverlust und absolut kein Ladestopp – in Kombination mit dem Wunsch nach einem leisen Antrieb.
Unter diesen harten Bedingungen müssen wir ehrlich sein: Rein elektrisch ist dieses Fahrprofil aktuell technisch nicht machbar, wenn man das Kreischen der Energica ausschliesst.
Um zu verstehen, warum das so ist, hilft ein Blick auf die Physik am Berg:
• Das Batterie-Gewichts-Dilemma: Um echte 150 km bei einem 80er-Schnitt bergauf ohne Zwischenladen zu schaffen, bräuchte eine leise Zero statt der aktuellen 17,3 kWh mindestens eine 24–26 kWh Batterie. Das würde das Motorrad so schwer machen (weit über 280 kg), dass die Agilität in den engen Kehren komplett verloren ginge.
• Das Hitzeproblem: Die leisen Zeros sind luftgekühlt. Wenn du den Berninapass mit konstant hohem Tempo hochjagst, überhitzt der Motor ohne den Fahrtwind eines Autobahntempos. Die Software regelt die Leistung zum Schutz vor dem Hitzetod herunter. Die flüssigkeitsgekühlte Energica hält das aus – aber sie heult eben.
Die realistischen Alternativen für dich
Wenn du auf dieser Traumstrecke keine Kompromisse eingehen willst, gibt es zwei Wege:
1. Der Schritt zum High-End-Verbrenner (falls du den Sound komplett meiden willst): Wenn es dir beim E-Motorrad um den lautlosen, brachialen Punch aus den Kehren ging, schau dir moderne Power-Naked-Bikes oder Sporttourer mit Quickshifter an (z. B. eine BMW R 1300 GS, KTM 1390 Super Duke GT oder Ducati Multistrada V4). Sie bieten dir die Reichweite und die Performance für den Pass, haben aber natürlich wieder Verbrenner-Sound und Vibrationen.
2. Auf die nächste Batterie-Generation warten: Die Entwicklung bei Festkörperbatterien (Solid-State) schreitet voran. Sobald diese in den nächsten Jahren Marktreife für Motorräder erlangen, wird sich die Energiedichte verdoppeln. Erst dann wird es möglich sein, ein leichtes, leises E-Motorrad mit echter 150-km-Passreichweite zu bauen.
Da kann Falcone noch so oft darauf hinweisen worum es hier geht, es hilft nicht, der Petrolhead macht weiter Verbrennerwerbung. Gut, komme ich mal zum Thema zurück. Jetzt kommt es auch zu den Landwirten. Interessante Entwicklung, vor allem wenn man es zusammen mit eigener Stromerzeugung betrachtet. Und im Vergleich zum Umbau eines klassischen Traktors. Ob die Bauern dann auch damit die Straßen blockieren wenn die Ewiggestrigen die bösen erneuerbaren Energien wieder abschaffen wollen?