Ist mir in anderen Bereichen schon öfters passiert, dass einem Ersatzteile nicht verkauft werden — zuletzt bei Kaffeeautomaten. Man bestellt die Dinge dann online und meidet die Händler/Geschäfte darauf hin.
Ich hab mich auf jeden Fall sehr gefreut, das der Industriebedarf um die Ecke passende Radlager vorrätig hatte. Und teurer waren sie auch nicht. Ob es den allerdings noch lange gibt, wage ich auch zu bezweifeln, da die Industrie inzwischen auch ohne den Fachhandel bei den Herstellern direkt bestellt.
Ich möchte mich an dieser Stelle für die hervorragende Arbeit bei der Herztransplantation an meinem W650-Gespann durch Herrn Prof. Dr. mot. Nattes, den Fachärzten Herrn Dr. mot. Furchendackel, Herrn Dr. mot. Nobbi und dem Assistenzarzt Herrn Dr. mot. Frank bedanken !
Nach Abschließenden Pflegemaßnahmen durch den Heildiener Pelegrino wird morgen früh eine Rehamaßnahme (Fahrt nach Bockhorn zum Oldtimermarkt) stattfinden.
... nicht fürs Moped, sondern fürs Auto: Bremsbeläge vorne gewechselt.
Die Beläge waren früher da als der Bremskolbenrücksteller (kommt erst in zwei Wochen), aber es waren die vorderen und da tut es eine Schraubzwinge auch. Weiß nicht, was sich die Ingenieure bei den Clipsen zur Befestigung der Radhausverkleidungen denken, denn einige waren bereits rundgelutscht, so dass ich mit der Hand im Dunklen auf gut Glück den Stecker fürs Kabel vom Verschleißsensor ertasten, ziehen und den neuen einfädeln musste. Die Beläge selbst waren ein Kinderspiel dagegen ...
Zwar nicht meins, aber habe heute dem seit längerem malade seiendem Nachbarn unter die Arme gegriffen mit seiner Bonneville. Es ist eines der frühen FI Modelle, das wieder im Juli tüvfällig wird. Da er z.Z. nicht Motorradfahren kann, fuhr ich die Triumph mit frischgeladener Batterie ein wenig durch die Gegend, damit sie nach langer Standzeit mal wieder bewegt wird. Ich kam gleich gut mit ihr zurecht im Sinne von "Kennst Du ein Motorrad, kennst Du alle". 2 Räder, Motor, läuft. Fand das Fahren mit ihr angenehm. Hing mit ihren 68PS und über 800ccm gut und kräftig am Gas, selbst wenn nicht groß am Griff gekurbelt wurde. Auch im großen Gang. Lief ruhig und stabil mit leicht höherer Drehzahl im 5. als meine W800 bei Vergleichsgeschwindigkeiten. Wirkte leistungsmäßig wie ein Mittelding zwischen meiner CB1100 und W800, was sie nach ihren Leistungsdaten auch ist. Würde ich auch fahren so'n Teil.
Anschließend hübschte ich die Bonneville ein bisschen auf und befreite sie von ein paar Roststellen - insbesondere an der hinteren Bremsscheibe, damit ein Prüfer deswegen nicht gleich das große Zicken anfängt - die sie sich unter der Plane eingefangen hatte, pflegte den Lack ein wenig, zog die Halterungen der Auspufftöpfe und der Spiegel nach, schmierte die Kette und checkte ferner auf ihre Funktion hin ab, was HU-Ings gemeinhin prüfen.
Außerdem korrigierte ich den Luftdruck der Schlauchreifen, solche Biester lassen nach meiner Erfahrung mit der Zeit immer Luft, nach oben und hinmelte dabei einen Schlauch meiner Standpumpe, der sich mit lautem Knall ins Nirvana verabschiedete, kurz bevor hinten 2,7bar erreicht waren. Seltsam und wunderlich, hatte er sonst bei vorherigen Luftdruckkorrekturen an meinen Motorrädern bis hin zu ähnlichen Drücken nicht aufgegeben. Werde heute eine neue Pumpe irgendwo kaufen in der Hoffnung, dass sie länger durchhält. Welche es wird, ist mir noch nicht klar.
Nächsten Monat lass ich der Triumph eine neue Plakette kleben. Wird schon und der Nachbar freut sich. Eines Tages wird er vielleicht auch wieder mit ihr fahren können. Das wünsche ich ihm.