gestern wollte sich die Leerlaufdrehzahl einfach nicht einpendeln. Während der Fahrt eher unauffällig bis auf ein Ruckeln bei ganz langsamer Fahrt. Zuhause dann mal eine optische Überprüfung von diversen Teilen bzgl. Falschluft oder ob irgendwo etwas abgefallen ist. Die Stellung der LLGRS wollte ich sowieso schon länger kontrollieren, aber jedes Mal dann doch wieder vergessen, waren beide auf ~2-1/8 ausgerichtet.
Naja, was soll ich sagen, wie so oft sitzt der Fehler zwischen Sitzbank und Lenker. Choke war noch immer etwas gezogen.
Humor ist, wenn man genüßlich über sich selbst lachen kann.
Gestern - nach einer Regenfahrt - die Kette der XBR gereinigt und gepflegt. Beim Einstellen des Kettendurchhangs und Drehen des Hinterrads wollte das nicht so recht. Steife Kettenglieder oder der Rest gelängt? Da muss wohl eine neue Kette her. Dabei hat sie erst 78.000 Kilometer auf'm Buckel. Im Handbuch steht nix von Kettenlänge. Also ausbauen und vergleichen? Ich hab hier eine RK RX-Ring Kette 525XSO zum vernieten, das entsprechende Nietwerkzeug aber in HH. Schade! Durch gründliche Reinigung kriegt man die versteiften Glieder wohl nicht mehr locker - und ich hab auch kein im Handbuch empfhohlenes Kerosin. Schade, dass ich mir keine Endloskette besorgt hatte.
Das sieht noch richtig gut aus, obwohl ein Zahn weniger als original. Fährt sich etwas kürzer übersetzt hier in den Bergen sehr angenehm.
gibt's in Italy keine Ersatzteile ?
Ich brauche keine Ersatzteile. Ich brauche ein Werkzeug zum vernieten. Das hab ich in Hamburg. Und bald muss ich wieder rauf. So lange bleibt die alte Kette halt drauf.
Hab am WE die Gabel meiner GSX 1400 überholt. Also Simmerringe, Gleitbuchsen und Umrüstung auf Faltenbälge. Eigentlich eine schöne Arbeit straight forward, wie der Niederbayer sagt. Wenn da nur nicht diese elende Kleckerei mit dem Gabelöl wäre. Und weil der Verbrauch an Gummihandschuhen noch nicht vollständig durch die Decke ging, hab ich gleich die beiden vo. Sechskolbensättel äußerlich gereinigt und die Beläge gewechselt. Irgendwas geht aber immer schief. Diesmal haben die grindigen Plastik Schonbacken für den Schraubstock vom Baumarkt ein Standrohr beim Drüberpolieren ausgelassen und das Teil fiel auf den Boden. Kam mit der Kante der Oberseite auf und hatte sich über dem Gewinde, dort wo der O-Ring des Deckels sitzt leicht eingedellt. Mit der "Kugelseite" eines kleinen Ingenieurhammers von innen aufgesetzt und mit einem zweiten Hammer auf den kleinen draufgedengelt. So ließ es sich wieder rund machen. Innen und aussen, sowei axial drübergeschliffen, wie neu. Die Preise für diese 46er Standrohre schwanken zw. 150-300 €/St.
Habe unvorsichtigerweise das Motorrad nach dem Waschen und Trocknen einfach so in die Garage gestellt und mir nix weiter gedacht. Das hab ich sogar öfter schon so gemacht.
Irgendwann ist mir aufgefallen, dass die Kiste nicht mehr so schön bremst wie auch schon - fing an zu rubbeln. Erst nur wenig, dann immer mehr. Dachte, dass es vielleicht mit frischen Belägen besser wird, aber das Gegenteil war der Fall.
Dann hab ich mal die Scheiben genauer angesehen:
Bremsscheibe.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Das ist doch genau das Negativ vom Bremsbelag!? Aber ja, da ich die Bremse nach dem Waschen nicht trocken gefahren hatte, hat sich da ein galvanisches Element sehr negativ auf die Scheibe ausgewirkt. Haben sich so "Keime" gebildet und sich wie Pocken in das Material gefressen. Durch unterschiedliche Härte gab es unterschiedliche Abnutzung, was sich schlussendlich im Bremshebel bemerkbar machte.
Hab jetzt neue Scheiben bestellt und gestern montiert. Mit frischen gekapselten Schrauben und Drehmoment und so ...
Jetzt bremst die Mühle wieder wie ein Gedicht - butterweich und gleichmäßig. Der Biss ist noch nicht da, aber war ja erst Probefahrt.